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Grundstücksentwässerung

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Was ist bei der Bauplanung zu beachten? 

Das anfallende Abwasser auf den Grundstücken wird im Trennsystem abgeleitet. D.h. Schmutz- und Regenwasser haben zwei verschiedene Entwässerungssysteme. Sie sollten sich frühzeitig beim Wasserverband über die Lage und Höhe der Hausanschlüsse erkundigen, um dies in die Entwässerungsplanung einfließen zu lassen. Dadurch können Fragen geklärt werden, wie Rohrleitungen auf dem Grundstück verlegt werden müssen und ob z.B. eine Kellerentwässerung möglich ist.

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Wann kann mit der Erstellung begonnen werden?

Die Grundstücksentwässerung muss beim Wasserverband beantragt werden. Nach erteilter Entwässerungsgenehmigung kann mit dem Bau der Anlagen begonnen werden. In Neubaugebieten sind Hausanschlussschächte in der Regel bereits vorhanden.

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Wer erstellt die Entwässerungsanlagen?

Die Entwässerung erfolgt über Hausanschlussschächte auf den Grundstücken. Die Schächte gehören ebenso wie die Kanäle in der Straße zur öffentlichen Abwasseranlage und werden vom Wasserverband erstellt. In druckentwässerten Gebieten ist im Schmutzwasserschacht eine Pumpe installiert. In diesen Fällen gehört zur Entwässerungsanlage ein kleiner Schaltschrank. Alle Leitungen im Gebäude sowie zwischen dem Gebäude und den Hausanschlussschächten werden von den Grundstückseigentümern erstellt.

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Was ist bei der Erstellung der Grundstücksentwässerungsanlagen zu beachten?

Beim Bau sind die einschlägig technischen Vorschriften, z.B. die DIN 1986 „Bau und Betrieb von Grundstücksentwässerungsanlagen“ sowie die Bestimmungen der Abwasserentsorgungsbedingungen des Wasserverbandes Wittlage zu beachten. Die Leitungen sollten möglichst einen Durchmesser von DN 125 haben, um eine Verstopfung durch zu kleine Rohre zu vermeiden. Aus dem gleichen Grund sollte das Gefälle zwischen 0,5% und 2,0% liegen. Es müssen unbedingt Entlüftungsleitungen vorhanden sein und ordnungsgemäß ausgeführt werden. Sie dienen unter anderem dem Druckausgleich, wenn die Hauptkanäle in der Straße mit Hochdruck freigespült werden. Des Weiteren ist unbedingt eine einwandfreie Trennung der Niederschlags- und Schmutzwasserleitungen vorzunehmen. Es darf weder Niederschlagswasser bzw. Drainagewasser der Schmutzwasserkanalisation, noch Schmutzwasser der Niederschlagswasserkanalisation zugeführt werden. Die Hausanschlussschächte müssen jederzeit zugänglich sein und dürfen insbesondere nicht mit Erdboden, Hofbefestigung usw. bedeckt sein.

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Wann ist der Bau der Entwässerungsanlagen abgeschlossen?

Bevor die Rohrgräben verfüllt werden, wird der Wasserverband eine Abnahme durchführen. Die Abnahme kann kurzfristig nach telefonischer Vereinbarung durch einen Mitarbeiter der zentralen Kläranlage erfolgen.

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Wer sorgt für eine rückstausichere Entwässerungsanlage?

Zeitweise können Hauptkanäle überlastet sein, z.B. bei extrem starken Niederschlägen. Ein Rückstau in den Kanälen wirkt sich dann bis auf die angeschlossenen Grundstücke aus. Die in der Satzung definierte Rückstauebene ist gleich der Straßenoberfläche. Das heißt, alle darunterliegenden Bereiche, wie Kellerräume oder dergleichen, sind rückstaugefährdet! Es ist Sache der Grundstückseigentümer, sich hiervor selbst zu schützen. Der Einbau von geeigneten Rückstauarmaturen oder Hebeanlagen ist daher unbedingt vorzunehmen und frühzeitig einzuplanen. Es ist wichtig zu wissen, dass nach geltender Rechtsprechung in solchen Fällen keine Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können.

 

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Im Westerbruch 67
49152 Bad Essen


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