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Kooperationen

Der Wasserverband Wittlage arbeitet zusammen mit dem Wasserwerk der Stadt Melle seit 1995 in den Trinkwassergewinnungsgebieten der Kooperation Melle/Wittlage sowie seit 2017 gemeinsam mit den Stadtwerken Osnabrück für das WSG Belm mit Landwirten für den Grundwasserschutz zusammen. Grundlage sind gemeinsam getragene Schutzkonzepte.

Zentrale Maßnahmen im Schutzkonzept sind die Wasserschutzberatung (z.B. Düngeplanung für die landwirtschaftlichen Betriebe) und die Umsetzung von freiwilligen Vereinbarungen sowie die Kontrolle des Erfolges der eingesetzten Maßnahmen. Der Wasserverband Wittlage hat für die Wasserschutzberatung 2017-2021 die Landwirtschaftskammer Niedersachsen beauftragt. Die Wasserschutzberatung wird durch die Europäische Union co-finanziert.

Trinkwasser wird beim Wasserverband Wittlage und beim Wasserwerk der Stadt Melle aus dem Grundwasser gewonnen. Die 8 Wasserwerke des Wasserverband Wittlage versorgen rund 52.000 Einwohner in Bad Essen, Belm, Bohmte und Ostercappeln, die 11 Brunnen des Wasserwerks der Stadt Melle rund 38.000 Einwohner der Stadt Melle mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser. Im WSG Belm werden 10 Brunnen für die Versorgung der Gemeinde Belm und einiger Osnabrücker Stadtteile betrieben. Die Qualität des Trinkwassers wird regelmäßig überwacht.

Europäische Union - Gewässerschutzberatung

Trinkwassergewinnungsgebiete der Kooperation Melle/Wittlage

Trinkwassergewinnungsgebiete

Wasserschutzgebiet Belm-Nettetal

Wasserschutzgebiet Belm-Nettetal

Das Grundwasser wird hauptsächlich aus winterlichen Niederschlägen gespeist. Die Qualität des Grundwassers kann durch Nitrat aus der Düngung der landwirtschaftlichen Flächen aber auch aus Hausgärten beeinträchtigt werden. Für das Pflanzenwachstum ist Nitrat-Stickstoff einer der Hauptnährstoffe. Nicht über Pflanzen genutzter Stickstoff wird mit dem winterlichen Niederschlag in Form von Nitrat in tiefere Bodenschichten ausgewaschen und gelangt je nach örtlichen Voraussetzungen nach 3-10 Jahren ins Grundwasser.

Nitrat wird im Boden und im Grundwasser teilweise abgebaut. Die für diesen Abbau benötigten Stoffe sind im Grundwasserleiter aber nicht unbegrenzt vorhanden. Daher sind diese Prozesse endlich und sollten nicht übermäßig beansprucht werden.

Somit ist die beste Möglichkeit, die Auswaschung von Nitrat ins Grundwasser zu minimieren, die Landbewirtschaftung so zu gestalten, dass es zu möglichst geringen Überschüssen an Stickstoff auf den Flächen im Trinkwassergewinnungsgebiet kommt. Dieses kann durch eine partnerschaftliche und kooperative Zusammenarbeit mit allen Beteiligten erreicht werden.

Der Wasserverband Wittlage, das Wasserwerk der Stadt Melle und die Stadtwerke Osnabrück organisieren mit Hilfe der Wasserschutzberatung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen Trinkwasserschutzkooperationen mit Landwirten aus den Einzugsbereichen der Brunnen, um die Qualität des Trinkwassers auch für die nächste Generation zu sichern. 

Wasserschutzbeauftragte

Wasserschutzberater Christian Schröder

Christian Schröder
Wasserschutzberater Kooperation Melle/Wittlage

Hermann Siuts

Hermann Siuts
Wasserschutzberater WSG Belm

Individuelle Düngeplanung

Bei der individuellen Düngeplanung wird das Nährstoffmanagement der landwirtschaftlichen Betriebe optimiert. Die Düngung wird so bemessen, dass die Düngung vom Pflanzenbestand weitestgehend ausgenutzt und eine Umwelt belastende Überdüngung vermieden wird.

Freiwillige Vereinbarungen sind vertraglich zwischen den Landwirten und dem Wasserverband Wittlage bzw. dem Wasserwerk der Stadt Melle vereinbarte Maßnahmen zum Grundwasserschutz auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Diese Maßnahmen gehen über die gesetzlichen Anforderungen für die Landbewirtschaftung hinaus, dabei entstehende wirtschaftliche Nachteile bzw. Mehraufwendungen werden dem Landwirt entschädigt, wenn die Ergebnisse einen Erfolg für den Grundwasserschutz anzeigen.

Beispiele hierfür sind:

  • eine grundwasserschonende Grünlandbewirtschaftung
  • der Anbau von Zwischenfrüchten zur Begrünung der Ackerflächen über den Winterzeitraum und zur Konservierung der Nährstoffe in der Pflanze
  • eine reduzierte Düngung zu Mais und Getreide

Grundwasserschutzmaßnahmen und Beratungsleistungen werden aus der Wasser-entnahmegebühr des Landes Niedersachsen bezuschusst. Die Gewässerschutzberatung wird aus EU-Mitteln co-finanziert, dem sogenannten ELER - Programm (Europäischer Landwirtschaftsfond zur Entwicklung des ländlichen Raums).

Anschrift

Wasserverband Wittlage
Im Westerbruch 67
49152 Bad Essen


Geschäftsführer: Uwe Bühning

Kontakt

Telefon +49 5472 9443-0
Fax +49 5472 9443-30
E-Mail wv-wittlage@i-like-no-spam.uhv70.de

Öffnungszeiten

Montag - Donnerstag 7:30 - 16:30 Uhr
Freitag 7:30 - 12:00 Uhr