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Wir gratulieren!

Unsere Azubis haben erfolgreich ihre Prüfungen abgelegt

Wir gratulieren unseren Mitarbeitern Til Eickhorst, Lennart Fietz und Cedrik Macho zum erfolgreichen Berufsabschluss!

Sie haben bei uns sehr erfolgreich ihre Ausbildung absolviert: Til Eickhorst als Fachkraft für Wasserversorgungstechnik und Lennart Fietz als Fachkraft für Abwassertechnik; Cedrik Macho hat seine Prüfung als Tiefbaufacharbeiter abgelegt und wird im zweiten Teil der Ausbildung den Schwerpunkt auf Rohrleitungsbau legen.

Til Eickhorst sorgt als Fachkraft für Wasserversorgungstechnik für eine möglichst reibungslose Funktion der trinkwassertechnischen Anlagen, wie Brunnen, Wasserwerke, Messstellen und Rohrleitungen. Er ist viel draußen unterwegs, aber natürlich auch auf den technischen Anlagen. Er stellt die Einhaltung der gesetzlichen Parameter für unser Trinkwasser sicher, sorgt also für beste Wasserqualität.

Die Ausbildung zur Fachkraft für Wasserversorgungstechnik erfordert die Fachoberschulreife und dauert drei Jahre. Die Berufsschule wird als Blockunterricht in Goslar besucht.

Als Fachkraft für Abwassertechnik gehört es zu Lennart Fietz‘ Aufgaben, die Abläufe in den Entwässerungsanlagen zu überwachen, zu steuern und zu dokumentieren. Er ist dafür sowohl im Außenbereich als auch im Labor tätig und sorgt damit dafür, dass unser Abwasser gereinigt und unbelastet der Umwelt wieder zugeführt werden kann. Damit verbunden ist eine hohe ökologische Verantwortung.

Die Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik erfordert die Fachoberschulreife und dauert drei Jahre. Die Berufsschule wird als Blockunterricht in Oldenburg besucht.

Cedrik Macho sorgt dafür, dass das Wasser zu uns in die Haushalte kommt und alles wieder gut abfließt. Er hat den ersten Teil seiner Ausbildung als Tiefbaufacharbeiter erfolgreich absolviert und wird sich im zweiten Teil seiner Ausbildung auf den Rohrleitungsbau spezialisieren. Er ist vor allem auf den Baustellen tätig, setzt Pläne um und schließt Häuser ans Netz an.

Die Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Rohrleitungsbau erfordert einen guten Hauptschulabschluss bzw. die Fachoberschulreife und dauert drei Jahre. Die Berufsschule wird als Blockunterricht in Bad Zwischenahn besucht.

Sauberes Trinkwasser, gereinigtes Abwasser, sichere Infrastruktur – all das ist für uns als Verbraucher ganz selbstverständlich. Wir können darauf vertrauen – dank Kollegen wie Til, Lennart und Cedric. Wir vom Wasserverband Wittlage freuen uns, sie auch nach ihrer Ausbildung weiterhin im Team zu haben!

Wir bieten eine abwechslungsreiche und umfassende Ausbildung in einem modernen Unternehmen der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung – mit den weitreichenden Vorteilen und Perspektiven einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst.

Mehr unter www.wv-wittlage.de/karriere/ausbildung


Das war ZAK - und wir durften Gastgeber sein

Wasserverband Wittlage und weitere Unternehmen der Region präsentieren sich auf Ausbildungsmesse

Bad Essen. Die Premiere war ein voller Erfolg: ZAK, die Ausbildungsmesse im Wittlager Land, verbuchte bereits am Eröffnungsabend zahlreiche Besucher. ZAK steht dabei für Zukunft – Ausbildung – Bildung und richtete sich an Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern sowie an alle, die sich für das Thema Berufsorientierung interessieren. Veranstalter waren die drei Wittlager Gemeinden und die MaßArbeit des Landkreises Osnabrück.

Der Eröffnungsabend war dabei besonders den Eltern und interessierten Schülerinnen und Schülern vorbehalten, die hier schon einmal vorab und in aller Ruhe das Informationsangebot der rund 40 Firmen, die für ZAK ihre Stände auf dem Gelände des Wasserverbandes Wittlage aufgebaut hatten, sondieren konnten.

Am folgenden Vormittag waren dann ausschließlich die Schülerinnen und Schüler an der Reihe: Aus allen weiterführenden Schulen im Altkreis Wittlage kamen jene Jahrgänge, bei denen die Berufsfindung ansteht. Sie wurden von Verbandsgeschäftsführer Uwe Bühning, den Bürgermeistern Erik Ballmeyer, Markus Kleinkauertz und Timo Natemeyer sowie MaßArbeit-Vorstand Lars Hellmers herzlich begrüßt.

Mit einem Laufbuch hieß es dann für die rund 750 Schülerinnen und Schüler, sich von den Ausbildungsangeboten der Unternehmen und Einrichtungen zu überzeugen. Wir, der Wasserverband Wittlage, waren dabei nicht nur Gastgeber, sondern stellten auch unsere vielseitigen Ausbildungsmöglichkeiten vor. Egal ob technische oder kaufmännische Berufe, ob am Bau oder auf den Anlagen – eine Ausbildung beim Wasserverband Wittlage eröffnet vielerlei berufliche Perspektiven.

Wie der Alltag in Wasserwerk, Werkstatt und Büro, auf Baustelle und Kläranlage aussieht, erfuhren die Schülerinnen und Schüler von unseren Mitarbeitern und Auszubildenden aus erster Hand. Besonders gefragt waren dabei die Analysen, bei denen unser Trinkwasser unter anderem auf seinen Eisengehalt untersucht werden konnte. Auch jene, deren Lieblingsfach nicht unbedingt die Chemie ist, fanden es spannend und viele staunten, dass unser Wasser doch nicht so einfach aus der Leitung kommt, sondern jede Menge Wissen und Technik dahinterstecken.

Fazit: Mitarbeiter in Wasser- und Abwasserwirtschaft tragen zur nachhaltigen Versorgungssicherheit bei und werden immer gebraucht. Der Wasserverband Wittlage bietet dafür die besten Ausbildungs- und Berufschancen – mit allen Vorteilen des Öffentlichen Dienstes.


Beratung und Förderung in gesetzlicher Gemengelage

Treffen der Trinkwasserschutzkooperation Melle/Wittlage

Bad Essen/Melle. Die Trinkwasserschutzkooperation Melle/Wittlage kann auf fast 30 Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft zurückblicken. Dieser Tage trafen sich die Mitglieder in den Räumlichkeiten des Wasserverbandes Wittlage. Anlass war die turnusmäßige Wahl der Kooperationslandwirte. Darüber hinaus gab es Informationen und einen regen Austausch zu den neuesten Entwicklungen im Düngerecht.

Die EU, der Bund und das Land – Gesetze zu Wasser- und Artenschutz gibt es viele, teilweise ergänzen sie sich, teilweise widersprechen sie sich und ständig ändern sie sich. So lässt sich vereinfacht die Gemengelage zusammenfassen, die Reno Furmanek, Leiter der Düngebehörde bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Oldenburg, in seinem Vortrag schilderte. Ob veränderte Vorgaben bei den Nitratmessungen oder unterschiedliche Breiten bei den Gewässerrandstreifen – die Planungen werden für die Landwirte immer komplexer, „alles beißt sich“, so Furmanek. Gleichzeitig stellt der Klimawandel mit Trockenheit und Starkniederschlägen Landwirte wie Wasserversorger vor große Herausforderungen.

Letztere leisten ihren Beitrag unter anderem durch Synergien in der Wasserbeschaffung und Ertüchtigung der Infrastruktur, wie Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wittlage, darlegte. Landwirte kommen den klimatisch und gesetzlich gestiegenen Anforderungen unter anderem dadurch nach, dass sie die Beratung innerhalb der Trinkwasserschutzkooperation in Anspruch nehmen. „Mit messbarem Erfolg für den Gewässerschutz“, so Klaus Leimbrock, Leiter des Wasserwerkes der Stadt Melle. Auch Georg Kühling vom NLWKN in Cloppenburg lobte die Kooperation und betonte, dass sich mit Ordnungsrecht allein keine Probleme lösen ließen, sondern dass bei allen Gesetzen und Verordnungen die Landwirte betreffend, diese auch mitzunehmen seien.

Wahl der Kooperationslandwirte

Einer, der den Erfolg der Kooperation entscheidend mitgeprägt hat, ist Uwe Schenke. Der Hunteburger hat über viele Jahre als Kooperationslandwirt zur Verfügung gestanden, trat aber nicht erneut zur Wahl an. Als sein Nachfolger für die Region Wittlage wurde Hans Wübker einstimmig gewählt. Als sein Stellvertreter wurde Martin Ziegemeier gewählt. Wiedergewählt wurden, ebenfalls für die Region Wittlage, Carsten Fricke und seine Stellvertreterin Anna Schlukat.
Für die Region Melle wurden Hermann Doermann, sein Stellvertreter Martin Lepper, Jens Bösemeyer und dessen Stellvertreter Ansgar Bietendorf im Amt bestätigt.

Sie alle sind die Interessenvertreter der Landwirte in der Kooperation und fungieren als Ansprechpartner für die Bewirtschafter in den Trinkwassergewinnungsgebieten wie auch für die dortigen Wasserversorger und den Wasserschutzberater Christian Schröder von der Landwirtschaftskammer.
 

Zur Sache: Trinkwasserschutzkooperation Melle/Wittlage

Der Wasserverband Wittlage arbeitet seit 1995 mit dem Wasserwerk der Stadt Melle und den Landwirten in den Trinkwassergewinnungsgebieten in der Trinkwasserschutzkooperation Melle/Wittlage in Sachen Grundwasserschutz zusammen. Grundlage ist ein gemeinsam getragenes Schutzkonzept, welches die Umsetzung von freiwilligen Vereinbarungen zum Trinkwasserschutz, deren regelmäßige Kontrolle sowie eine begleitende Beratung der Landwirte in Sachen Gewässerschutz vorsieht.

Für die Umsetzung der freiwilligen Vereinbarungen können die Landwirte Fördergelder in Anspruch nehmen. Auch die Beratung wird gefördert. Beides ist durch einen Finanzhilfevertrag geregelt, den der Wasserverband Wittlage und das Wasserwerk der Stadt Melle mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) als Vertreter des Landes Niedersachsen geschlossen haben. Der Wasserverband Wittlage als geschäftsführender Verband hat für die Wasserschutzberatung von 2022 bis einschließlich 2026 die Landwirtschaftskammer Niedersachsen beauftragt. Die Wasserschutzberatung wird durch die Europäische Union kofinanziert.

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Temperaturen steigen – der Wasserverbrauch auch

Stadt und Landkreis Osnabrück rufen gemeinsam mit den Wasserversorgern zum Wassersparen auf

Bad Essen/Osnabrück. Der Sommer ist da, die Menschen zieht es nach draußen. Erfahrungsgemäß steigt jetzt der Wasserverbrauch in der Region Osnabrück. Vor dem Hintergrund klimatischer Veränderungen rufen Stadt und Landkreis Osnabrück gemeinsam mit den Stadtwerken Osnabrück und den anderen Wasserversorgungsunternehmen in der Region deshalb schon jetzt zum sparsamen Umgang mit dem kostbaren Gut Wasser auf.

Für viele Menschen in der Region sind die Bilder aus den vergangenen Trockenjahren noch präsent: verdorrte Felder, dürstende Bäume und trockene Böden. Trotz der gefallenen Niederschläge ist die Situation weiterhin angespannt. Daher ist ein behutsamer Umgang mit der Ressource Wasser auch in diesem Jahr geboten. Ein Blick auf die Wetterprognosen zeigt, dass in den kommenden Wochen nicht mir Niederschlägen zu rechnen ist, sondern dass im Gegenteil die Sonnenstunden und damit die Temperaturen hoch bleiben sollen.

Dass beide Faktoren miteinander zusammenhängen, lässt sich am besten am Beispiel der Gartenbewässerung verdeutlichen: Je weniger es regnet und je trockener die Böden dementsprechend sind, desto mehr wird bewässert – und der Verbrauch steigt. Zur Einordnung: Rund 800 Liter verbraucht ein Rasensprenger pro Stunde, das ist so viel wie ein Mensch in einer ganzen Woche.

Trinkwasserampel steht auf Rot

Vor dem Hintergrund, dass Extremwetterereignisse wie Trockenperioden immer mehr zunehmen, appellieren Landkreis und Stadt Osnabrück gemeinsam mit den Wasserversorgungsunternehmen in der Region, sparsam mit Wasser umzugehen. Mit einigen einfachen Tipps kann jeder einen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit Trinkwasser leisten. Dazu zählen:

  • auf Rasensprengen verzichten
  • Pflanzen verwenden, die auch trockene Perioden gut vertragen
  • Regenwasser auffangen und zum Gießem nutzen
  • geschlossene Pflanzflächen anlegen, um die Verdunstung aus dem Boden zu minimieren
  • versiegelte Flächen reduzieren

Und schließlich wird jeder Haushalt um sorgsame Abwägung gebeten, ob die neue Befüllung des eigenen großen Pools oder auch der Wasserbrauch im und am Planschbecken derzeit wirklich unverzichtbar sind.

Wir haben deshalb unsere Trinkwasserampel auf Rot gestellt!


Aktuelle Herausforderungen im Düngerecht

Info-Veranstaltung der Trinkwasserschutzkooperation Melle/Wittlage mit Wahl der Kooperationslandwirte

Bad Essen/Melle. Die öffentliche Diskussion rund um Wasser und Landwirtschaft ist in den vergangenen Jahren immer mehr in den Fokus gerückt, insbesondere aufgrund der zunehmenden Wasserknappheit.
Zudem wurde das Ordnungsrecht in vielen Bereichen der Landwirtschaft verschärft, wodurch den Landwirten ein höherer bürokratischer und praktischer Aufwand für die aktiven Landwirte entstanden ist.

Die Trinkwasserschutzkooperation Melle/Wittlage nimmt dies zum Anlass, über die aktuellen Herausforderungen im Düngerecht informieren. Mit Reno Furmanek, Leiter der Düngebehörde bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, konnte sie einen ausgewiesenen Fachmann als Referenten gewinnen.

Außerdem werden Uwe Bühning, Geschäftsführer der Kooperation und des Wasserverbandes Wittlage, Klaus Leimbrock, Leiter des Wasserwerkes der Stadt Melle, Christian Schröder, Wasserschutzberater der Kooperation bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, und Georg Kühling vom NLWKN in Cloppenburg für Fragen und zum Austausch zur Verfügung stehen.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 15. Juni, um 18 Uhr beim Wasserverband Wittlage, Im Westerbruch 67, in Bad Essen-Rabber, statt.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt ist die Wahl der Kooperationslandwirte und deren Stellvertreter. Sie sind die Interessenvertreter der Landwirte in der Kooperation. Gleichzeitig fungieren sie aber auch als Ansprechpartner sowohl für die Bewirtschafter in den Trinkwassergewinnungsgebieten wie auch für die dortigen Wasserversorger und die Wasserschutzberater der Landwirtschaftskammer. Wahlberechtigt und wählbar sind alle Bewirtschafter innerhalb der Kooperation, die sich auf viele Teilnehmer an der Veranstaltung freut.


Lebensmittel Nr. 1 – sauber aus der Leitung

Wasserschau des Gesundheitsdienstes

Bad Essen-Rabber. Turnusmäßig führt der Gesundheitsdienst des Landkreises Osnabrück gemeinsam mit den Wasserversorgern und den Vertretern der Gemeinden im jeweiligen Versorgungsgebiet eine Wasserschau durch, bei der er die Trinkwasserspeicher- und -fördereinrichtungen kontrolliert.

Hintergrund ist der § 37 Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes, nachdem Wasser für den menschlichen Gebrauch so beschaffen sein muss, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit, insbesondere durch Krankheitserreger, auszuschließen ist.

Dementsprechend haben die Gesundheitsämter die gesetzliche Pflicht, Wassergewinnungs- und Wasserversorgungsanlagen regelmäßig zu überwachen. Die Trinkwasserverordnung wiederum legt den Umfang und das Intervall der Überwachung fest.

Vom Brunnen bis zur Armatur

Nachdem die Inspizierung im vergangenen Jahr in den Gemeinden im östlichen Teil unseres Verbandsgebietes stattgefunden hatte, waren dieser Tage die Gemeinden Belm, Bohmte und Ostercappeln an der Reihe.

Gemeinsam mit Verbandsvorsteher Rainer Ellermann und Kollegen aus der Abteilung Trinkwasserversorgung beim Wasserverband Wittlage nahmen Peter Tenhaken, Leiter Abteilung Infektionsschutz und Umwelthygiene beim Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück, und dessen Mitarbeiterinnen Silke Ruwe und Çiçek Yildirim die Einrichtungen – vom Brunnen bis zu den Armaturen im Wasserwerk – genau unter die Lupe. In den einzelnen Gemeinden kamen dann jeweils Vertreter der Bauverwaltung hinzu.

Bei der ganztägigen Bereisung war darüber hinaus auch Gelegenheit zum konstruktiven fachlichen Austausch.
Ergebnis der Untersuchung: Alles so wie es sein soll, unsere Einrichtungen der Wasserversorgung sind bestens in Schuss und hygienisch einwandfrei.


Wasserwerk Hunteburg ist jetzt Blaue Lagune

Sanierung der Behälterkammern

Hunteburg. Nach mehr als 50 Jahren im Dienste der Trinkwasserbesorgung erlebten die beiden Speicher des Wasserwerks Hunteburg eine Verjüngungskur. Schadhaftes wurde ausgebessert, die Oberfläche des Speicherinneren neu hergestellt. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten konnten dieser Tage abgeschlossen werden.

1966 wurde das Wasserwerk Hunteburg errichtet. 100 Kubikmeter Wasser werden hier stündlich aufbereitet und in zwei Behältern mit einem Volumen von jeweils 400 Kubikmetern zwischengespeichert bevor sie als Trinkwasser ins Leitungsnetz eingespeist werden. Doch auch an Bauwerken der Wasserversorgung kann der Zahn der Zeit nagen. Bei unseren Behältern in Hunteburg zeigte sich dies in Form von Abplatzungen am Deckenputz, die eine Sanierung im verputzten Bereich erforderlich machten. Beim Ablassen des Wassers im ersten Behälter wurden jedoch auch Risse und Lockerungen im gefliesten Bereich, d. h. an Boden und Wänden, sichtbar. Dort konnte sich Standwasser bilden, das immer die Gefahr einer Verkeimung mit sich bringen kann. Eine Komplettsanierung war angezeigt.

Das bedeutete aber auch, dass die Sanierung beider Behälter nicht in einem Abwasch sondern sukzessive erfolgen musste. Die Maßnahme wurde also gesplittet, d. h. im Winter 2021/2022 wurde der erste Behälter, im vergangenen Winter nun der zweite Behälter saniert. Diese Aufteilung war notwendig, da für die Arbeiten im Speicher das Wasser jeweils komplett abgelassen bzw. entnommen werden musste. Die Winterhalbjahre wurden bewusst hierfür gewählt – zum einen, weil die Kollegen in den Wintermonaten weniger in Baustellen am Leitungsnetz eingebunden sind als im übrigen Jahr, und zum anderen, weil in dieser Zeit die üblichen Wasserentnahmen geringer ausfallen als ab dem Frühjahr und damit während der Sanierungsphase die Speicherkapazität des jeweils zweiten Behälters ausreichte.

Im entleerten Behälter machten sich die Kollegen daran, Fliesen und Putz zu entfernen – eine mühsame Tätigkeit, noch dazu bei schwierigen Bedingungen. Schließlich erfolgten die Arbeiten im geschlossenen, fensterlosen Behälter und noch dazu teilweise vom Gerüst aus. Danach wurde ein ebener Untergrund hergestellt, auf dem eine Fachfirma anschließend die Oberfläche aufbringen konnte. Hierbei handelt es sich nun nicht mehr um Fliesen, sondern um eine Spezialbeschichtung aus Epoxidharz, das aufgesprüht wird. Dieses Material hat den Vorteil, dass es sich sehr glatt und lückenlos auftragen lässt, und es ist in der Fertigstellung so, wie wir uns den idealen Hintergrund für Wasser vorstellen, nämlich wasserblau.

Weit weniger malerisch sind die nächsten Projektschritte: Befüllen des Behälters, Beprobung und Wiederinbetriebnahme, sodass unsere Kunden rechtzeitig zur Gartensaison ihr Wasser dann aus der „Blauen Lagune“ erhalten. Übrigens: Ebenso wie Anschlüsse und Leitungsnetz saniert der Wasserverband Wittlage sukzessive auch seine Trinkwasserspeicher. Nach den abgeschlossenen Maßnahmen in Barkhausen und jetzt in Hunteburg steht für den kommenden Winter die Sanierung des ebenfalls in den 1960er Jahren errichteten Speichers in Lintorf an.


Umweltbildung und Naherholung im ErlebnisRaumWasser

Wasserverband Wittlage eröffnet neuen Lehrpfad in Ostercappeln

Ostercappeln. „Wasser marsch!“ hieß es am vergangenen Freitag in Ostercappeln. Dort wurde der neue Lehrpfad des Wasserverbandes Wittlage offiziell eröffnet. Spielgeräte, Plätze zum Erholen, Informationen – der neue Wasserlehrpfad hat alles, was ein familiengerechtes Umweltbildungsangebot, einen ErlebnisRaumWasser ausmacht.

Schon im Rahmen der Landesgartenschau hatte der Wasserverband Wittlage einen Wasserlehrpfad an den Start gebracht. Der Pachtvertrag für die in Harpenfeld gelegene Fläche lief jedoch aus und konnte nicht verlängert werden. Um aber das Bewusstsein innerhalb der Bevölkerung für die Bedeutung des Lebensmittels Nr. 1 gerade in Zeiten des Klimawandels zu stärken, war es dem Verband ein Anliegen, den Wasserlehrpfad weiterzuführen. Eine Fläche hierfür konnte an der Bahnhofstraße am Ortsausgang von Ostercappeln gefunden werden. Der neue Standort am Fuße des waldreichen Wiehengebirges macht ihn besonders für Erholungssuchende attraktiv. Zudem befindet sich hier ein unmittelbar vorgelagerter Parkplatz sowie der fußläufig erreichbare Wanderparkplatz und Einstiegspunkt zu Terra.Tracks, DiVa-Walk und Wittekindsweg.

Wald – Wiese – Wasserlehrpfad

Darüber hinaus ist die Lage prädestiniert für einen ökologischen Lernstandort: Nur wenige Schritte von der Anlage entfernt liegt die Grundschule „Am Wiehengebirge“ Ostercappeln, die hier gleich neben der Anlage eine Blühwiese unterhält und dazu auch mit einem benachbarten Imker zusammenarbeitet; auch Oberschule und Kindergarten sind nicht weit entfernt. Wobei: „Der ErlebnisRaumWasser will auf die Bedeutung der Ressource Wasser aufmerksam machen. Dabei soll er natürlich nicht nur den Ostercappelnern vorbehalten bleiben. Als Kombination aus Park, Spielplatz und Umweltbildungsangebot eignet er sich sowohl für Familienausflüge in der Region wie auch für Wandertage der Schulen aus dem Umland“, betont Verbandsvorsteher Rainer Ellermann.

Für seinen ErlebnisRaumWasser hat der Wasserverband Wittlage ein neues, moderneres Konzept entwickelt, das auf Interaktion setzt. An Spielgeräten, Anschauungsobjekten, einem Wasserlauf und einem Biotop lässt sich das Element Wasser erfahren, fördern und leiten. Davon machten die Gäste der kleinen Eröffnungsfeier, zu der Gemeindebürgermeister Erik Ballmeyer „am höchsten Schulstandort im Altkreis Wittlage“ auch zahlreiche Schüler der benachbarten Grundschule begrüßte, sogleich Gebrauch.

Interaktiv – vor Ort und im Netz

Modern gestaltete Schautafeln informieren zu den Themen rund ums Wasser – von seiner physiologischen Bedeutung über Wasserkreislauf, Grundwasserneubildung, Förderung, Wasserver- und Entsorgung bis hin zu den ökologischen und gesellschaftlichen Fragestellungen wie Klimawandel, Wasserverbrauch und -verteilung. Die Tafeln geben dabei jeweils einen kurzen Abriss und laden durch einfache Fragen dazu ein, sich zum jeweiligen Thema weiter zu informieren. Per QR-Code kann sich der Besucher dabei über sein Handy auf die zugehörigen Themenseiten der Verbandshomepage verlinken, wo er ausführliches Textmaterial – auch zum Download für den Unterricht – findet.

„Der Wasserlehrpfad, der übrigens mit EU-Mitteln gefördert wurde, ist als offenes Angebot konzipiert. Er soll allen Besuchern offenstehen. Niederschwellig, barrierefrei und generationenübergreifend. Als Bildungsangebot, als Erholungsraum und als Spielplatz“, fasste es Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wittlage, zusammen, bevor per Buzzer das Wasser auf dem Wasserlehrpfad freigeschaltet wurde – natürlich sehr zur Freude der anwesenden Kinder.

Hier geht's zum ErlebnisRaumWassser...


Strategien zur Versorgungssicherheit in Zeiten des Klimawandels

Gemeinsame Infoveranstaltung von Wasserverband Wittlage und Volkshochschule

Bad Essen. „Klimawandel – Herausforderungen für die kommunale Wasserwirtschaft“ war die Veranstaltung überschrieben, die der Wasserverband Wittlage gemeinsam mit der VHS Osnabrücker Land in diesem Jahr erstmals angeboten hatte. Sie ermöglichte nicht nur einen Blick hinter die Kulissen der Trinkwasserversorgung, sondern gab auch Aufschluss über die geologischen und rechtlichen Zusammenhänge der Trinkwasserförderung vor dem Hintergrund klimatischer Veränderungen.

Dass uns Trinkwasser immer und überall zur Verfügung steht, erscheint uns hierzulande ganz selbstverständlich. Doch hinter der Wasserversorgung steht eine komplexe Infrastruktur. Hinzu kommt: Lange Trockenperioden einerseits und Starkregenereignisse andererseits, stellen die Wasserwirtschaft vor besondere Herausforderungen.

Um das Thema in seiner ganzen Komplexität zu veranschaulichen, hatte der Wasserverband die Veranstaltung in zwei Termine gesplittet: Beim ersten Termin führte Wassermeister Wilhelm Tiemeyer durchs Wasserwerk in Harpenfeld, eine Woche später widmete sich Verbandsgeschäftsführer Uwe Bühning in der Geschäftsstelle den aktuellen Fragestellungen zu Klimawandel und Klimafolgenanpassung.

Fuhrpark, Lager, Labor und schließlich das Herzstück des Wasserwerks, die Trinkwasserproduktion mit Speicher und digitaler Steuerung, – es gab viel zu sehen für die Kursteilnehmer. Und es wurde klar: Von der Werkstoffkunde über Hydrologie und Biologie bis hin zu Rohrnetzbau und Elektronik ist die Wasserversorgungstechnik ein komplexes und herausforderndes Umfeld, umso mehr als es hier um nicht weniger als die kritische Infrastruktur und Versorgungssicherheit geht.

Diese auch in Zukunft sicher aufrechtzuerhalten ist die besondere Herausforderung unter dem Aspekt des Klimawandels. Denn dass dieser längst spürbar geworden ist bestätigten die Zahlen, die Uwe Bühning vorlegte: Gerade in den zurückliegenden heißen und trockenen Sommern stiegen die Verbräuche enorm, weshalb die Wasserversorger immer häufiger zur Sparsamkeit im Wasserverbrauch appellieren müssen. Schließlich dürfen Wasserversorger die ihnen entsprechend ihren Förderrechten zugebilligten Fördermengen nicht überschreiten.

Zudem lässt sich ein Rückgang bei der Grundwasserneubildung verzeichnen, den auch die vergangenen regenreichen Monate nicht wettmachen konnten. „130 Liter pro Kopf und Tag ist hierzulande der Durchschnittsverbrauch in privaten Haushalten. Wenn Sie drei Liter täglich trinken, bleiben immer noch 127 Liter…“, machte Bühning unseren mehr als großzügigen Umgang mit Wasser deutlich. Zudem sind die längerfristigen Prognosen für das Verbandsgebiet hinsichtlich Grundwasserdargebot geologisch bedingt nicht rosig, auch darauf wies Bühning hin.

Fazit der Teilnehmer: Die Wasserversorgung ist ein Thema, für das Bürger und Politik noch mehr sensibilisiert werden müssen, um Verhalten und Entscheidungen den veränderten Bedingungen anzupassen. Mit Informationsangeboten wie diesem will der Wasserverband Wittlage auch in Zukunft dazu beitragen.


Datenmodell mit Mitteln aus dem Niedersächsischen Umweltministerium

Wasserverband Wittlage investiert in nachhaltige Trinkwasserförderung

Bad Essen/Hannover. Der Wasserverband Wittlage unterhält für die ihm in der Trinkwasserversorgung angeschlossenen Gemeinden Bad Essen, Belm, Bohmte und Ostercappeln mit ihren rund 15.000 Hausanschlüssen aktuell 29 Förderbrunnen an insgesamt 8 Wasserwerken. Das Hauptleitungsnetz hat eine Länge von 700 Kilometern.

Die sich bereits deutlich abzeichnenden klimatischen Veränderungen der jüngsten Vergangenheit – längere Hitze- und Dürreperioden bei gleichzeitig unterdurchschnittlichen Niederschlägen – haben auch im Verbandsgebiet zu einer messbar reduzierten Grundwasserneubildung geführt.

Um diesen Veränderungen zu begegnen und dabei Versorgungssicherheit und Ressourcenschutz zu gewährleisten, setzt der Verband auf die Erstellung eines numerischen Grundwassermodells. Ein solches Modell trägt zum Grundwasserressourcenmanagement bei und liefert die Datenbasis für die Erschließung neuer Wassergewinnungsgebiete wie auch für die Suche nach Standorten für Förderbrunnen.

In das Modell fließen geologische und hydrologische Daten u. a. aus bestehenden Bohrungen und Messstellen ein. Damit lassen sich Untergrund und Gewässerströmung dreidimensional darstellen. Zusammen mit den aktuellen und perspektivischen Entnahmedaten ergibt sich so eine fundierte Datenbasis, um eine nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung bei gleichbleibender Trinkwasserqualität sicherzustellen – insbesondere vor dem Hintergrund einer geogenen Grundwasseraufsalzung in den Trinkwassergewinnungsgebieten Bohmte und Harpenfeld.

Mit der Modellierung und deren Implementierung hat der Wasserverband ein Planungsbüro beauftragt. Das Projekt wird mit ca. 100.000 Euro beziffert. „Wir freuen uns sehr über die Förderung dieser strategischen Neuausrichtung in Höhe von 82.070 Euro durch das Land Niedersachsen und gehen davon aus, dass das Modell uns bereits im kommendem Jahr Daten zur Verfügung stellt“, sagt Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wittlage.

Das Niedersächsische Umweltministerium, das im Rahmen der Förderrichtlinie „Klimafolgenanpassung Wasserwirtschaft“ Vorhaben unterstützt, die die Wasserwirtschaft an die Auswirkungen der Klimakrise anpassen und helfen, ein integriertes und nachhaltiges Wassermengenmanagement zu verankern, würdigt das Projekt als beispielhaft dafür, wie die Klimafolgenanpassung in der Wasserwirtschaft aussehen kann“, so Umweltminister Christian Meyer.

Unser Foto zeigt Brunnen 8 in Harpenfeld: Allein die Ziffer macht deutlich, dass aufgrund geologischer Gegebenheiten manchmal mehrere Brunnen mit geringerer statt eines Brunnens mit großer Förderleistung angezeigt sein können. Das numerische Datenmodell lässt in diesem Zusammenhang besonders genaue und nachhaltige Planungen zu.


Mit Teamgeist und Perspektive

Azubi-Projektwoche beim Wasserverband Wittlage

Wittlage. Die Tätigkeiten beim Wasserverband Wittlage sind vielfältig – ebenso wie die Möglichkeiten, dort eine Ausbildung zu machen. Inzwischen bildet der Verband in sechs Berufen aus

  • Fachkraft für Wasserversorgungstechnik (m/w/d)
  • Fachkraft für Abwassertechnik (m/w/d)
  • Land- und Baumaschinenmechatroniker (m/w/d)
  • Tiefbaufacharbeiter, Schwerpunkt Rohrleitungsbau (m/w/d)
  • Elektroniker für Betriebstechnik, Schwerpunkt Betriebsanlagen/Betriebsausrüstung (m/w/d)
  • Kauffrau/-mann für Büromanagement (m/w/d)

Gerade die umfangreiche Qualifizierung bringt es aber mit sich, dass unsere Auszubildenden an unterschiedlichen Betriebsstätten im Einsatz sind. So übt der Wasserversorgungstechniker seine Tätigkeit vorwiegend im Wasserwerk aus, während der Mechatroniker sich meist in Werkstatt und Fahrzeughalle aufhält. Wie leicht geraten da im fachbezogenen Arbeitsalltag die Belange anderer Abteilungen aus dem Blickfeld, umso mehr, wenn man noch am Anfang seines Berufslebens steht und auf seine Ausbildung konzentriert ist!

Um den Perspektivwechsel zu erleichtern und damit man sich als Team besser kennenlernt, gibt es beim Wasserverband Wittlage eine gemeinsame Azubi-Projektwoche. Eine Woche lang arbeiten unsere Auszubildenden aller Berufe an einem gemeinsamen Projekt. In diesem Jahr stand die Sanierung der Hochwasserentlastung an der Hunte in Bad Essen-Wittlage auf dem Programm. Hier wurde die Zuwegung entkrautet, die Geländer und andere Stahlkonstruktionen gereinigt, funktionstechnisch überprüft und schadhafte Teile instandgesetzt, bevor zum Pinsel gegriffen und neuer Lack aufgebracht wurde. So lernten unsere Auszubildenden nicht nur die wasserbauliche Einrichtung am Fließgewässer sondern auch die Kollegen aus den anderen Abteilungen besser kennen. Den Abschluss der Projektwoche bildete ein gemeinsames Grillen mit Ausbildern und Geschäftsführung.


Wir fangen die Sonne ein!

Wasserverband Wittlage nutzt Solarenergie am Wasserwerk Hunteburg

Hunteburg. Der Wasserverband Wittlage setzt auf Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien. Sukzessive statten wir unsere Betriebsstätten – wo baulich möglich und energetisch effizient – mit Photovoltaikanlagen aus. So auch unser Wasserwerk in Hunteburg, wo dieser Tage eine solche Anlage installiert wurde.

Insgesamt fand 125 PV-Module Platz auf dem dortigen Walmdach. Sie erbringen eine Leistung von 50 kWp. Die jährlich zu erwartenden 40,60 MWh, die die Anlage erzeugt, werden komplett für den Betrieb des Wasserwerks genutzt. Sie verringern damit erheblich die für den dortigen Verbrauch von derzeit jährlich 240 MWh bezogene Strommenge.


Auch Bakterien müssen essen und atmen

Grundschule Bissendorf besucht die Kläranlage in Achelriede

Bissendorf. Schneeregen und Wind konnten die Drittklässler und ihre Lehrerinnen nicht schrecken, trotz des Schmuddelwetters besuchten sie die Kläranlage des Wasserverbandes Wittlage in Bissendorf. Schließlich waren sie gut vorbereitet: Das Thema Wasser mit all seinen Zusammenhängen hatten sie im Sachunterricht durchgenommen. Und so waren sie schon fast Experten in Sachen Abwasserreinigung. Sie wussten, dass Bakterien im Belebungsbecken den Schmutz im Abwasser „essen“ und Sauerstoff zum atmen brauchen. Sie wussten, dass das Abwasser, bevor es gereinigt in den nächsten Bach geleitet wird, noch das Nachklärbecken durchlaufen muss. Und sie wussten, dass man Abfälle nicht ins Klo werfen darf. Dass das aber auch ganz besonders für Feuchties gilt, schien dann einige doch zu verwundern. „Was passiert denn dann, warum ist das denn so schlimm?“, wollten die Kinder wissen. „Feuchties lösen sich nicht auf wie normales Toilettenpapier. Sie sind reißfest und verknoten sich“, erklärte Ralf Schmieding – und dass die Tücher dadurch die Kanalrohre verstopfen und die Abwasserpumpen beschädigen.

Aber die Kinder hatten noch mehr Fragen an den Fachmann. Wie tief ist das Becken? Gibt es hier auch Tiere? Was machen Sie alles in ihrem Beruf? Geduldig beantwortete Ralf Schmieding alle Fragen und alle erfuhren, dass das Becken etwa vier Meter tief ist, dass es natürlich auch Vögel und andere Tiere auf der Anlage gibt, aber durch den Zaun keine größeren Tiere hineingelangen können. Und schließlich lernten sie, wie Ralf Schmiedings Arbeitsalltag aussieht: „Wir kontrollieren die Technik der Kläranlage, damit alles immer ohne Probleme läuft. Wir nehmen Proben und untersuchen diese, wir prüfen das Kanalnetz und reinigen es bei Bedarf. Und wir kümmern uns auch um den Standort der Kläranlage an sich, damit hier alles immer ordentlich ist.“

Offenbar ist der Beruf des Abwassertechnikers, der zu den Umweltschutzberufen gehört, sehr abwechslungsreich. Wenn dazu gehört, so aufgeweckten und interessierten jungen Besuchern, wie den Bissendorfer Kindern, zu erklären, wie aus dem Wasser aus Spüle, Waschmaschine und Toilette wieder sauberes Wasser wird - dann umso mehr!


Mehr als nur heiße Luft

Wasserverband Wittlage ist nachhaltig – auch bei Strom und Wärme

Bad Essen/Schwagstorf. Energie sparen, das ist die große gesamtgesellschaftliche Herausforderung unserer Zeit – um Ressourcen und Klima zu schützen, aber auch um die Versorgungssicherheit gerade im Winter zu gewährleisten. Der Wasserverband Wittlage setzt für die Versorgung seiner Gebäude, Maschinen und Anlagen mit Strom und Wärme schon lange auf erneuerbare Energien, die er zum Großteil selber produziert, etwa aus Sonnen- und Windenergie.

Neu im Energie-Portfolio des Verbandes ist jetzt eine Luftwärmepumpe, die zur Beheizung der Sozial- und Betriebsräume an der Kläranlage in Ostercappeln-Schwagstorf eingesetzt wird. Das Prinzip dahinter: Die Luftwärmepumpe bezieht ihre Ansaugluft aus einem stark aufgeheizten Gebläseraum und macht damit die Abwärme dieser Gebläse optimal nutzbar.

Im Gebläseraum befinden sich vier große Kompressoren, die als Gebläse fungieren und mit denen über eine Sammelleitung die Belüftung im Belebungsbecken der Kläranlage betrieben wird. Mittels dieser Belüftung wird dem vorgeklärten Abwasser Sauerstoff zugesetzt, wodurch sich die Bakterien vermehren und, vereinfacht gesagt, den im Wasser gelösten Schmutz „auffressen“. Da bei Kompressoren unter dem Strich fast hundert Prozent elektrische Energie in Wärme umgewandelt werden und auch die Sammelleitung selbst Wärme abstrahlt, ist es im Gebläseraum natürlich sehr warm – ideal also, um diese Wärme zu nutzen.

Dies geschieht nun über die Luftwärmepumpe. Sie wiederum erzeugt das Vierfache der für ihren Eigenbetrieb erforderlichen elektrischen Energie an Wärmeenergie. Vereinfacht ausgedrückt: Ein Kilowatt elektrische Energie entspricht vier Kilowatt Wärmenergie, die für die Heizung der Räume zur Verfügung steht. Durch den geringeren Einsatz fossiler Brennstoffe für Heizzwecke verringert sich somit entsprechend der CO₂-Ausstoß. So wird der Wasserverband Wittlage für die Heizung in den Gebäuden seiner Kläranlage in Schwagstorf statt bisher jährlich 7,6 Tonnen CO₂ aus der Verbrennung von Erdgas zukünftig jährlich umgerechnet nur noch etwa 1,9 Tonnen CO₂ emittieren.

Eine weitere größere Einsparung ist darüber hinaus ab April zu erwarten, wenn durch den Bau einer Photovoltaikanlage mit 110 Kilowatt Nennleistung auf den Dachflächen der Kläranlage auch der Fremdbezug an Strom deutlich gesenkt werden kann.


Gemeinsam für erneuerbare Energien

Gemeinden und Wasserverband kooperieren beim Windrad in Belm-Haltern

Bad Essen/Belm/Wallenhorst. Erneuerbare Energien lokal nutzbar machen – mit einer Windkraftanlage in Belm-Haltern geben der Wasserverband Wittlage und die Gemeinden Belm und Wallenhorst der Energiewende in der Region Rückenwind.

Bau und Betrieb der Anlage verantwortet die Firma Depo aus Wallenhorst, die auch zu einem Drittel an der Anlage beteiligt ist. Zu je einem weiteren Drittel sind die Gemeinden Wallenhorst und Belm daran beteiligt – die Gemeinde Wallenhorst über deren Tochterunternehmen, die Gemeindewerke Wallenhorst GmbH, die Gemeinde Belm über den Wasserverband Wittlage, dem sie seit 2018 angehört. Die entsprechenden Verträge wurden im vergangenen Dezember unterzeichnet.

Bei einem Termin vor Ort stellten nun die Bürgermeister von Belm und Wallenhorst, Viktor Hermeler und Otto Steinkamp, gemeinsam mit Rainer Ellermann, Vorsitzender der Verbandsversammlung, und Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wittlage, sowie Martin Kock und Dr. Arndt Schumacher, beide von der Betreiberfirma Depo, die Anlage der Presse vor. Alle äußerten übereinstimmend, dass regenerative Energien ein zukunftsfähiger Beitrag zur Versorgungssicherheit sind und eine Beschleunigung bei der Realisierung entsprechender Projekte erforderlich ist – natürlich immer im Konsens mit den Belangen der Bürger und dem Artenschutz.

Die Anlage in Belm-Haltern verfügt über eine Nennleistung von 3,45 Megawatt. Sie soll pro Jahr etwa 7.000 Megawattstunden Strom erzeugen, was dem Stromverbrauch von umgerechnet etwa 1.700 Vierpersonenhaushalten entspricht. Die Nabenhöhe der Anlage vom Typ Vestas V112 beträgt 143 Meter. Um den Schutz von Vögeln und Fledermäusen zu gewährleisten, verfügt die Anlage über eine Abschalteinrichtung.

Bereits seit 2014 betreibt der Wasserverband Wittlage mit den drei Wittlager Gemeinden eine Windenergieanlage im Windpark Bad Essen-Brockhausen. Über diese Anlage speist er jährlich durchschnittlich sieben Gigawattstunden Energie ins öffentliche Netz ein. Etwaige Überschüsse kommen den Trinkwasser-Kunden in den drei Wittlager Kommunen zugute. Sie sichern mithin die Gebührenstabilität in der dortigen Trinkwasserversorgung. Von den Überschüssen aus der Belmer Anlage sollen die Belmer Gebührenzahler profitieren.

Unser Foto zeigt v. l. Rainer Ellermann, Uwe Bühning (beide Wasserverband Wittlage), Martin Kock, Dr. Arndt Schumacher (bei Depo), Otto Steinkamp (Bgm. Wallenhorst), Viktor Hermeler (Bgm. Belm).


Wir gratulieren!

Wasserverband Wittlage ehrte langjährige Mitarbeiter

Bad Essen. 20, 30, ja sogar 40 Jahre Betriebszugehörigkeit - heute ist das die absolute Ausnahme. Umso mehr freut sich der Wasserverband Wittlage, sich abermals bei zahlreichen Mitarbeitern für die gehaltene Treue zum Unternehmen bedanken zu können. Zu einer kleinen Feierstunde waren die Kollegen mit ihren Abteilungsleitern, mit einem Vertreter des Personalrates, mit dem Geschäftsführer und den Verbandsvorstehern von Wasserverband Wittlage und Unterhaltungsverband Nr. 70 "Obere Hunte" (UHV 70) in der Geschäftsstelle in Rabber zusammengekommen, um ein kleines Dankeschön in Empfang zu nehmen. Bei der Gelegenheit gab es viel zu erzählen aus Verbands- und Ortsgeschichte, aus Arbeitsalltag früher und heute.

Unsere Aufnahme zeigt (von links): 

vordere Reihe: Hermann Steuwer (Vorstand UHV 70), Heinz-Jürgen Quade (Mitarbeiter Bauhof, 40 Jahre Betriebszugehörigkeit), Thomas Friehe (Bauhof, 40 Jahre), Martin Langkamp (Abwasser, 30 Jahre), Frank Diekhof (Abwasser, 30 Jahre), Uwe Bühning (Geschäftsführer Wasserverband Wittlage und UHV 70);
hintere Reihe: Udo Wessendorf (Mitarbeiter Bauhof, in diesem Jahr nach 24 Jahren Betriebszugehörigkeit in den Ruhestand verabschiedet), Rainer Ellermann (Vorstand Wasserverband Wittlage), Ralf Schmieding (Abwasser, 25 Jahre), Marius Rieger (für den Personalrat).
Auf dem Foto fehlt: Karsten Seidel (Mitarbeiter Verwaltung, 25 Jahre).

 

 


Wasserverband Wittlage ist Zukunftsmacher

Preis für vorbildliche Ausbildung im Wittlager Land

Bad Essen. Die drei Wittlager Gemeinden haben den Wasserverband Wittlage mit dem Preis

„Zukunftsmacher. Der Ausbildungsbetrieb 2022 im Wittlager Land“

ausgezeichnet. In der Auszeichnung enthalten: Der Dreh eines professionellen Imagefilms. Das Projekt „Zukunftsmacher“ wird vom ILE-Regionalmanagement Wittlager Land umgesetzt.

Die gemeinsame Initiative der Gemeinden Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln würdigt damit das überdurchschnittliche Engagement des Wasserverbandes Wittlage für Qualifizierung und damit auch für den Standort Wittlager Land. Dies hob Bad Essens Bürgermeister Timo Natemeyer stellvertretend auch für die Vertreter der Gemeinden Bohmte und Ostercappeln in seiner Laudatio deutlich hervor. Die Auszeichnung des Wasserverbandes Wittlage mache gewissermaßen doppelt stolz – schließlich seien die drei Wittlager Gemeinden nicht nur Preisstifter, sondern auch Gründungsmitglieder des Verbandes.

Verbandsvorsteher Rainer Ellermann und Verbandsgeschäftsführer Uwe Bühning unterstrichen die Bedeutung des qualifizierten Nachwuchses besonders auch in Sachen Daseinsvorsorge. Die Wasserver- und Entsorgung sei längst „HighTech“ und stelle sich den Herausforderungen, die u. a. der Klimawandel für die Infrastruktur darstelle.

Berufliche Qualifikation, die Entwicklung der Persönlichkeit und sozialer Kompetenzen – all das trägt zu einer gelungenen Ausbildung bei, wie sie der Wasserverband Wittlage jungen Menschen ermöglicht.

Familiäres Betriebsklima

Mit rund 70 Mitarbeitern lässt seine Unternehmensgröße bei aller Professionalität ein familiäres Betriebsklima zu. Die Auszubildenden sind dabei stets in engem Kontakt mit Ausbildern und Kollegen. Dadurch entsteht ein motivierendes Miteinander, in dem der Einzelne durch die Arbeit am gemeinsamen Projekt gefordert und gefördert wird. Gerade in der Altersgruppe der Schulabgänger erweist sich dies im Übergang in den Beruf als äußerst hilfreich und stützend.

Darüber hinaus ist der Wasserverband Wittlage im wahrsten Wortsinne ein „Zukunftsmacher“: Klimafolgenanpassung und Versorgungssicherheit sind Themen der Zukunft, mit denen sich auch gerade junge Menschen auseinandersetzen. Beim Wasserverband Wittlage können sie diesen Herausforderungen ganz praktisch begegnen.

Herausfordernd war auch der Dreh des Imagefilms. Am heißesten Tag des Jahres wurden die Auszubildenden in ihrem beruflichen Alltag mit der Kamera begleitet – in der Verwaltung, in Werkstatt und Maschinenhalle, auf der Baustelle, in Wasserwerk und Klärwerk. Alle Stationen zeigen: Eine Ausbildung beim Wasserverband Wittlage ist abwechslungsreich und bildet ein solides Fundament für die berufliche Zukunft. Zudem bestehen bei erfolgreich absolvierter Ausbildung sehr gute Chancen auf Übernahme in ein Beschäftigungsverhältnis mit allen Vorteilen des öffentlichen Dienstes.

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Steigende Energiepreise wirken sich auf Trinkwassergebühr aus

Wasserverband Wittlage passt seine Kalkulation an

Bad Essen. Die enorme Verteuerung der Energiekosten bleibt auch für die Wasserversorgung nicht ohne Folgen, denn die Steigerung der Bezugspreise für Strom wirkt sich auf energieintensive Abläufe wie die Trinkwasserförderung und -verteilung besonders aus. So kommt auch der Wasserverband Wittlage nicht umhin, zum kommenden Jahr seine Trinkwassergebühren in den Wittlager Gemeinden anzuheben. Dies ergab die Kalkulation, die Geschäftsführer Uwe Bühning in der jüngsten Verbandsversammlung im Bürgerhaus Bissendorf vorstellte.

Das Licht ausschalten, beim Herd die Restwärme nutzen – im privaten Haushalt wird angesichts der explodierenden Strompreise gespart, wo immer es möglich ist. Bei der Trinkwasserversorgung kann nicht einfach abgeschaltet werden. Pumpen und andere technische Anlagen müssen zuverlässig laufen, schließlich sind Menge und Qualität des Trinkwassers jederzeit sicherzustellen. Das kostet viel Energie, weshalb der Wasserverband Wittlage zum Nutzen seiner Kunden schon lange auf Energieeffizienz setzt.

Für seine Anlagen, Werkstätten und Bürogebäude nutzt der Wasserverband Wittlage schon heute überwiegend erneuerbare Energien. Er betreibt eine Windkraftanlage und unterhält mehrere Photovoltaikanlagenauf den Dächern seiner Betriebsgebäude. Hinzu kommen eine Hackschnitzelheizungam Verwaltungssitz in Bad Essen-Rabber sowie ein Blockheizkraftwerkauf der Kläranlage in Bad Essen-Wittlage.

„Dennoch müssen auch wir Strom zukaufen – und das, was wir hinzukaufen, unterliegt dem Markt. Dort aber ist aktuell der Nettobezugspreis für Strom um das Sechsfache gestiegen“, beschreibt Verbandsgeschäftsführer Uwe Bühning die Situation. Eine Situation, in der sich der Wasserverband gezwungen sieht, seine Gebühren anzupassen. Dazu ist er nach dem Niedersächsischen Kommunalabgabengesetz (NKAG) sogar verpflichtet.

Welche Gebühren im kommenden Jahr damit auf die Kunden des Wasserverbandes zukommen, wird sich am Ende des Geschäftsjahres genau sagen lassen; der Wasserverband wird die Verbraucher zeitnah informieren. Zum jetzigen Zeitpunkt ist für einen Vier-Personen-Haushalt in den Gemeinden Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln beim Trinkwasserbezug von monatlichen Mehrkosten von etwa 3,24 Euro auszugehen.

Die gute Nachricht: Sowohl in Ostercappeln und Bad Essen wie auch in der Gemeinde Belm dürften sich die Abwassergebühren sogar verringern – denn ebenso wie der Gesetzgeber eine Gebührenerhöhung bei einer Kostenunterdeckung vorsieht, ist nach dem NKAG eine Gebührensenkung bei Kostenüberdeckung vorzunehmen.

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Bauarbeiten zum neuen Wasserlehrpfad in Ostercappeln gestartet

Wasserverband Wittlage schafft Erlebnisraum

Ostercappeln. Schweres Gerät, schwere Steine: Was tut sich da wohl auf der Wiese neben unserem Parkplatz? Das dürften sich die Ostercappelner Kinder gefragt haben, als sie nach den Sommerferien zurück an ihre Grundschule kamen. Die Antwort: Hier entsteht der neue Wasserlehrpfad des Wasserverbandes Wittlage – ein Erlebnisraum rund ums Thema Wasser.

Der trockene Sommer hat es erneut deutlich gemacht: Wasser ist unser Lebenselixier. Unsere Natur, unsere Industrie und Landwirtschaft, unser Alltag – nichts geht ohne Wasser. Der Wasserverband Wittlage versorgt seine Kunden zuverlässig und rund um die Uhr mit frischem, sauberem Trinkwasser, das er aus dem Grundwasser fördert. Außerdem reinigt er unser Schmutzwasser und steuert die Rückhaltung und Ableitung von Regenwasser, egal wie stark die Niederschläge sein sollten. Wie das alles funktioniert, wo das Wasser herkommt und wofür wir es brauchen – all das und noch mehr wird man beim Besuch des neuen Wasserlehrpfades erfahren.

Interaktive Stationen und Infos aufs Handy

Schautafeln werden dabei einen kurzen Überblick zum jeweiligen Thema geben, per QR-Code und Handy kann man weitere Informationen abrufen. Darüber hinaus wird aber Wasser in dem entstehenden kleinen Parkgelände an interaktiven Stationen auch erfahrbar sein. Dabei soll die Anlage möglichst naturnah gestaltet werden – als ökologischer Lernstandort in unmittelbarer Nähe zur Grundschule und unweit von Wanderparkplatz und diversen Wanderwegen. 

„Bei der neuen Anlage handelt es sich quasi um die Fortführung des ‚alten‘ Lehrpfades in Harpenfeld, allerdings in zeitgemäßerer Form und an zugänglicherer Stelle“, erklärt Verbandsgeschäftsführer Uwe Bühning. Der Pachtvertrag für die Fläche des seinerzeit im Rahmen der Landesgartenschau errichteten Lehrpfades war ausgelaufen und konnte nicht verlängert werden. Zudem war der bisherige Standort kaum noch im Bewusstsein der Bürger. Daher fiel die Wahl auf das Gelände in Ostercappeln mit seinen genannten Vorzügen.

Und wann heißt es „Wasser marsch!“ auf dem neuen Wasserlehrpfad? „Sobald die Tiefbauarbeiten abgeschlossen sind, werden die Gehölze gepflanzt, sodass die Anlage nach dem Winter als Erlebnisraum Wasser zugänglich sein soll“, so der Wasserverband Wittlage.

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Klimawandel und Energiekrise

Wasserverband Wittlage: Versorgungssicherheit durch moderne Infrastruktur

Bad Essen. Alles scheint derzeit teurer zu werden – vor allem die Preise für Energie. Aber wie sieht es mit den Kosten für Wasser und Abwasser aus? Und: Ist unsere Wasserversorgung angesichts der langanhaltenden Trockenperioden sicher? Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wittlage, gibt Auskunft.

Wie ist die aktuelle Versorgungslage?

Trotz des heißen und trockenen Sommers sind wir im Versorgungsgebiet des Wasserverbandes Wittlage recht gut aufgestellt. Die jährliche Abgabemenge an unsere Kunden liegt bei ca. vier Millionen Kubikmeter.

Diese Menge können wir gewährleisten, indem wir einerseits über die entsprechenden Wasserrechte verfügen und andererseits beizeiten vernetzt geplant haben. Konkret bedeutet das:

Wir halten die Wasserrechte für eine jährliche Fördermenge von 5,05 Millionen Kubikmetern. Über unsere eigenen Anlagen fördern wir jährlich 4 Millionen Kubikmeter. Hinzu kommen jährlich weitere 600.000 Kubikmeter, die wir von den Stadtwerken Osnabrück (SWO) beziehen. Vor zwei Jahren haben wir dazu in Wallenhorst-Rulle eine Übergabestation errichtet, die über eine eigens dafür gelegte Versorgungleitung das Wasser in unser Wasserwerk in Engter-Niewedde befördert. Stündlich fließen 68 Kubikmeter Wasser durch diese Leitung, für die wir eine knappe Million Euro in die Hand genommen haben.

Wie sind die Verbräuche?

Normalerweise liegt die durchschnittliche tägliche Abgabe im Versorgungsgebiet des Wasserverbandes Wittlage bei 10.700 Kubikmetern, an heißen Tagen steigt sie auf bis zu 16.000 Kubikmeter. Allein diese Zahlen zeigen, dass Verbraucher aufgefordert sind, sorgsam mit Wasser umzugehen, schließlich ist und bleibt Trinkwasser unser Lebensmittel Nr. 1.

Und was tut der Wasserverband?

Um Entnahmespitzen abfedern zu können, haben wir knapp zwei Millionen Euro investiert und in Lintorf unseren großen Trinkwasserspeicher mit einem Fassungsvermögen von 2.000 Kubikmetern gebaut. Hier können wir Trinkwasser aus verschiedenen Wasserwerken einspeisen. Gerade für den Osten unseres Verbandsgebietes bedeutet dies weitreichende Versorgungssicherheit.

Ist auch die Qualität des Trinkwassers gesichert?

Nach wie vor müssen wir in unserem Versorgungsgebiet vor allem zwei Beeinträchtigungen der Trinkwasserqualität entgegenwirken: Zum einen der Nitratbelastung, wie sie vor allem bei den Brunnen innerhalb der Gemeinde Belm gegeben ist, zum anderen der Chloridbelastung, wie wir sie besonders im Hauptgewinnungsgebiet des Altkreises Wittlage, nämlich im Bereich Harpenfeld, vorfinden. Wir befinden uns dort im Urstromtal der Weser. Dieses ist zwar sehr wasserreich, weist aber mancherorts eine gewisse Aussalzung auf. Um die zulässigen Gehalte im Trinkwasser nicht zu überschreiten, muss im Wasserwerk salz- bzw. nitratärmeres Wasser beigemischt werden.

Sind also weitere Brunnen geplant?

Ja, aber in erster Linie als Ersatzbrunnen aus dem vorgenannten Grund.

Wie wirken sich Investitionen aber auch steigende Energiekosten auf den Wasserpreis aus?

Der Wasserverband Wittlage tätigt bereits seit Jahren umfassende Investitionen in die Versorgungs-sicherheit. Die intakte Infrastruktur der kommunalen Wasserwirtschaft ist eine unverzichtbare Grundlage für eine gute Entwicklung unserer Mitgliedsgemeinden. Es gilt nach wie vor, den „Schatz unter der Straße“, unser Kanal- und Leitungsnetz, für die Anforderungen der Zukunft fit zu machen, wie es beispielsweise aktuell an der Bad Essener Lindenstraße geschieht.

Entsprechend kontinuierlich führen wir auf allen technischen Anlagen, darunter 29 Brunnen, acht Wasserwerke und acht Kläranlagen, Betriebsoptimierungen durch und halten die Versorgungsnetze instand. Die dafür notwendigen Investitionen werden bereits seit Jahren in der Gebührenkalkulation kontinuierlich berücksichtigt, sodass daraus keine exorbitanten Steigerungen zu erwarten sind.

Besorgniserregend ist allerdings aktuell die Entwicklung der Energiepreise. Sowohl die Wasserversorgung als auch die Abwasserbeseitigung gelten als energieintensive Betriebe mit erheblichem Strombedarf. Die sich aktuell abzeichnenden Energiebezugskosten werden in einigen Bereichen des Verbandes unweigerlich zu einer Gebührenerhöhung führen.

Der WV Wittlage ist zwar im Vergleich zu anderen Ver- und Entsorgern über Wind- und Sonnenergie sowie ein Blockheizkraftwerk schon recht gut im Bereich der regenerativen Energieerzeugung aufgestellt, aber die Energieerzeugung bzw. die Erträge daraus werden die notwenigen Mehraufwendungen für die Strombeschaffung nicht decken.

Wie sieht die Wasserversorgung der Zukunft angesichts des Klimawandels aus?

Insbesondere auch unter Beachtung des im vergangenen Jahr veröffentlichten „Zukunftskonzeptes Wasserversorgung des Landkreises Osnabrück“ ergeben sich für unser Verbandsgebiet Handlungsfelder wie bspw. die Analyse der prognostizierten Grundwasserneubildungsentwicklung mit dem Fokus auf die Zehrungsgebiete im Norden und Osten des Verbandsgebietes, Umsetzung von Maßnahmen zur Verbrauchsminderung bzw. Möglichkeiten zur Substitution des Grundwasserbedarfs sowie ggf. Anpassung der Speicherkapazitäten, um resilienter gegenüber trockenwetterbedingten Spitzenbedarfen aufgestellt zu sein.

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Bei Kammerflimmern und Herzstillstand schnell zur Stelle

Mobiler Defibrillator in der Geschäftsstelle von Wasserverband Wittlage und UHV 70

Rabber. Wenn das Herz aus dem Takt kommt, zählt jede Sekunde. Für die Erste Hilfe kann dann ein Defibrillator lebensrettend sein. Im Eingangsbereich der gemeinsamen Geschäftsstelle von Wasserverband Wittlage und Unterhaltungsverband Nr. 70 „Obere Hunte“ in Rabber befindet sich seit kurzem ein solches Gerät, das auch mobil zum Einsatz kommen kann.

Ein Defibrillator ist ein Gerät, das einen kontrollierten Stromstoß abgibt und damit zur Wiederbelebung eingesetzt werden kann. Moderne Geräte, wie jenes, das der Wasserverband Wittlage jetzt angeschafft hat, sind dabei so ausgestattet, dass auch Laien damit problemlos umgehen können. Wird das Gerät aktiviert, so werden dem Anwender im Display sowie über Sprachausgabe die jeweiligen Schritte angezeigt. Über Elektroden misst der Defibrillator die Herzfrequenz und löst im Bedarfsfall selbständig den Stromstoß zur Reanimation aus. Die Anschaffung des „Defi“, wie das Gerät kurz genannt wird, war dem Wasserverband Wittlage insofern eine wirkliche Herzensangelegenheit – nicht zuletzt, weil Verbandvorsteher Rainer Ellermann auch das Amt des Präsidenten des DRK Kreisverbandes Wittlage bekleidet.

Leicht zu bedienendes Profigerät

„Bei dem hier installierten Defi handelt es sich um ein Profigerät, das absolut kompatibel mit den Geräten im Rettungswagen ist. Die Elektroden können dadurch für weitere Messungen und Anwendungen während des Transports am Patienten verbleiben“, erklärt Fabian Fietz. Er ist Werkstattleiter beim Wasserverband Wittlage und ausgebildeter mobiler Retter, der, sobald er von der Rettungsleitstelle alarmiert wird, den mobilen Defibrillator schnell zum jeweiligen Einsatzort bringen und dort nutzen kann.

Der mobile Einsatz zum Wohle der Region war denn auch ein Beweggrund für den Wasserverband Wittlage, den Defi anzuschaffen. „Gerade in der Fläche ist es wichtig, lebensrettende Maßnahmen auf kurzem Wege zur ermöglichen“, sagt Verbandsgeschäftsführer Uwe Bühning. Und Rainer Ellermann ergänzt: „Zwar sind die Rettungssanitäter durch die neue Rettungswache in Ostercappeln schneller ,auf der Straße‘, aber ihr Einzugsgebiet ist auch sehr groß.“ Tatsächlich umfasst das Versorgungsgebiet der Wache die Gemeinden Bad Essen, Belm, Bissendorf, Bohmte und Ostercappeln – und mitunter geht es auch ins angrenzende Westfalen.

37 Mitarbeiter zählt der Ostercappelner Rettungsstab. Einer davon ist DRK-Kreisbereitschaftsleiter Kai Kuckert, der eigens nach Rabber kam, um sich beim Wasserverband Wittlage für die Bereitstellung des Defis zu bedanken und die Gelegenheit für einen Appell zu nutzen: „Der allererste Schritt, wenn man eine bewusstlose Person vorfindet, ist immer: Die Rettung über 112 benachrichtigen!“ Denn auch wenn der Patient mit dem Defibrillator wiederbelebt werden kann, so sei doch eine weitere professionelle Kontrolle und Behandlung erforderlich, so Kuckert.

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Vielseitig einsetzbar: Wasserverband Wittlage verfügt jetzt über ein Trinkwasser-Mobil

Bad Essen. Wasser „on the road“ – die neuen mobilen Wassertanks des Wasserverbandes Wittlage können ganz flexibel zum Einsatz kommen. Sie sind immer rasch zur Stelle, falls die Wasserversorgung etwa wegen Rohrbruchs einmal unvorhergesehen unterbrochen sein sollte oder bei Bauarbeiten kurzfristig überbrückt werden muss.

Bedarfsgerecht

Der Wasserverband Wittlage hat drei Edelstahltanks in zwei verschiedenen Größen konzipiert und anfertigen lassen. Mit einem Fassungsvermögen von 1.200 Litern bzw. 2.400 Litern können die Behälter je nach Bedarf eingesetzt bzw. kombiniert werden.

Zukunftssicher

Ein weiterer Anlass für den Einsatz der mobilen Tanks, den man sich nicht ausmalen mag, der aber angesichts des Klimawandels von niemandem für die Zukunft nicht vollends ausgeschlossen werden kann: Sollte es einmal zu einem Wassernotstand kommen, können sich die Bürger am Tankwagen mit Wasser fürs Nötigste versorgen.

Die Anschaffung von Tanks, Ausstattung, Gehäuse und Anhänger erfolgte mit Unterstützung aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung für Maßnahmen im Bereich der Wassersicherstellung über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

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Wir gratulieren!

Wir gratulieren unserer ehemaligen Auszubildenden Margarita Keller zum erfolgreichen Abschluss!

Die frisch gebackene Kauffrau für Büromanagement hat bei uns ihre Ausbildung absolviert. Drei Jahre, die wie im Flug vergingen und nun von super Zeugnissen gekrönt werden.
Die Tür von Wasserverband Wittlage, Unterhaltungsverband Nr. 70 „Obere Hunte“ und Hunte Dienstleistungs GmbH steht ihr auf jeden Fall offen!

Übrigens: Wir bilden aus in den Berufen:

  • Fachkraft für Wasserversorgungstechnik (m/w/d)
  • Fachkraft für Abwassertechnik (m/w/d)
  • Kauffrau/-mann für Büromanagement (m/w/d)
  • Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik (m/w/d)
  • Tiefbaufacharbeiter, Schwerpunkt Rohrleitungsbau (m/w/d)

Wir bieten eine abwechslungsreiche und umfassende Ausbildung in einem modernen Unternehmen der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung – mit den Vorteilen und Perspektiven einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst.

Mehr unter www.wv-wittlage.de/karriere/ausbildung


Reduzierter Trinkwassergebrauch bei Trockenheit und Hitze

Wasserversorger warnen vor Stresstest für die Trinkwasserversorgung

Bad Essen. Regionale Wasserversorger, darunter der Wasserverband Bersenbrück, der Wasserverband Wittlage, die Stadtwerke Osnabrück und das Wasserwerk der Stadt Melle, warnen angesichts der anhaltenden Trockenheit und der kommenden Hitze vor unnötigem Wasserverbrauch. Problematisch sei der stark ansteigende Verbrauch privater Haushalte. „Die Gartenbewässerung und die Befüllung von größeren Pools mit Trinkwasser kann im Sommer zu einem Problem werden“, so die Kooperation regionaler Trinkwasserversorger.  Rasensprenger verteilten in einer Stunde bis zu 800 Liter Trinkwasser. Das kann die Infrastruktur der Versorgung an ihre Grenzen bringen. Zurzeit zeigt sich eine dauerhafte Trockenphase mit geringen Niederschlägen und extreme Hitzetage sind prognostiziert. Deshalb wird es für alle zunehmend wichtig, während dieser Perioden in allen Lebensbereichen sorgsam mit dem Trinkwasser umzugehen und jeden unnötigen Verbrauch zum Schutz auch der Grundwasserressourcen einzuschränken.

Als Warnung dienen die oberflächennahen Messstellen, die im Osnabrücker Land sehr niedrige Wasserstände aufzeigen. Es fehlt Regen, damit der Wasserhaushalt ausgeglichen wird. Mit warmem Wetter steigt zudem auch die Verdunstung. Der geringe Niederschlag kommt in tieferen Bodenschichten nicht an. 

Trinkwassernutzung anpassen

Trinkwasser ist nicht alleine das wichtigste Lebensmittel, sondern dient auch dem Wohlbefinden. Das ist grundsätzlich gut. Doch durch die Errichtung von Pools und durch die Gartenbewässerung erhöht sich die Trinkwasserabgabe an die Haushalte, insbesondere während der Sommermonate und in Phasen anhaltender Trockenheit. „Wir können nicht immer nur Wasser entnehmen. Der Grundwasserkörper kann sich nur durch Niederschläge wieder erholen. Das müssen wir in unserem Nutzungsverhalten berücksichtigen“, so die Kooperation regionaler Trinkwasserversorger.

Regenwasser nutzen

Die zunehmende Versiegelung der Böden erschwert es, Wasser zu sammeln. Läuft Regenwasser vermehrt in die Kanalisation kann es nicht vom Boden und Grünflächen aufgenommen und gespeichert werden.

Deshalb muss Regenwasser grundsätzlich auf dem Grundstück gehalten werden. Zisternen, Regentonnen und Pflasterflächen, die wasserdurchlässig gestaltet sind, helfen Niederschläge zu sammeln oder vor Ort versickern zu lassen. „Wir müssen den Schutz der Grundwasserressourcen und einen sorgsamen Umgang mit Trinkwasser immer im Blick haben. Hitze und Trockenheit werden auch in deutschen Sommern zunehmend Normalität“, verdeutlichen die Versorger. 

Weitergehende Einschränkungen der Wassernutzung wollen die Wasserversorger nicht ausschließen, aber um diese möglichst zu vermeiden, sei es umso wichtiger, beizeiten sparsam und umsichtig mit Wasser umzugehen. Die geltenden Allgemeinverfügungen von Stadt und Landkreis Osnabrück zu Wasserentnahmen und Beregnung bestehen weiterhin.

 


Oberschule Bad Essen besucht Kläranlage in Wittlage

Wittlage. Wieder Besuch auf dem Klärwerk: Vor den Sommerferien besuchten zwei sechste Klassen der Oberschule Bad Essen mit ihrem Lehrer Tobias Ippisch die Anlage in Wittlage. Dort erfuhren sie von Thorsten Schreck, dem stellvertretenden Leiter der Abwasserbeseitigung beim Wasserverband Wittlage, alles über die Abwasseraufbereitung – von dem Weg des Schmutzwassers durch die Kanalisation bis zur Klärschlammverwertung.

Und so weckte die komplexe Technik nach einem ersten Naserümpfen doch das Interesse der Jugendlichen. Schließlich ist die Wittlager Anlage mit einer Reinigungsmenge bei Trockenwetter von ca. 3.000 Kubikmetern täglich die größte der acht Kläranlagen, die der Wasserverband Wittlage in Bohmte, Hunteburg, Ostercappeln, Natbergen, Schledehausen, Bissendorf, Belm und eben Wittlage betreibt. Sie ist auf 25.000 Einwohner ausgelegt und arbeitet dabei nach dem dreistufigen Verfahren. Nach einer mechanischen Vorreinigung erfolgt die Abwasserbehandlung mittels Bakterien, also biologisch, bevor das Abwasser in der dritten Reinigungsstufe durch Zugabe von Eisensalzen weiter chemisch aufbereitet wird.

Die Behandlung des anfallenden Primärschlamms erfolgt im Faulturm, der Klärschlamm wird anschließend entwässert und in der Verbrennung entsorgt. Das anfallende Faulgas wird in einem angeschlossenen Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt.

 


Das Fass von Lintorf – Versorgungssicherheit in Spannbetonbauweise

Wasserverband Wittlage nimmt neuen Trinkwasserspeicher in Betrieb

Lintorf. „Wasser marsch!“ hieß es am Dienstag in Lintorf, als der Wasserverband Wittlage seinen neuen Trinkwasserspeicher offiziell in Betrieb nahm. Der Speicher wird die Wasserversorgung im Osten der Gemeinde Bad Essen sichern.

Es hat schon stattliche Dimensionen, das „Fass“ von Lintorf. Dennoch fügt es sich gut in die Umgebung ein. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Tanks etwa fünf Meter tief in der Erde versenkt wurden und das Gebäude dadurch nur noch viereinhalb Meter, also in üblicher Gebäudehöhe, herausragen. Tanks? Ja, denn der Speicher besteht aus zwei Behältern. Jeder davon fasst 1.000 Kubikmeter Wasser. Das Wasser kann dort aus verschiedenen Wasserwerken, unter anderem aus Dahlinghausen, Barkhausen, Lintorf und Harpenfeld, eingespeist werden.

2.000 Kubikmeter

„Mit ihren 2.000 Kubikmetern Fassungsvermögen ist die Anlage ausgelegt, Spitzen im Wasserversorgungsnetz, die z.B. in den vergangenen Sommern leider häufiger auftraten und auch zukünftig zu erwarten sind, zuverlässig auszugleichen. Solche Entnahmen haben die kleineren Wasserwerke immer häufiger an den Rand ihrer Kapazität geführt. Neben der Versorgung des örtlichen Gewerbes sichern die Speicherbehälter auch die Wasserversorgung im Osten der Gemeinde Bad Essen“, so Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wittlage.

Die Fa. Homann hatte mit dem Ausbau ihres Werkes am Standort Lintorf lediglich den letzten Anstoß für ein Projekt gegeben, das der Wasserverband Wittlage schon seit geraumer Zeit verfolgte, nämlich die Erweiterung der Speicherkapazitäten für die Ortschaften Lintorf und Dahlinghausen.

Zur offiziellen Inbetriebnahme waren Mitglieder der Verbandsversammlung, Bürgermeister, Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher, Mitarbeiter des Wasserverbandes sowie die unmittelbaren Nachbarn am Speicherstandort und gekommen. Bei Letzteren bedankte sich Verbandsvorsteher Rainer Ellermann ausdrücklich für deren Geduld während der Bauzeit.

Der symbolische erste Spatenstich hatte Ende April vergangenen Jahres stattgefunden, danach erfolgte der Erdaushub bevor Ende Juni die Bodenplatte gegossen wurde. Im November wurden die Behälter fertiggestellt – in Spannbetonbauweise, bei der die vorgefertigten Teile wie bei einem Fass zu einem Rund zusammengefügt wurden. In diesem Frühjahr dann wurden die äußere Hülle und das Dach des Gebäudes, in dem sich die Behälter befinden, fertiggestellt. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme liegen bei 1,8 Millionen Euro.

Modernste Technik

Bevor Rainer Ellermann den Speicher per Knopfdruck – die Anlage verfügt über modernste digitale Technik – in Betrieb nahm, dankte er allen, die an den Entscheidungsprozessen, an Planung und Ausführung beteiligt waren. „Es ist dies für uns eine besondere Maßnahme, nicht nur vom baulichen, sondern auch vom finanziellen Volumen her. 1,8 Millionen investiert man nicht einmal eben so, aber wir wissen, sie sind gut investiert, denn sie schaffen Versorgungssicherheit“, betonte der Verbandsvorsteher.

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Wie groß werden Pantoffeltierchen?

Christophorus-Schüler besuchten die Kläranlage in Bohmte

Bohmte. Schulausflüge und Vor-Ort-Termine zur Veranschaulichung des Erlernten waren wegen Corona zwei Jahre nicht möglich. Die aktuelle Lage lässt derlei aber wieder zu, sodass der Wasserverband Wittlage nach längerer Zeit wieder einmal eine Schulklasse in einer seiner Betriebsstätten begrüßen konnte. Den Anfang machte die dritte Klasse der Christophorus Schule Bohmte auf der Kläranlage am Maschweg.

Das Thema Abwasserentsorgung hatte die Klasse im Sachunterricht bei Lehrerin Renate Vallo bereits durchgenommen und so waren ihnen die Begriffe Ammonium, Nitrit, Nitrat, Phosphor, Phosphat geläufig. Nur die Pantoffeltierchen schienen ihnen entfallen zu sein. Aber die waren ja auch bei Arbeit im Belebungsbecken der Kläranlage.

Drei Stufen

Hier erfuhren die Schüler von Jens Böhning, Betriebsleiter der Anlage, und Elektro-Fachmann Mathias Haruppa, dass die Abwasserklärung in drei Stufen abläuft – mechanisch, biologisch und chemisch. In der Praxis bedeutet das: Zunächst einmal werden mit einem Rechen grobe Teile, wie Papierfetzen oder Speisereste, aus dem Abwasser maschinell herausgefischt. In dem Gebäude, in dem sich der Rechen befindet, riecht es vielleicht am strengsten auf der gesamten Kläranlage, aber wozu hat man seine Maske dabei?

Nächste Station sind Sandfang und Vorklärbecken, wo das Wasser weiter mechanisch gesäubert wird. Dann geht es an die biologische Aufbereitung. Im Belebungsbecken kommen die Bakterien, unter anderem besagte Pantoffeltierchen, so richtig in Fahrt. Das Abwasser wird hier ständig verwirbelt und damit belüftet. Und mithilfe des so zugeführten Sauerstoffs können die Bakterien ganze Arbeit beim Vertilgen des Schmutzes leisten. Wie groß Bakterien werden können, wollte ein Schüler wissen. Doch Jens Böhning konnte beruhigen: Auch bei den besten Lebensbedingungen – und die haben die Bakterien in der Kläranlage – bleiben sie doch Mikroorganismen.

Im Nachklärbecken wird das Wasser über Sedimentation weiter gereinigt. Diesen Prozess veranschaulichte Jens Böhning anhand von Probenbehältern. Nach der Nachklärung ist das Wasser auch wieder als solches erkennbar, die Mikroorganismen setzen sich als Klärschlamm ab. Dennoch enthält das Wasser jetzt noch Phosphat. Und da kommt die dritte Stufe, die chemische, ins Spiel. Durch Zugabe von Eisensalzen wird das Phosphat ausgefällt. Das gereinigte Wasser wird in die Hunte geleitet, der restliche Klärschlamm – er erinnert auf den ersten Blick ein wenig an Lava – wird in einer mobilen Zentrifuge entwässert. Zukünftig wird er in einem Kooperationsprojekt zahlreicher Abwasserentsorger verbrannt und so der reine Phosphor, ein wichtiges und rares chemisches Element, zurückgewonnen.

Positives Fazit

Fazit der Schüler: Weniger eklig, aber dafür ziemlich spannend ist, was auf einer Kläranlage passiert. Und so fragten einige Schüler nach dem Besuch, ob sie einmal wiederkommen dürften.
Fazit der Erwachsenen: Unterrichtsstoff gefestigt, Sensibilisierung für die Umwelt geglückt – und schon die ersten Bewerber für ein späteres Praktikum beim Wasserverband Wittlage. Ein voller Erfolg!

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Weltwassertag am 22. März: „Wollen wir so weitermachen?“

Düstere Prognose für die Grundwasservorräte der Zukunft

Bad Essen. Schon 2030 könnte es zu Einschränkungen kommen, 2050 ist die Trinkwasserversorgung im Wittlager Land, in Belm und Bissendorf nicht mehr gesichert. Das ist die düstere Prognose einer Studie, die die Kreisverwaltung für den gesamten Landkreis Osnabrück in Auftrag gegeben hatte. Doch es gibt auch Maßnahmen, um dem Negativtrend zu begegnen.
Vor kurzem veröffentlichte der Weltklimarat (IPCC) seinen aktuellen Sachstandsbericht. Seine Kernaussagen: Die Folgen des Klimawandels werden sich stärker und früher zeigen als bisher angenommen, unverzügliches und zielgerichtetes Handeln im Bereich des Klimaschutzes sowie der Klimawandelanpassung sind erforderlich, um Risiken auf einem Level zu halten, das wir noch beherrschen können.

Klimaveränderungen auch in unserer Region

Trotz der mahnenden Worte ist man vielleicht geneigt, Klimaschäden in entfernten Regionen und in ferner Zukunft zu verorten. Doch dem ist leider nicht so. Dass sich der Klimawandel auch in unserer Region und wahrscheinlich schon in absehbarer Zeit bemerkbar machen wird, zeigt das „Zukunftskonzept Wasserversorgung“, das der Landkreis Osnabrück in Auftrag gegeben hatte. Dabei wird das Kreisgebiet entsprechend seiner strukturellen und geologischen Unterschiede in verschiedene Betrachtungsräume unterteilt. Den Abschlussbericht der Studie – heruntergebrochen auf den Betrachtungsraum Belm-Bissendorf-Altkreis Wittlage bzw. das Versorgungsgebiet des Wasserverbandes Wittlage – stellte dessen Geschäftsführer Uwe Bühning dieser Tage der Verbandsversammlung vor.

Die Prognose geht von einem Anstieg der Jahresdurchschnittstemperatur bei gleichzeitiger Verringerung der Winterniederschläge und Verlängerung der Trockenperioden aus. Eine Verschiebung der jahreszeitlichen Niederschlagsereignisse hat darüber hinaus nicht nur Einfluss auf die Tier- und Pflanzenwelt im Allgemeinen, sondern auch auf die Saat- und Ernteplanung in der Landwirtschaft und auf die Vegetation im Besonderen. Damit ist eine vom Ackerbau geprägte Region wie die unsrige besonders betroffen. Denn während die Verbräuche in Haushalten, Gewerbe, Industrie und Tierhaltung hier nur moderat und damit beherrschbar steigen, lassen die Wassermengen, die auf den Feldern benötigt werden, aufmerken.

In Zahlen: Die im Raum Altkreis Wittlage-Belm-Bissendorf in der Landwirtschaft benötigte Wassermenge könnte von 1,25 Millionen Kubikmetern im Jahre 2018 auf bis zu 3,28 Millionen Kubikmeter im Jahre 2030 ansteigen. Wesentlicher Grund dafür wäre der im selben Zeitraum zunehmende Beregnungsbedarf, nämlich von 0,061 Millionen Kubikmetern auf 2,06 Millionen Kubikmeter – eine Steigerung um mehr als das Dreißigfache, so die Prognosen.

Fazit: Aufgrund geringer Niederschläge wird die Grundwasserneubildung reduziert, gleichzeitig steigt aber durch die Trockenheit der Entnahmebedarf für die Beregnung der Felder. Hochgerechnet wird dadurch das Grundwasserdargebot im Versorgungsgebiet spätestens in 2050 nicht mehr ausreichen.

Wasserverband hat Maßnahmen ergriffen

„Wollen wir so weitermachen?“, fragte Uwe Bühning in die Verbandsversammlung und zeigte die in der Landkreis-Studie aufgeführten Gegenmaßnahmen zur Sicherung von Qualität und Quantität des Grundwasserdargebots auf. Etliche dieser Maßnahmen kann der Wasserverband ergreifen und tut dies auch bereits, wie zum Beispiel im Zusammenschluss zu Wasserkooperationen mit anderen Versorgern sowie der Landwirtschaft, durch die Ertüchtigung von Speichern und Leitungsnetzen, und notfalls auch durch die missliebigen Nutzungseinschränkungen in Trockenphasen.

Der größte Handlungsspielraum, aber vielleicht auch der größte Handlungsbedarf dürfte indes bei den Kommunen, vor allem bei deren Bauleitplanung liegen. Hier geht es in erster Linie um die Entsiegelung von Flächen bzw. die Reduzierung deren Neuversiegelung, um den Rückhalt von Niederschlagswasser in der Fläche zur Förderung der Grundwasserneubildung, und um den Schutz bestehender Ressourcen. Maßnahmen, die nicht nur in der Studie des Landkreises empfohlen sind, sondern auch vom Weltklimarat gefordert werden

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Trotz starker Regenfälle im Februar:

Keine wirkliche Erholung bei den Grundwasserpegeln

Bad Essen. Grau in grau war der zurückliegende Winter. Strahlende Sonnentage bei klirrender Kälte? Fehlanzeige. Genauso mäßig wie das Wetter waren die Niederschlagsmengen in der Region.

Zwar gab es keine ausgesprochene Trockenheit, doch feuchte Luft und Nieselregen, die unser Wetter den ganzen Dezember und Januar über bestimmten, tragen eben nicht zur Grundwasserneubildung bei. Dazu braucht es tagelang ordentlich Regen, der auch einmal über längere Zeit in großen Pfützen auf den Feldern steht.

Was den Landwirt begreiflicherweise in dem Moment ärgert, zahlt sich aber für seine und unser aller Zukunft aus: Dauerregen im Februar trägt maßgeblich zur Grundwasserneubildung bei. Und die ist enorm wichtig nach der fortgeschrittenen Grundwasserzehrung der vergangenen trockenen Jahre. Insofern hat der viele Regen, der mit den Stürmen Mitte Februar einherging, der Natur gutgetan.

Für Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wittlage, hätte es aber durchaus noch ein wenig mehr davon sein dürfen: „Wir haben eine Niederschlagsmenge von insgesamt 140 Litern pro Quadratmeter in den Monaten Januar und Februar gemessen. Das ist zwar nicht wenig, aber angesichts der niedrigen Grundwasserstände wären 250 bis 300 Liter durchaus wünschenswert gewesen.“

Bühning betont, dass die Wintermonate für die Grundwasserneubildung entscheidend seien, da im Sommerhalbjahr die Niederschläge aufgrund der hohen Temperaturen verdunsteten bzw. von der Vegetation verbraucht würden. Für das Grundwasser sei es mithin ungünstig, wenn das Winterhalbjahr eher trocken ausfalle. Fazit: Der nasse Februar hat nicht vollends aufholen können, was die niederschlagsärmeren Vormonate versäumten – und der März hat uns bislang mit Sonne, aber nicht mit Regen verwöhnt.

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Zum Wohle der Verbraucher: Wasserverband Wittlage ändert Abrechnungsgrundlage

Vom Preis zur Gebühr – und es wird teilweise sogar günstiger

Bad Essen-Rabber. Dieser Tage gehen den Kunden des Wasserverbandes Wittlage die Abrechnungen für das Jahr 2021 zu. Darin sind die Beträge wie in den Vorjahren als Preise angegeben. Ab dem Rechnungsjahr 2022 werden sie als Gebühren ausgewiesen. Grund dafür ist eine Gesetzesänderung. Teurer wird es aber dadurch nicht, im Gegenteil: Mit der Änderung soll eine Kostensteigerung vermieden werden. Außerdem: Bürger der Gemeinden Belm und Bissendorf dürfen sich in diesem Jahr sogar über eine Gebührensenkung freuen.

Bislang war die Abwasserentsorgung, die als hoheitliche Aufgabe und damit nicht privatwirtschaftlich erbracht wird, umsatzsteuerbefreit. Mit einer Anpassung an EU-Recht wurde der zugrunde liegende § 2b UStG dahingehend geändert, dass juristische Personen des öffentlichen Rechtes, wie der Wasserverband Wittlage, für bestimmte Leistungen dennoch Umsatzsteuer abführen müssen.

„Diese Änderung beruht auf der Auffassung, dass auch diese juristischen Personen unternehmerisch handeln, sofern sie privatrechtliche Entgelte abrechnen. Dies gilt selbst für jene Körperschaften, deren Leistungen dem Anschluss- und Benutzungszwang unterliegen, wie es bei der Abwasserbeseitigung als kommunaler Aufgabe der Fall ist“, erklärt Wasserverbandgeschäftsführer Uwe Bühning.

Wichtig: Keine Mehrkosten für Wasserverbandskunden

Um aber aus der Umsatzsteuerpflicht resultierende Mehrkosten für die Kunden zu vermeiden, hat die Verbandsversammlung des Wasserverbandes Wittlage beschlossen, die Abrechnungsgrundlage von Preisblatt bzw. Preisregelung auf Gebührenordnung zu ändern. „Dies vor allem, weil die Erhebung der Mehrwertsteuer für den Verbraucher eine Kostensteigerung ohne Vorteil bedeuten würde“, betont auch Rainer Ellermann, der neue Vorsteher des Wasserverbandes Wittlage.

Grundsätzlich betrifft die neue Regelung nur die Abwasserbeseitigung; die Abrechnung der Trinkwasserversorgung ist von der neuen Gesetzgebung nicht betroffen. Um aber den Kunden verschiedene Abrechnungsarten zu ersparen – es müsste eine Rechnung für Trinkwasser und ein zusätzlicher Gebührenbescheid für Abwasser erstellt werden – wird vom Wasserverband Wittlage ab 2022 auch der Trinkwasserbezug auf Basis einer Gebührenordnung berechnet.

Die Verbandsversammlung hat die entsprechenden Satzungen beschlossen, die ab 1. Januar 2022 die Grundlage für Abrechnung von Abwasserentsorgung und Trinkwasserversorgung bilden. „Dadurch wird Einheitlichkeit und größtmögliche Transparenz für die Kunden bei der Abrechnung erzielt“, erläutert Ellermann. Die Rechnung für das abgelaufene Jahr 2021 ist noch auf der bisherigen Berechnungsgrundlage erstellt. Die erste Jahresrechnung nach dem neuen Modell ergeht zum 01.01.2023. Schluss- oder Zwischenrechnungen (etwa bei Umzug) im laufenden Jahr erfolgen ebenfalls bereits auf Basis des neuen Modells. Bühning: „Für unsere Kunden ist es wichtig zu wissen, dass für sie mit der Änderung keinerlei Erhöhung ihrer Kosten verbunden ist.“

Gebührensenkungen in Belm und Bissendorf

„Umso mehr freuen wir uns, dass wir aufgrund günstiger Kostenentwicklungen in zwei Abteilungen sogar die Gebühren senken konnten“, teilt Bühning weiter mit. Im Einzelnen betrifft das die Wasserversorgung in der Gemeinde Belm, wo die Gebühr von 1,45 Euro auf 1,26 Euro pro Kubikmeter gesenkt wurde, sowie die Schmutzwasserentsorgung in der Gemeinde Bissendorf. Dort reduziert sich die Gebühr pro Kubikmeter von 2,28 Euro auf 2,14 Euro. In den beiden Gemeinden wurden die Beträge für die dezentrale Schmutzwasserbeseitigung an die der anderen Gemeinden im Wasserverband angeglichen. Sie beträgt nunmehr 53,93 Euro pro Kubikmeter.

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Uwe Bühning zum Vizepräsidenten des Wasserverbandstages gewählt

Vertreter zweier Verbände

Bad-Essen/Hannover. Bei den jüngsten Wahlen des Präsidiums wurde Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wittlage und des Unterhaltungsverbandes Nr. 70 „Obere Hunte“ (UHV70), zum Vizepräsidenten des Wasserverbandstages Bremen/Niedersachsen/Sachsen-Anhalt gewählt.

Der Wasserverbandstag ist der Interessenverband der Wasser-, Boden- und Zweckverbände der ihm angeschlossenen Bundesländer. Er wurde 1949 gegründet und vertritt heute die Interessen seiner rund 1.000 Mitglieder bei der Umsetzung ihrer Aufgaben rund um Gewässerunterhaltung, Gewässerentwicklung und Landschaftspflege, Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung, Hochwasser-, Küsten- und Grundwasserschutz. Er steht dabei in engem Austausch mit den Landesregierungen und den mit wasserwirtschaftlichen und umweltpolitischen Themen befassten Institutionen.

Als Geschäftsführer eines Wasserverbandes und eines Unterhaltungsverbandes kennt Bühning die Belange sowohl der Siedlungswasserwirtschaft wie auch der Gewässerunterhaltung. Eine Besonderheit, die ihn – neben seiner langjährigen Berufserfahrung und ausgeprägten Sachkenntnis – zum geschätzten Ansprechpartner auch und gerade im Hinblick auf veränderte klimatische Bedingungen und die daraus resultierenden Präventionsmaßnahmen und Klimafolgenanpassungen macht.

Uwe Bühning versteht sich dabei als Moderator scheinbar unterschiedlicher Interessen, die aber letztendlich doch ein gemeinsames Ziel haben, nämlich den Schutz unserer Ressourcen zum Erhalt unserer Lebensgrundlage und unseres Wohlstandes.

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Mit viel Lob und etwas Wehmut: Wasserverband Wittlage verabschiedet Günter Harmeyer

Rainer Ellermann zum neuen Verbandsvorsteher gewählt

Ostercappeln-Schwagstorf. Staffelübergabe beim Wasserverband Wittlage: Zum neuen Verbandsvorsteher hat die Verbandsversammlung einstimmig in ihrer jüngsten Sitzung im Veranstaltungszentrum Schwagstorf Rainer Ellermann gewählt. Er tritt die Nachfolge von Günter Harmeyer an, der während seiner zehnjährigen Amtszeit die erfolgreiche Entwicklung des Verbandes maßgeblich geprägt hat.

Nachdem die konstituierende Sitzung der Verbandsversammlung im vergangenen November pandemiebedingt in den Januar verschoben werden musste, beginnt das Geschäftsjahr für den Wasserverband Wittlage nunmehr fast zeitgleich mit einem neu gebildeten Gremium. Ostercappelns „Alt-Bürgermeister“ Rainer Ellermann folgt dabei im Amt des Vorstehers auf Günter Harmeyer, unter dessen Ägide sich der Verband zu einem modernen Unternehmen der Daseinsvorsorge entwickelt hat.

Seit Harmeyers Amtsantritt im Jahre 2011 wurden nicht nur umfangreiche Erweiterungen der Infrastruktur von Wasserver- und Abwasserentsorgung, u. a. in Kooperation mit den Stadtwerken Osnabrück, vorgenommen, es wurden auch neue Wege beschritten, die dem weiteren Zusammenhang von Klima- und Ressourcenschonung Rechnung tragen. So hält der Wasserverband Wittlage Beteiligungen am Windpark Brockhausen und an der Klärschlammkooperation Ostwestfalen-Lippe. Bewährt ist auch die enge Zusammenarbeit mit dem Unterhaltungsverband Nr. 70 „Obere Hunte“, in dessen modernem Neubau in Rabber der Wasserverband 2016 die Geschäfts- und Werkstatträume bezog. Vor allem aber traten in der Ära Harmeyer auch die Gemeinden Belm und Bissendorf dem Verband bei, dessen Versorgungsgebiet sich damit auf eine Fläche von 460 Quadratkilometern erstreckt, auf der rund 67.000 Einwohner leben.

Viel Lob und ein wenig Wehmut lagen denn auch in den Abschiedsworten der Wegbegleiter. Hermann Steuwer vom Unterhaltungsverband unterstrich die Vorzüge der kooperativen Struktur beider Verbände und die Verlässlichkeit seines Amtskollegen. Eine Würdigung, der sich Wasserverbandsgeschäftsführer Uwe Bühning gerne anschloss und vor allem Harmeyers Gespür und dessen Umsicht als Ratgeber bei unternehmerischen Entscheidungen hervorhob: „Du warst immer der richtige Mann.“ – Wer würde sich ein solches Fazit nicht am Ende seines beruflichen oder ehrenamtlichen Wirkens wünschen?

Und der so Gewürdigte bekannte, dass seine Beziehung zum Wasserverband gar bis in seine Kindheit zurückreiche. Schon im zarten Alter von neun Jahren habe er mit Interesse die Verlegung der ersten Wasserleitung von Hüsede nach Bad Essen verfolgt. Ein Interesse, das ihn offensichtlich begleitet hat und in seinen Verdiensten rund um Wasser- und Energieinfrastruktur mündete.

Dass auch „der Neue“ an der Spitze der Verbandsversammlung wie schon sein Vorgänger zuvor als Bürgermeister einer öffentlichen Verwaltung vorstand, dürfte sich einmal mehr als nützlich für die Geschicke des Wasserverbandes erweisen. Auch Rainer Ellermann kennt die politischen und bürokratischen Entscheidungsprozesse – und auch er kennt die Region und ihre Bürger. Während seiner mehr als 20 Jahre währenden Amtszeit gehörte er selbst viele Jahre der Verbandsversammlung an, bringt also sowohl Erfahrung in kommunaler Verwaltung wie auch das Wissen um die Belange des Wasserverbandes Wittlage mit. Zu Ellermanns Stellvertreter wurde – ebenfalls einstimmig – Bad Essens Bürgermeister Timo Natemeyer gewählt.

Mit der Neukonstituierung der Verbandsversammlung analog zur Legislaturperiode der Gemeindeparlamente geht auch die Begrüßung neuer und die Verabschiedung scheidender Mitglieder einher. Dies übernahm Rainer Ellermann, der dabei vor allem den langjährigen Mitgliedern Christian Gartmann, Klaus Goedejohann, Eckhard Halbrügge, Johannes Klecker, Norbert Kroboth, Karl-Heinz Rohrmann und Berthold Uphoff für die geleistete ehrenamtliche Arbeit dankte.

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Wasserverband Wittlage erhält Förderung vom Land

Grundwasserschutz ist Trinkwasserschutz

Bad Essen/Belm/Melle. In Zeiten des Klimawandels gilt es umso mehr, unsere Wasservorkommen zu schonen und unerwünschte Einträge in unser Grundwasser zu vermeiden. Dazu arbeiten Wasserversorger wie der Wasserverband Wittlage eng mit den örtlichen Landwirten zusammen. Eine Kooperation zum Schutze unseres Trinkwassers, die das Land Niedersachsen fördert.

Unser Grundwasser ist kostbar. Da wir daraus unser Trinkwasser gewinnen, muss seine Güte jederzeit sichergestellt sein. Leider kann diese jedoch durch Nitrat aus der Düngung der landwirtschaftlichen Flächen beeinträchtigt werden.

Für das Pflanzenwachstum ist Stickstoff einer der Hauptnährstoffe. Er wird deshalb als Dünger ausgebracht. Im Winter, wo so gut wie kein Pflanzenwachstum stattfindet, dafür aber umso mehr Niederschläge fallen, kann der nicht über die Pflanzen genutzte Stickstoff in Form von Nitrat in tiefere Bodenschichten ausgewaschen werden und – je nach örtlichen Voraussetzungen – nach drei bis zehn Jahren ins Grundwasser gelangen, wo er nur teilweise abgebaut werden kann. Die beste Möglichkeit, die Auswaschung von Nitrat ins Grundwasser zu reduzieren, ist es also, so zu düngen, dass der Stickstoff möglichst vollständig verwertet wird, sodass keine Überschüsse in das Grundwasser der Trinkwassergewinnungsgebiete gelangt.

Regionale Kooperationen

Der Wasserverband Wittlage, das Wasserwerk der Stadt Melle und die Stadtwerke Osnabrück haben zur nachhaltigen Sicherstellung der Grundwassergüte in den Einzugsbereichen ihrer Brunnen im Wasserschutzgebiet Belm-Nettetal und im Trinkwassergewinnungsgebiet Melle-Wittlage mit den dort ansässigen Landwirten Kooperationen gebildet. Im Rahmen dieser Trinkwasserschutzkooperationen, deren Geschäftsführung der Wasserverband Wittlage innehat, wurden mit Hilfe der Landwirtschaftskammer Niedersachsen Schutzkonzepte erarbeitet, welche die Umsetzung von Freiwilligen Vereinbarungen zum Trinkwasserschutz, deren regelmäßige Kontrolle sowie eine einhergehende Beratung der Landwirte in Sachen Gewässerschutz vorsehen.

Üblicherweise finanzieren die Wasserversorgungsunternehmen diese Maßnahmen, können hierfür allerdings Fördergelder beim Land Niedersachsen beantragen. Der Wasserverband Wittlage, als geschäftsführender Verband innerhalb der beiden Kooperationen, hat dies in Absprache mit den Beteiligten – dem Wasserwerk der Stadt Melle und den Stadtwerken Osnabrück – getan und nun vom Land die Zusage einer 90-prozentigen Kostenübernahme erhalten.

Da diese Förderung an die Aufstellung und Einhaltung der beschriebenen Schutzkonzepte geknüpft ist, hat der Wasserverband Wittlage für beide Kooperationen mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) als Vertreter des Landes Niedersachsen Finanzhilfeverträge geschlossen, die die Details der jeweiligen Kooperation in den Trinkwassergewinnungsgebieten Belm-Nettetal und Melle-Wittlage detailliert regeln.

Auch die Wasserschutzberatung als wichtiger Baustein der Trinkwasserkooperation wird vom Land gefördert. Diese Leistung wurde analog zur Förderperiode ausgeschrieben. Sie wird zukünftig, wie auch in der zurückliegenden Periode, von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen erbracht.

Erfahren Sie mehr zu unseren Trinkwasserschutzkooperationen unter www.wv-wittlage.de/trinkwasser/kooperationen

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Wasserverband Wittlage verschiebt konstituierende Sitzung

Neuer Termin voraussichtlich im Januar

Bad Essen-Rabber.Viermal jährlich tagt die Verbandsversammlung des Wasserverbandes Wittlage. Die vierte Sitzung in diesem Jahr hätte am 30. November im Hotel-Restaurant Leckermühle stattfinden sollen. Sie musste vom Wasserverband Wittlage kurzfristig abgesagt werden. Gründe dafür waren vor allem die pandemische Lage, aber auch eine bürokratische Besonderheit.

Nach Abstimmung zwischen Verbandsvorsteher Günter Harmeyer und Verbandsgeschäftsführer Uwe Bühning wurde die Verbandsversammlung mit anschließender Verabschiedung der ausgeschiedenen Mandatsträger verschoben.

Ursächlich für die sehr kurzfristige Absage sei zum einen das sich dramatisch entwickelnde Infektionsgeschehen, bei dem man unter Beachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit eine solche Veranstaltung in Präsenz nur schwer rechtfertigen kann, heißt es in einer Mitteilung an die bisherigen und zukünftigen Versammlungsmitglieder.

Zum anderen, so Bühning, sei ein wesentlicher Punkt auf der Tagesordnung die Wahl des Vorsitzenden der Verbandsversammlung und seines Stellvertreters. In diesem Zusammenhang habe sich nach mehrfacher Prüfung herausgestellt, dass die Wahl des Verbandsvorstehers zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erfolgen kann, da der Feststellungsbeschluss zur Bestimmung als Vertreter in die Verbandsversammlung durch den zuständigen Gemeinderat noch aussteht.

Hintergrund: Gemäß Niedersächsischem Gesetz über die kommunale Zusammenarbeit (NKomZG) ist in der ersten Sitzung nach Beginn der allgemeinen Wahlperiode ein Vertreter oder eine Vertreterin einer Kommune für die restliche Dauer der allgemeinen Wahlperiode zur Vorsitzenden oder zum Vorsitzenden der Verbandsversammlung zu wählen. „Dies ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht umsetzbar. Es ist daher geplant, die konstituierende Verbandsversammlung im Januar 2022 durchzuführen, bei der dann nach Möglichkeit auch die Verabschiedung der ausgeschiedenen Mandatsträger nachgeholt werden kann“, so die Mitteilung.

Mit Aufhebung der „Epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ entfiel die rechtliche Grundlage, die es erlaubte, an Sitzungen per Videotechnik teilzunehmen. Doch eine Sitzung in Präsenz abzuhalten erscheint derzeit, zumal bei einem Teilnehmerkreis in kommunaler Verantwortung bzw. der kritischen Infrastruktur, nicht geboten.

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Keimfrei und gut verschlossen

Alles nach Plan beim Bau des Trinkwasserspeichers in Lintorf

Lintorf. Vergangene Woche wurden die Bodenplatten der beiden neuen Trinkwasserbehälter des Wasserverbandes Wittlage gegossen, jetzt konnten bereits die Deckel aufgesetzt werden. Und bei jedem Arbeitsschritt ist Hygiene das A und O.

Wenn man an einen äußerst hygienischen Ort denkt, kommt einem unwillkürlich ein gekacheltes Labor in den Sinn. Doch in Sachen Trinkwasserspeicherung sind Fliesen längst nicht mehr „State of the Art“. Vielmehr nimmt man in diesem Bereich heute eher Abstand von gekachelten Oberflächen. „Risikofaktor sind nämlich immer die Fugen und eventuelle Hohlräume hinter den Fliesen, in denen sich mit der Zeit Keimnester ansiedeln können“, erläutert Jörg Klimasch, Leiter des Bereichs Trinkwasserversorgung beim Wasserverband Wittlage. Beton dagegen, so Klimasch, sei aufgrund seines hohen PH-Wertes bereits für viele Keime und Bakterien äußerst lebensfeindlich.

Und damit das so bleibt, gelten an der Baustelle seit der Fertigstellung der Bodenplatte erhöhte Hygiene-Anforderungen: In einer definierten Hygienezone 1 müssen vor Betreten das Schuhwerk gewechselt sowie Schuhe und Handschuhe mit Wasserstoffperoxid desinfiziert werden. Rauchverbot ist selbstverständlich, aber auch Speisen und Getränke haben in diesem Bereich der Baustelle nichts zu suchen. Außerdem sind saubere Arbeitskleidung zu tragen und saubere Arbeitsmaterialien und -geräte zu verwenden.

Inzwischen konnten auch bereits die Mittelsäulen ein- und die Decken aufgesetzt werden. Damit sind die beiden Trinkwasserbehälter verschlossen. Im nächsten Schritt werden die Fugen abgedichtet, bevor die erste testweise Befüllung mit Wasser stattfinden kann. Besagte Deckel bestehen übrigens, wie auch die Wände der Tanks, aus einzelnen Segmenten, die, wie Tortenstücke zusammengefügt, jeweils eine runde Platte ergeben. Allerdings ist dieser „Tortendeckel“ ganz schön schwer: Immerhin wiegt jedes einzelne der Tortenstücke elf Tonnen…

Die Erweiterung des Homann-Werkes hatte den letzten Anstoß gegeben für ein Projekt, das der Wasserverband Wittlage schon seit längerer Zeit verfolgte, nämlich die Erweiterung der Speicherkapazitäten für den gesamten Osten des Altkreises Wittlage - nicht zuletzt auch um etwaige Druckabfälle von Großverbrauchern auszugleichen und damit jederzeit für die Kundinnen und Kunden des Wasserverbandes Wittlage Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

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Das Fass von Lintorf: Bau des Trinkwasserspeichers geht zügig voran

Der Bau der beiden Trinkwasserspeicher in Lintorf geht zügig voran. Nachdem die Bodenplatte für die Gebäudehülle gegossen und Letztere errichtet worden war, konnte vergangene Woche mit dem Kernstück der Anlage, dem Bau der beiden Behälter begonnen werden.

Schon von Weitem waren die hohen Autokräne zu sehen, mit deren Hilfe die vorgefertigten Bauteile von den Lkw an Ort und Stelle verbracht wurden. Pro Speicher galt es, 15 Betonelemente aufzustellen. Jedes davon ist 2,8 Meter breit und 8 Meter hoch und wiegt 11 Tonnen. Die Elemente wurden mit einem Spezialtransporter angeliefert – auf der langen Kante liegend, da der Transport sonst Überbreite gehabt hätte. Zusammengesetzt ergeben die Bauteile das Rund des Speichers. Wie bei einem Fass werden die Teile nebeneinandergesetzt und anschließend waagerecht verspannt – nur dass unser „Fass“ 14 Meter Durchmesser besitzt.

Am jeweils letzten Element, das eingesetzt wird, befinden sich die Spannschlösser, über die der jeweilige Behälter vorgespannt wird. In jedem Element sind nämlich exakt positionierte Durchlässe eingearbeitet, durch die am Ende des Aufbaus Spannstähle getrieben werden. Diese werden alsdann mit enormem Zug bis zur Streckgrenze gespannt, wodurch der Behälter fest verschlossen ist – wiederum vergleichbar mit den Reifen eines Fasses. 26 Spannstähle werden pro Speicher verspannt. Jeder davon ist 24 mm im Durchmesser und hat eine Länge von rund 43 Metern – macht also insgesamt 2,2 Kilometer Stahlseil, die für zuverlässige Stabilität und Dichtigkeit der Behälter sorgen. Das Verspannen erfolgt mit absoluter Sorgfalt und nimmt mehr Zeit in Anspruch als das Errichten der Bauelemente selbst.

Noch bevor in den Behältern jeweils die Sohle gegossen wird, ist dort schon eine Aussparung vorgesehen. Hier, an der tiefsten Stelle des Speichers, wird später der Entnahmepunkt für das Trinkwasser liegen. Dies ermöglicht es, die Speicher möglichst effektiv auszunutzen und erleichtert später die Reinigung. Nachdem die Verspannung der Bauteile erfolgt ist, wird das Zugangsloch für den Entnahmepunkt zugeschalt und in jedem der beiden Behälter dessen Bodenplatte mit zusätzlicher Armierung gegossen. Die Bodenplatten werden, wie beschrieben, mit erheblichem Gefälle zum Entnahmepunkt gefertigt. Anschließend wir die Decke erstellt, wiederum in einzelnen Segmenten entsprechend der seitlichen Bauelemente. Eine mittige Betonstütze von ca. 30 Zentimetern Durchmesser sorgt für zusätzliche Standfestigkeit. Die Behälterkammern lassen sich später über die Fenster in der Behälterwand kontrollieren; zum späteren Betreten wurde eine druckwasserdichte Tür verbaut.

Alle Arbeiten liegen voll im Zeitplan, sodass mit der Fertigstellung der Behälter Anfang November gerechnet werden kann. Sodann kann die Befüllung der Behälter für die Dichtheitsprüfung erfolgen. Zum Schluss der Baumaßnahme wird die Gebäudehülle fertiggestellt sowie Technik und Rohrleitungen montiert. Die Inbetriebnahme soll im ersten Quartal 2022 erfolgen.

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​​​​​​​Verstärkung aus den Mitgliedsgemeinden Bad Essen und Bohmte

Der Wasserverband Wittlage begrüßt seine neuen Auszubildenden

Bad Essen-Rabber. Woher kommt eigentlich unser Wasser und wie wird es aufbereitet? Und auf welchen Wegen gelangt es überhaupt in die Haushalte? Fragen, die Cedrik Macho und Benjamin Höckmann bald ganz genau beantworten können, denn sie sind die neuen Auszubildenden beim Wasserverband Wittlage.

Am Montag, 2. August, war es soweit: Für die Kollegen startete eine neue Arbeitswoche und für die beiden „Neuen“ beim Wasserverband das Berufsleben. Cedrik absolviert hier eine Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Rohrleitungsbau, Benjamin hat sich für eine Lehre zur Fachkraft für Wasserversorgungstechnik entschieden. Beide sind 16 Jahre alt und haben die Oberschulen in ihren Heimatorten abgeschlossen – Cedrik in Bohmte, Benjamin in Bad Essen.

Auf den Wasserverband als Arbeitgeber aufmerksam geworden sind sie über das Internet bzw. ein Praktikum. „Das hat mir gut gefallen. Alle sind sehr nett, der Beruf ist interessant“, sagt Benjamin. Er wird als Fachkraft für Wasserversorgungstechnik mit dazu beitragen, dass im Versorgungsgebiet des Wasserverbandes Wittlage jederzeit einwandfreies Trinkwasser zur Verfügung steht. Seine Einsatzorte werden vor allem die Wasserwerke des Verbandes sein.

Cedrik wird nach seiner Ausbildung die Infrastruktur des Wasserversorgungsnetzes mit all seinen Leitungen und Druckerhöhungsstationen wie seine Westentasche kennen. Mit seiner Entscheidung für eine Ausbildung in Tief- und Rohrleitungsbau hat auch er einen Beruf mit Zukunft gewählt.

Doch zunächst einmal hieß es für beide: Ankommen. An ihrem ersten Tag wurden sie von ihrem Ausbilder, Wassermeister Wilhelm Tiemeyer, erst einmal den Kollegen vom Bauhof und der Werkstatt in Rabber vorgestellt, bevor es ins Wasserwerk Harpenfeld ging.

Qualifizierte Mitarbeiter in der Daseinsvorsorge

Für uns als Kunden und Verbraucher ist störungsfreie Sicherheit rund um die Uhr bei Wasser und Abwasser selbstverständlich. Diese wird nicht nur von modernen Anlagen, sondern auch von qualifizierten Fachkräften jederzeit gewährleistet. „Deshalb sind für uns als Unternehmen der Daseinsvorsorge gut ausgebildete Mitarbeiter enorm wichtig. Und deshalb freuen wir uns über motivierte junge Menschen, die unser Team verstärken möchten“, sagt Wasserverbandsgeschäftsführer Uwe Bühning.

Und worauf kommt es dem Wasserverband genau an bei der Auswahl seiner Auszubildenden? „Wir müssen spüren, dass der Bewerber sich für den jeweiligen Beruf, aber auch für die Aufgaben des Wasserverbandes wirklich interessiert. Gern geben wir jungen Leuten aus unseren Mitgliedsgemeinden, also aus Bad Essen, Belm, Bissendorf, Bohmte und Ostercappeln, eine Chance“, verrät Personalleiterin Melanie Kösterke.

Umgekehrt hat der Wasserverband Wittlage seinen Auszubildenden auch viel zu bieten. „Als öffentlicher Arbeitgeber mit kommunaler Trägerschaft stehen wir für faire Entlohnung und geregelte Arbeitszeiten auf Grundlage des gültigen Tarifvertrages für Versorgungsbetriebe. Hinzu kommen eine attraktive betriebliche Altersversorgung und unser betriebliches Gesundheitsmanagement“, zählt die Personalleiterin nur einige der vielen ,Benefits‘ beim Wasserverband Wittlage auf.

Dies allein zeigt schon: Auch wenn am Beginn der Ausbildung Leistungen zur Altersvorsorge noch nicht so interessant sein dürften – die Rahmenbedingungen stimmen hundertprozentig beim Wasserverband. Gleiches gilt für die Zukunftsperspektiven und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Aber wie ist das Arbeitsumfeld? Schließlich muss die Arbeit doch auch Spaß machen. Kösterke: „Bei uns ist Teamarbeit kein leeres Wort. Bei uns wird kollegiales Miteinander gelebt. Und, ganz wichtig, wir sind stolz auf unsere sehr guten modernen Arbeitsbedingungen – von der digitalen Infrastruktur über den Maschinen- und Fuhrpark bis hin zur Ausstattung der Arbeits- und Sozialräume.“

Keine Frage also: Mit einer Ausbildung beim Wasserverband Wittlage hat man es gut getroffen!

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Moderne Technik und Fragen der Zukunft

Kommunal- und Bundespolitiker besuchen Wasserwerk Engter-Niewedde

Venne. Hochwasser einerseits, Wasserknappheit andererseits: Fragen rund ums Wasser beschäftigen Bürger und Politik mehr denn je. Bei einem Lokaltermin im Wasserwerk Engter-Niewedde erhielten CDU-Bundestagskandidat André Berghegger und Mitglieder des CDU-Ortsverbandes Ostercappeln vom Wasserverband Wittlage Wasserwissen aus erster Hand.

Das Wasserwerk Engter-Niewedde befindet sich auf Belmer Boden, nahe der Grenze zu Bramsche und wird seit seiner Errichtung Anfang der 1980er Jahre gemeinsam von den Wasserverbänden Wittlage und Bersenbrück betrieben. Ein gutes Beispiel kommunaler Zusammenarbeit also, wie Wasserverbandsvorsteher Günter Harmeyer betonte. Beim Wasser zeige sich eben, dass in größeren Zusammenhängen und Zeiträumen gedacht werden müsse und so seien auch der Beitritt der Gemeinden Belm und Bissendorf zum Wasserverband Wittlage wie auch dessen Wasserlieferungsvertrag mit den Stadtwerken Osnabrück – seit 2020 kann der Verband über eine Druckleitung Wasser aus dem Stadtwerke-Brunnen Wittefeld beziehen – nur folgerichtig gewesen. 

Dass es bei sämtlichen Planungen rund um die 24/7-Wasserversorgung der Bevölkerung komplexe Sachverhalte zu berücksichtigen gilt, erläuterten Verbandsgeschäftsführer Uwe Bühning und Wassermeister Wilhelm Tiemeyer, der für die CDU das Amt des Venner Ortsbürgermeisters anstrebt, den interessierten Zuhörern beim Gang durch das Vorzeigewasserwerk.

Hier wurden im vergangenen Jahr 500.000 Euro in neue Technik investiert, sodass die Anlage nicht nur energetisch vorbildlich ist, sondern über ein großzügig dimensioniertes Notstromaggregat die Haushalte und Betriebe jederzeit zuverlässig mit Wasser versorgen kann, wie Tiemeyer erklärte. Das ohnehin im Brunnenbereich schon sehr gute Rohwasser wird hier in zwei Filteranlagen noch weiter aufbereitet –  180 Kubikmeter Wasser aus drei Brunnen werden so pro Stunde. 800 Kubikmeter fasst der Speicher, sodass das kühle Nass aus Venne so schnell nicht ausgeht.

Ob es denn konkreten Anlass zur Sorge hinsichtlich Grundwasserqualität und -quantität in der Region gebe, wollte MdB Berghegger wissen. Die Qualität des Grundwassers sei weiterhin ausgezeichnet, durch die zusätzlichen Mengen weichen Wassers aus Osnabrück ergebe sich eine gute Mischung, bestätigte Tiemeyer. Gleichwohl, so Tiemeyer und Bühning, sei es herausfordernd Brunnen zu finden, die den Anforderungen an Güte und Dargebot entsprächen. Bühning:

Die trockenen Sommer der vergangenen Jahre machten ein komplexes Mengenmanagement erforderlich.

Hier habe man sich nicht allein auf die Automatisierung verlassen, vielmehr habe Wassermeister Tiemeyer vor allem in Zeiten der Entnahmespitzen teilweise händisch die Zufuhr aus den verschiedenen Brunnen und Speichern in das Leitungsnetz geregelt. Schließlich gelte es, genehmigte Fördermengen nicht zu überschreiten. Dies sei ganz im Sinne des Grundwasserschutzes, denn selbst die starken Regenfälle der vergangenen Wochen würden nicht entscheidend zur Grundwasserneubildung beitragen, da die Regenmassen über die versiegelten Flächen unmittelbar ins Kanalnetz oder ins Oberflächenwasser gelangten. Zudem bilde sich das Grundwasser vor allem durch Niederschläge außerhalb der Vegetationsperioden. Retention und Gewässerentwicklung seien hier die Stichworte, so Bühning.

Umgekehrt werde die Landwirtschaft angesichts des sich verändernden Klimas zukünftig kaum um Beregnungen umhinkommen, evtl. müsse hier über Zisternen bevorratet bzw. Brauchwasser genutzt werden. Auch sei eventuell ein Trinkwasserverbrauch von 130 Litern pro Kopf und Tag zu hinterfragen. Bühning abschließend: „Wo fängt die Daseinsvorsorge an? Was hat Vorrang: die Nutzung für den privaten Komfort oder die Nutzung durch die Landwirtschaft zur Nahrungserzeugung? Das sind die Fragen, denen wir uns stellen müssen.“

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Hochwasserschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe

Wasserverband und Unterhaltungsverband appellieren an Politik und Bürger

Altkreis Wittlage/Belm/Bissendorf. Starkregenereignisse kommen immer wieder vor. Allerdings ereignen sich solche Wetterlagen inzwischen spürbar häufiger, in größerem Ausmaß und nicht selten auch in Gebieten, die üblicherweise nicht von Hochwasser betroffen sind. Besteht auch in unserer Region ein solches Risiko? Dazu äußern sich Uwe Bühning, Geschäftsführer von Wasserverband Wittlage und Unterhaltungsverband Nr. 70 „Obere Hunte“ (UHV 70), und UHV70-Verbandsvorsteher Hermann Steuwer.

Herr Bühning, wie schätzen Sie die Risiken für Hochwasser und Überschwemmungen in unserer Region, konkret im Versorgungsgebiet des Wasserverbandes Wittlage bzw. im Zuständigkeitsbereich des UHV 70, ein?

Bühning: Zunächst einmal haben wir hier natürlich einen topographischen Vorteil im Vergleich zu den aktuell betroffenen Regionen: Nur geringe Teile unseres Versorgungsgebietes sind so beschaffen, dass der Durchfluss der Gewässer bei Starkregen eingeschränkt sein könnte, d. h. unsere Flüsse und Bäche durchfließen keine engen Täler, in denen sie sich aufstauen könnten. 

Allerdings zeigen sich auch bei uns Veränderungen des Klimas: Wetterlagen, die über längere Zeit konstant bleiben, also entweder konstante Trockenheit oder konstanten Regen, verzeichnen wir häufiger als früher. Dem müssen wir Rechnung tragen.

Welche Maßnahmen ergreift der Wasserverband Wittlage zur Prävention von Hochwasser?

Bühning: Starkregenereignisse können zu einer hydraulischen Überlastung im öffentlichen Kanal führen. Das Regenwasser kann dann nicht mehr ablaufen, so kann Wasser aus dem Kanalnetz in die privaten Hausleitungen hineindrücken und, umgekehrt, Abwasser aus den Häusern nicht mehr in den Kanal fließen. Unser Kanalnetz für Niederschlagswasser ist so ausgelegt, dass es die Regenmengen eines Starkregenereignisses fassen kann, allerdings nicht extreme Niederschläge, wie sie sich jetzt in den betroffenen Gebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ereignet haben. Deshalb appellieren wir grundsätzlich an die Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung, vorbeugenden Hochwasserschutz bei zukünftigen Bauleitplanungen stärker zu berücksichtigen. Dies ist aus unserer Sicht unverzichtbar im Sinne der Klimafolgenanpassung. Auch Grundstückseigentümer möchten wir aufrufen, die Oberflächenversiegelung möglichst gering zu halten, damit auch Wasser im Boden versickern kann und nicht das gesamte Niederschlagswasser über die Kanalisation abgeleitet werden muss – dies schützt nicht nur vor Rückstau bei Hochwasser, sondern hat auch positive Effekte im Hinblick auf die Grundwasserneubildung.

Während der Wasserverband sich um die Abwasserentsorgung sowie um die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser aus Brunnen, also aus dem Grundwasser, kümmert, ist der UHV70 mit allen Fragen rund um unsere Oberflächengewässer befasst. Was unternimmt der Unterhaltungsverband zum Hochwasserschutz?

Bühning: In der „Verordnung über die Gewässer und Gewässerabschnitte, bei denen durch Hochwasser nicht nur geringfügige Schäden entstanden oder zu erwarten sind“ des Landes Niedersachsen sind auch Bornbach, Elze, Hunte und Lecker Mühlbach aufgeführt. Hier hat aber der UHV 70 in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen zu deren Renaturierung ergriffen und weitere sind in Arbeit bzw. Planung. Dadurch wurde und wird die Rückhaltekapazität dieser Gewässer erhöht und deren Fließgeschwindigkeit und der damit verbundene Druck bei Hochwasser gesenkt.

Steuwer: Darüber hinaus möchte auch ich an die Kommunen appellieren, bei der Bauleitplanung mehr an den Hochwasserschutz zu denken. Generell wird zu viel versiegelt und gleichzeitig zu wenig Retentionsraum zum Ausgleich dieser Versiegelungen geschaffen. Außerdem wurden bei der Ausweisung und Erschließung von Baugebieten in der Vergangenheit auch in unserer Region Fehler gemacht, etwa indem eine ausgedehnte Bebauung in Überschwemmungsgebieten ermöglicht wurde oder die Grundstücke zu nahe an die Gewässer heranreichen, sodass wir im Ernstfall kaum unserer Unterhaltungspflicht nachkommen können.

Wir als Unterhaltungsverband haben unsere Hausaufgaben gemacht, aber unsere Mahnungen wurden in den Entscheidungsprozessen allzu oft übergangen. Zum Schutze der Öffentlichkeit muss aber in dieser Hinsicht dringendst ein Umdenken stattfinden, denn schon bald könnte auch unsere Region von Starkregenereignissen mit bis zu 300 Litern und mehr pro Quadratmeter betroffen sein, wie es jetzt in den Hochwassergebieten der Fall war. Ich erinnere daran, dass wir 2010 Regenmengen von 160 Litern pro Quadratmeter verzeichneten und dies schon mit extremen Auswirkungen verbunden war. Nur allzu schnell werden diese Ereignisse vergessen.

Zu welchen Vorsorgemaßnahmen raten Sie den Bürgerinnen und Bürgern?

Bühning: Vorsorge muss generell öffentlich und privat getroffen werden und wir als Wasserverband bzw. Unterhaltungsverband leisten unseren Beitrag im Sinne von Versorgungsicherheit und Bevölkerungsschutz. Dennoch gilt es, im Vorfeld bzw. im Falle eines Falles einige Dinge zu beherzigen. 

So dürfen Regenrinnen und Fallrohre nicht verstopft sein und sollten deshalb regelmäßig kontrolliert werden. Besonders Lichtschächte vor Kellerfenstern, ebenerdige Türen und Kellerabgänge sind von oberflächlich abfließendem Wasser gefährdet. Deshalb müssen auch Gullis vor Kellereingängen immer durchlässig sein. Oft sammeln sich in deren Innerem unbemerkt Schmutz und Laubreste an. Regenwasser kann aber auch durch Rückstau aus dem öffentlichen Kanalnetz über die Hausanschlussleitungen in Kellerräume eindringen. Hier haben sich Rückstausicherungen als sehr nützlich erwiesen; sie sollten aber regelmäßig auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden. Laufen dennoch einmal erhebliche Mengen Wasser in den Keller, sollte die Feuerwehr informiert und der Keller keinesfalls betreten werden, da möglicherweise ein tödlicher Stromschlag aufgrund dort häufig auf Putz verlegter Leitungen eintreten kann.

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Druck und Zug für die Trinkwasserversorgung: Bau des Speichers Lintorf voll im Zeitplan

Es geht voran: Inzwischen ist an unserer Baustelle in Lintorf die Bodenplatte gegossen, die den neuen Trinkwasserbehälter tragen wird. Dieser Tage werden bereits im unteren Teil des Gebäudes die Außenwände errichtet.

1.000 Kubikmeter Wasser fasst ein Speicher, allein seine Füllmenge ergibt also 1.000 Tonnen Gewicht. Hinzu kommt das Gewicht der beiden Betonbehälter selbst, welches bei jeweils 345 Tonnen liegt. Wenn man das Eigengewicht der Bodenplatte von 645 Tonnen sowie Dach und Wände der den Speicher umgebenden Halle von 220 Tonnen hinzurechnet, kommt man auf rund 3555 Tonnen, die auf Lintorfer Erde ruhen.

Eine ganz schön große Last, bei der erhebliche Kräfte wirken. Und so ist nicht nur die Dicke der Betonbodenplatte für die Statik maßgeblich, sondern auch die Stärke der Armierung, die die Zugkraft und die daraus resultierende Biegung dieser Last halten muss. Beton allein kann das nicht leisten, es muss schon Stahlbeton sein. Hierfür kommen Stäbe von 16 Millimetern Dicke und mehr zum Einsatz, die in Abständen von bis zu vier Zentimetern verlegt werden.

Alles in allem ein herausforderndes Bauwerk für Planer, Statiker und ausführende Unternehmen, welches aber voll im Zeitplan liegt: Mitte Oktober sollen die Behälter aufgestellt werden, im kommenden Frühjahr wird der Speicherbau fertiggestellt sein.


Transportkosten werden reduziert

Wasserverband Wittlage setzt auf Mobilität bei der Klärschlammentsorgung

Altkreis Wittlage/Belm/Bissendorf. Zur Entwässerung des anfallenden Klärschlammes auf seinen acht Kläranlagen setzt der Wasserverband Wittlage ab sofort eine eigene mobile Schlammentwässerung ein. In der Vergangenheit wurde diese Leistung an andere Firmen vergeben, mit der neuen Anlage kann der Verband die Entwässerung der Klärschlämme mit eigenem Personal und eigenem Gerät durchführen. Das bringt mehr Flexibilität und geringere Kosten mit sich, sagt Timo Ognibeni, Bereichsleiter Abwasserbeseitigung beim Wasserverband Wittlage, der Funktionsweise und Vorteile der neuen Anlage erklärt.

Was ist eigentlich Klärschlamm?

Klärschlamm fällt auf Kläranlagen bei der Abwasserreinigung an und muss entsorgt werden. Der Schlamm besteht zu drei bis fünf Prozent aus fester Substanz, der Rest ist Wasser. Das Wasser macht mithin den Großteil des Volumens und des Gewichts des Klärschlamms aus – mit entsprechenden Kosten beim Weitertransport.

Warum eine Klärschlammentwässerung?

Mit der mobilen Schlammentwässerung wird der anfallende Klärschlamm entwässert. So wird ein Trockensubstanzgehalt von ca. 25 Prozent erreicht. Dies führt zu erheblicher Volumenreduzierung und dadurch insgesamt zu geringeren Kosten in der Verwertung. Vereinfacht gesagt: Es muss weniger Wasser transportiert und entsorgt werden.

Wie sieht die Anlage aus?

Die Mobile Schlammentwässerung ist in einem schallisolierten Container von ca. acht Metern Länge untergebracht. Das Herzstück der Anlage ist die Zentrifuge, welche mit hoher Drehzahl und Gegendruck den Klärschlamm weiter entwässert. Zudem ist im Container die komplette elektrische Ausrüstung mit Fernüberwachung, Schlammförderung, Flockungshilfsmittelanlage sowie Verrohrung installiert.

Wo kommt die Anlage zum Einsatz?

Die Anlage ist mobil, d. h. sie wird an allen unseren Kläranlagen eingesetzt.

Was passiert nach der Schlammentwässerung?

Nach der Entwässerung wird der Schlamm von einer Fremdfirma direkt zu einem Kraftwerk transportiert und dort verbrannt. Zukünftig wird der Wasserverband Wittlage die entwässerten Klärschlämme aus seinen Anlagen in einer Kooperation mit Entsorgern aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen in einer zentralen Anlage in Ostwestfalen-Lippe thermisch verwerten, womit mittelfristig die Rückgewinnung von wertvollem Phosphor einhergeht.

Wieviel Schlamm fällt in einer Kläranlage monatlich an?

Insgesamt fallen auf allen acht Kläranlagen des Wasserverbandes Wittlage ca. 30.000 Kubikmeter Klärschlamm an. Diesen werden wir nun in Eigenregie entwässern.

Kann man sagen, wieviel Schlamm pro Haushalt anfällt?

Schwierig. Rein rechnerisch sind es ca. 22 Kilogramm Klärschlamm pro Person. Aber die Gewerbebetriebe gehören natürlich auch in die Kalkulation und dort fällt mehr an als in einem privaten Haushalt.

Wie oft muss der Schlamm abgefahren werden?

Je nachdem wieviel wir entwässern. Wir gehen davon aus, dass wir insgesamt jedes Jahr ca. 5.500 Tonnen entwässerten Klärschlamm abtransportieren können.

Wieviel Kubikmeter werden in der Anlage pro Stunde bearbeitet?

Pro Stunde werden bis zu 15 Kubikmeter Klärschlamm entwässert.

Muss die Bearbeitung unter Aufsicht erfolgen?

Die Anlage läuft automatisiert. In der Regel sind nur Stichproben erforderlich. 

Entsteht eine für Anwohner wahrnehmbare Geruchs- oder Lärmentwicklung?

Nein, der Container ist komplett schallisoliert. Entwässert wird stabilisierter Klärschlamm, dieser ist in der Regel geruchsneutral.

Wann rechnet sich eine solche Anlage?

Stellt man die bisherigen Kosten den Anschaffungs- und Betriebskosten der neuen Anlage gegenüber, so kann von deren Amortisierung bereits in zweieinhalb bis drei Jahren ausgegangen werden.

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Kein „Wasser marsch!“ bei der Poolbefüllung

Wasserverband Wittlage rät zu sorgsamem Umgang mit dem Lebensmittel Nr. 1

Altkreis Wittlage/Belm/Bissendorf. Das Barometer steht auf „Hoch“, der Sommer ist da – und mit den steigenden Temperaturen naturgemäß der Wunsch nach Abkühlung. Entsprechend hat die Zahl der Gartenpools in den vergangenen Jahren zugenommen und tut es weiterhin. Ob fest eingebaut oder zum Aufblasen für die Sommersaison – je mehr solcher Becken befüllt werden und je größer diese sind, desto stärker wirkt sich dies in wasserknappen Zeiten aus.

Risiko Druckabfall

Hinzu kommt: Bis ein Becken per Gartenschlauch aus dem Wasserhahn befüllt ist, kann schon einige Zeit verstreichen. Daher erreicht den Wasserverband Wittlage häufig der Wunsch seiner Kunden, ein Standrohr auszuleihen, um damit das Wasser vom nächsten Hydranten zu beziehen. „Diesem Wunsch kann für die Poolbefüllung nicht entsprochen werden, da eine abrupte Abgabe großer Wassermengen über Standrohr zum Druckabfall im Leitungsnetz führen kann, von dem letztlich andere Haushalte beeinträchtigt würden“, so Verbandsgeschäftsführer Uwe Bühning.

Kostbares Trinkwasser

Zum Vergleich: Selbst aufblasbare Gartenpools haben heute ein Fassungsvermögen von 10 bis 20 Kubikmeter. Wenn man bedenkt, dass der jährliche Pro-Kopf-Wasserverbrauch bei etwa 45 Kubikmetern liegt, wird deutlich, welche Trinkwassermengen in das private Poolvergnügen fließen. Zudem besteht die Gefahr, dass über unsachgemäße Benutzung des Standrohres Keime ins Trinkwassernetz gelangen, heißt es seitens des Wasserverbandes.

Poolwasser nicht im Garten entsorgen

Doch auch bei der Poolbefüllung aus dem heimischen Wasserhahn gilt: Poolwasser ist, etwa durch Chlorzugabe, meist chemisch behandelt. Es enthält Hautpartikel und Reste von Sonnencreme und anderen Pflegeprodukten. Mithin handelt es sich bei Poolwasser um Abwasser, das nach der Nutzung nicht im Garten verwendet werden darf, sondern über die Schmutzwasserkanalisation im Garten entsorgt werden muss. Vor dem Hintergrund der in den vergangenen Jahren stark gefallenen Grundwasserspiegel appelliert der Wasserverband an die Verbraucher, mit dem Lebensmittel Nr. 1 sorgsam umzugehen. „Dazu gehört es, sowohl den Wunsch nach privatem Poolvergnügen kritisch zu hinterfragen, wie auch die Gartenbewässerung maßvoll zu handhaben und auf das Rasensprengen möglichst zu verzichten“, so Bühning.

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Baumaßnahme in Heithöfen abgeschlossen

Mittellandkanal musste unterquert werden

Bad Essen-Heithöfen. 30 Haushalte in zentraler Lage von Bad Essen-Heithöfen konnte der Wasserverband Wittlage an die Kanalisation anschließen; dieser Tage wurde die umfangreiche Baumaßnahme abgeschlossen.

Die Ortschaft war bislang als einzige in der Gemeinde Bad Essen noch nicht Teil des öffentlichen Abwassernetzes. Im Zuge der Entwicklung des Neubaugebietes „Am Reiterhof“ wurde die Abwasserbeseitigung für den gesamten Bereich neu konzipiert – mit Anschluss an das bestehende Kanalnetz im Ortsteil Wimmer.

Aufgrund der topografischen Gegebenheiten kam ein Freigefällekanal nicht infrage. Stattdessen wird das System der Druckentwässerung angewendet. Hierfür wurde jedes der angeschlossenen Grundstücke mit einer Pumpstation ausgestattet, über die das Abwasser in die Druckrohrleitung gelangt. Da die Pumpen über ein Schneidsystem verfügen, reicht für diese Leitung ein Durchmesser von nur 63 bis 90 Millimetern.

Dies erweist sich auch bei der zweiten Besonderheit von Vorteil – der Unterquerung des Mittellandkanals. Sie war erforderlich, um die Leitung an das Kanalnetz in Wimmer anschließen zu können. Zur Kanalunterquerung wurde das sogenannte Horizontalspülverfahren angewendet. Dabei handelt es sich um eine Richtbohrtechnik, mit der Rohrleitungen unterirdisch horizontal verlegt werden können, ohne dazu einen Graben ausheben zu müssen. Die Horizontalspülbohranlage bohrt einen unterirdischen Kanal und zieht im Rückzug ein oder mehrere Rohre. In geschlossener Bauweise wurde nach diesem Prinzip fünf Meter unterhalb der Kanalsohle auf einer Gesamtlänge von 180 Metern gebohrt.

Insgesamt wurden im Zusammenhang mit der Maßnahme in Heithöfen Rohrleitungen auf rund zwei Kilometern Länge erstellt. Zahlreiche Anwohner hatten von dem Angebot des Kanalanschlusses durch den Wasserverband Wittlage Gebrauch gemacht, der auch die Wartung der Pumpe und des Schachtes übernimmt. Die Anlieger müssen lediglich die Stromkosten für ihren jeweiligen Pumpenbetrieb tragen und natürlich die Abwasserentgelte. Im Gegenzug entfallen die Aufwendungen für die dezentrale Abwasserbeseitigung.

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2.000 Kubikmeter Wasser im Tank

Erster Spatenstich für den Speicher Lintorf

Bad Essen-Lintorf. Zum symbolischen ersten Spatenstich für den neuen Trinkwasserspeicher in Lintorf trafen sich die Verantwortlichen des Wasserverbandes Wittlage, der Eigentümer und Auftraggeber der Anlage ist, sowie der Gemeinde Bad Essen und der Ortschaft Lintorf.

Die Fa. Homann hatte mit dem Ausbau ihres Werks am Standort Lintorf lediglich den letzten Anstoß für ein Projekt gegeben, das der Wasserverband Wittlage schon seit geraumer Zeit verfolgt, nämlich die Erweiterung der Speicherkapazitäten für die Ortschaften Lintorf und Dahlinghausen. Jetzt also wird die Baustelle eingerichtet, alle Genehmigungen sind erteilt und es kann losgehen mit dem Bau des neuen Trinkwasserspeichers in Lintorf. Doch bevor das schwere Gerät anrollt, wurde der symbolische erste Spatenstich genutzt, um noch einmal das Vorhaben vorzustellen:

Im Zuge der Erweiterung der Produktionsstätte der Firma Homann und zur langfristigen Sicherstellung der Trinkwasserversorgung im Osten der Gemeinde Bad Essen errichtet der Wasserverband Wittlage auf eigenem Gelände in Bad Essen-Lintorf einen Trinkwasserspeicher, genauer gesagt zwei Speicher mit einem Fassungsvermögen von jeweils 1.000 Kubikmetern. Die beiden Tanks und die zugehörigen Leitungen, Druckerhöhung und Steuerungen werden in einer eigens dafür zu errichtenden Halle untergebracht. Dabei war es allen Beteiligten ein Anliegen, dass nicht nur die Technik, sondern auch die Optik stimmt.

So werden die Tanks in Abstimmung mit den Beteiligten (Wasserverband, Fa. Homann, Anlieger) ca. fünf Meter in den Boden versenkt, wodurch sie nur noch viereinhalb Meter herausragen, um die Gesamthöhe des Bauwerkes entsprechend den örtlichen Gegebenheiten anzupassen. Die der Bebauung zugeordnete Dachseite wird mit einem Gründach versehen, um eventuelle optische Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten. Aus demselben Grund wurde eine Fassadengestaltung in Holz und Klinker gewählt.

Das Wasser kann dort aus verschiedenen Wasserwerken, unter anderem aus Dahlinghausen, Barkhausen, Lintorf und Harpenfeld, eingespeist werden. „Die Anlage ist dafür ausgelegt, Spitzen im Wasserversorgungsnetz, die z.B. in den vergangenen Sommern leider häufiger auftraten und die die kleineren Wasserwerke an den Rand ihrer Kapazität führten, auszugleichen. Neben der Versorgung des örtlichen Gewerbes sichern die Speicherbehälter auch mittelfristig die Wasserversorgung im Osten der Gemeinde Bad Essen“, so Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wittlage

Die projektierten Kosten der Baumaßnahme liegen bei 1,7 Millionen Euro; während der Bauzeit sind keine größeren Einschränkungen für den Straßenverkehr zu erwarten, da die Baustelle unter anderem über die Zufahrt der Firma Homann angefahren werden kann.

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Wasserverband Wittlage mit tierischen Helfern

Beweidung am Regenrückhaltebecken

Ostercappeln. Ganz schön zottelig sind sie, die neuen Rasenmäher, die am Ostercappelner Regenrückhaltebecken zum Einsatz kommen. Kein Wunder, handelt es sich doch nicht etwa um glänzende Maschinen, sondern um bunte Skudden, eine aus Ostpreußen stammende Heideschafrasse. Eine ganze Herde dieser langhaarigen Tiere beweidet jetzt das Gelände zwischen Rosental und Grüner Aue in Ostercappeln.

Sie gehören zur Zucht „Skudden vom Kronensee“ einer Ostercappelner Schafhalterin und beweiden bereits seit einiger Zeit die an das Gelände des Wasserverbandes angrenzenden Flächen. Dass das Areal rund um das Regenrückhaltebecken nun hinzugekommen ist, stellt für alle Beteiligten einen Gewinn dar: Die Halterin freut sich über die Vergrößerung ihrer Weideflächen, die Schafe freuen sich über zusätzliches Grün, zumal dies in der Nähe des Wassers auch recht saftig sein dürfte, und der Verband freut sich über zuverlässige Mäher. Über die ungewöhnliche Zusammenarbeit haben der Wasserverband Wittlage als Eigentümer des Geländes und die Schafhalterin einen Vertrag abgeschlossen.

Das Gelände ist mit einem Zaun versehen, sodass die Schafe in Sicherheit sind. Im Gegenzug ist die Fläche so zu beweiden, dass sie nicht mehr maschinell gemäht werden muss. Eine Pflicht, der die hübschen Vierbeiner gerne nachkommen dürften. Bei den Ostpreußischen Skudden handelt es sich um eine sehr alte Schafrasse, die schon bei den Wikingern gehalten wurde. Die Unterwolle der Tiere ist fein, die Oberwolle dagegen grob, was sie für unsere heutigen Ansprüche eher ungeeignet erscheinen lässt. Auch für die Fleischerzeugung ist die kleine Rasse nur eingeschränkt geeignet. Allerdings bestechen die Skudden durch ihre Genügsamkeit und sind in der Landschaftspflege und bei Hobbyhaltern hochgeschätzt. Für letztere, vor allem jene, denen es um den Erhalt der Artenvielfalt geht, verkörpern die Skudden mit ihren vielfältigen Farbschlägen eine schützenswerte Genreserve. Für die Hobby-Schäferin findet damit die Suche nach einer Vergrößerung der Weide ein glückliches Ende, der Wasserverband freut sich, einmal mehr ressourcenschonend und im Einklang mit der Natur seinen Aufgaben nachkommen zu können – und das sogar (weitgehend) emissionsfrei.

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Auf die Zwischenfrucht kommt es an

Untersuchungen zu Nitrat im Grundwasser

Belm. Die Bedarfe der Landwirtschaft und den Grundwasserschutz in Einklang zu bringen, stellt die Beteiligten vor große Herausforderungen. Gerade in landwirtschaftlich genutzten Gebieten mit überwiegend Festgestein, wie in Belm, weist das Grundwasser häufig erhöhte Nitratwerte auf. Nun machen die Ergebnisse eines vom Wasserverband Wittlage unterstützten Forschungsprojektes der Hochschule Osnabrück Hoffnung, dass bestimmte Fruchtfolgen zur Reduzierung dieser Werte beitragen können.

Bereits im Jahre 2017 hatte der Landkreis Osnabrück das Gebiet von der Wittekindsburg bis zum Gattberg und von Icker bis zum nördlichen Power Siedlungsrand zum Wasserschutzgebiet Belm-Nettetal erklärt – mit erheblichen Restriktionen für die Landwirtschaft hinsichtlich der Ausbringung ihres Wirtschaftsdüngers. Viele der dortigen Landwirte sind dadurch gezwungen, die auf ihrem Hof entstehende Gülle entweder in weiter entfernte Ackerbauregionen zu verfrachten, oder deren Menge zu reduzieren, was letztendlich auch einen geringeren Viehbesatz nach sich ziehen würde.

Wenig untersucht hingegen war bislang, inwieweit bestimmte Pflanzen überschüssiges Nitrat binden können. Wenn dies gelänge, würde von dem ausgebrachten Dünger weniger Nitrat ins Grundwasser gelangen, so die Überlegung. Sie gab den Anstoß zu einem Modell- und Pilotprojekt, das die Gemeindewerke Belm bzw. der Wasserverband Wittlage (als deren Rechtsnachfolger in Sachen Wasserversorgung) und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen im Jahre 2016 gemeinsam mit der Hochschule Osnabrück unter Federführung des Agrarökologen Prof. Dr. Dieter Trautz starteten. Koordiniert wurde das Projekt vom Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), der nun in einer Broschüre erste Ergebnisse vorlegt.

Erhöhte Werte trotz reduzierter Düngung

Verschiedene Kulturen – Sommerraps bzw. Sommerhafer, Silomais, Winterweizen und Wintergerste; Phacelia, Buchweizen, Ölrettich und Gelbsenf als Zwischenfrüchte – wurden auf den Versuchsfeldern von drei beteiligten landwirtschaftlichen Betrieben, darunter ein Betrieb, der sich in der Umstellung auf Bio-Landbau befand, angebaut. Sechs verschiedene Düngestufen bzw. Düngeformen kamen zur Anwendung. Auch eine Brachfläche gehörte zum Versuchsaufbau. Über drei Vegetationsperioden wurde das Zusammenspiel von Pflanzen und Düngung untersucht. Dabei kamen so genannte Saugkerzen zum Einsatz, die in 80 Zentimetern Tiefe jenes Sickerwasser aufnahmen, das bereits unterhalb der Wurzelzone liegt, also ins Grundwasser gelangen würde. Ebenso untersuchten die Studierenden, wie sich verschiedene Düngemengen auf dieses Sickerwasser – und damit auch auf das Grundwasser – auswirken; damit wurden die mit der niedersächsischen Düngeverordnung einhergehenden Änderungen bereits berücksichtigt.

Ergebnis: Sowohl für die Düngung nach Sollwert, als auch für die reduzierte Düngung ergeben sich häufig Nitrat-Überschüsse. Die Nitratkonzentrationen im Sickerwasser und die Nitratfrachten konnten insbesondere zu Beginn der Sickerwasserperiode durch eine reduzierte Düngung verringert werden. Dennoch wurde im Sickerwasser der Trinkwasser-Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter mit durchschnittlich 81,8 Milligramm über alle Jahre und Kulturen für die reduziert gedüngte Variante deutlich überschritten. Es zeigte sich aber, dass vielmehr die Bewirtschaftungsmaßnahmen, wie Fruchtfolgeplanung und Zwischenfruchtanbau, zu einer Verbesserung der Sickerwasserqualität beitragen können. So waren im Versuch insbesondere unter der Brache, sowie unter den Kulturen Winterweizen und Wintergerste in jedem Versuchsjahr hohe Nitratwerte zu messen, wohingegen unter Zwischenfrüchten nach Gerste oder Raps/Hafer geringere Nitratfrachten festgestellt wurden.

Trockene Sommer beeinflussen Ergebnisse

Bei den Ergebnissen sind die besonderen klimatischen Gegebenheiten der Jahre 2018 und 2019 mit ihren trockenen Sommern zu berücksichtigen. Hier führte ein geringeres Pflanzenwachstum zu höheren Stickstoffrestmengen im Boden. Das Projekt ist jetzt Bestandteil der landesweiten Aufgaben zum kooperativen Grundwasserschutz gemäß Niedersächsischem Wassergesetz. Es fand bereits Beachtung in der lokalen sowie in der Fachpresse; für vergleichbare Wasserschutzgebiete lassen sich Handlungsempfehlungen ableiten.

Bis 2024 wird das Projekt fortgeschrieben – wiederum mit der Unterstützung des Wasserverbandes Wittlage. Denn: „Das, was sich, so wie hier, durch wissenschaftliche Erkenntnisse nachweisen lässt und zur nachhaltigen Sicherstellung der Grundwasserqualität beiträgt, ist hilfreicher als jede Mutmaßung“, so die Einschätzung von Wasserverbandsgeschäftsführer Uwe Bühning.

Die Projektfortschreibung – auf der inzwischen auf Ökolandbau umgestellten Fläche – nimmt vor allem in den Blick, inwieweit eine mechanische Unkrautregulierung sowie die Verwendung von Kleegras zur Bindung von Stickstoff beitragen.

Die Broschüre des NLWKN mit der ausführlichen Projektbeschreibung, den Ergebnissen und einem Fazit findet sich auf der Homepage des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz.

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Wasserverband Wittlage jetzt auch beim Trinkwasser Partner der Gemeinde Bissendorf

Betriebsführungsvertrag unterzeichnet

Bissendorf. Zum 1. Januar 2021 wurde der Betriebsführungsvertrag zwischen der Gemeinde Bissendorf und dem Wasserverband Wittlage wirksam. Damit übernimmt der Wasserverband zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben in der Gemeinde Bissendorf, nämlich der Schmutz- und Regenwasserentsorgung, nun auch die Betreuung von 60 Kilometern Trinkwasser-Leitungsnetz und 2.300 Hausanschlüssen auf Bissendorfer Gemeindegebiet.

Hintergrund: Der Wasserverband Wittlage versorgt die Gemeinden Bad Essen, Belm, Bohmte und Ostercappeln mit Trinkwasser. Für die Unterhaltung der Anlagen waren die Stadtwerke Osnabrück zuständig, das Leitungsnetz wurde von der Gemeinde in Eigenregie betreut. Der Vertrag der Gemeinde mit den Stadtwerken lief jedoch zum Ende des Jahres 2020 aus und die Betriebsführung allein aus den eigenen Reihen abzudecken, wäre aufgrund personeller Engpässe nicht möglich gewesen.

Mit der neuen Regelung werden nun die am Standort Belm beschäftigten Mitarbeiter des Wasserverbandes Wittlage auf Bissendorfer Gemeindegebiet die technische Bewirtschaftung des Trinkwassernetzes übernehmen. Für den Wasserverband Wittlage ergeben sich durch die Vereinbarung Synergieeffekte im Hinblick auf die Aufgabenerledigung und Wirtschaftlichkeit, wie Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wittlage, erklärt. Auch Bissendorfs Bürgermeister Guido Halfter begrüßt die Zusammenarbeit mit dem Wasserverband Wittlage, der bereits seit vielen Jahren in der Regen- und Abwasserentsorgung ein kompetenter Partner der Gemeinde ist.

Die Ortsteile Jeggen, Natbergen (nördlich der Mindener Straße) sowie Wissingen und Wersche sind von der neuen Regelung nicht betroffen, denn sie werden weiterhin vom Wasserbeschaffungsverband Jeggen versorgt. Auch abrechnungstechnisch ändert sich für die Trinkwasserkunden innerhalb der Gemeinde Bissendorf nichts; sie erhalten ihre Verbrauchsabrechnung nach wie vor von der Gemeinde Bissendorf bzw. dem Wasserbeschaffungsverband Jeggen.

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"Hauptlast trägt der Verbraucher"

Wassergroschen für den Niedersächsischen Weg

Altkreis Wittlage/Belm.Mit dem „Niedersächsischen Weg“ hat die Landesregierung gemeinsam mit Naturschutzverbänden, Landvolk und Landwirtschaftskammer eine Vereinbarung für mehr Umwelt-, Arten- und Gewässerschutz getroffen, die mit strengeren Auflagen für die Landwirte verbunden ist. Finanziert wird das Konzept über den „Wassergroschen“ – sehr zum Leidwesen der Wasserversorger und letztendlich auch der Verbraucher.

Wenn dieser Tage die Wasserrechnung ins Haus flattert, wird sich manch einer über eine Preissteigerung wundern. Grundlage der Erhöhung ist die Finanzierung des sogenannten „Niedersächsischen Weges“, den Landwirte, Naturschützer und Landesregierung gemeinsam entwickelt haben und in dem sie sich auf einen verminderten Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sowie auf Programme zum Artenschutz einigen. Damit wird der Natur- und Artenschutz vor allem in der Landwirtschaft konkret, zieht aber vielerorts auch einen höheren Preis für Trinkwasser nach sich.

Denn mit dem im November vom Niedersächsischen Landtag einstimmig beschlossenen Gesetz zur Umsetzung des „Niedersächsischen Weges“ ist eine Vielzahl von Maßnahmen verbunden – und entsprechende Ausgleichszahlungen an die Landwirte. Immerhin betrifft sie der vereinbarte Maßnahmenkatalog unmittelbar, sei es, wenn es um die Neugestaltung bzw. Verbreiterung von Gewässerrandstreifen geht oder um die Reduzierung beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln oder der Ausbringung von Gülle. Damit den Bauern daraus jedoch keine finanziellen Nachteile erwachsen, sollen sie entschädigt werden. Zur Gegenfinanzierung hat man – nicht nur im übertragenen Sinne – eine Quelle aufgetan: die Wasserentnahmegebühr (WEG), eher bekannt als „Wassergroschen“.

Der ist zwar nicht neu, sondern wurde vielmehr bereits 1992 vom Land Niedersachsen ins Leben gerufen. Gesetzlich beabsichtigt war seine Verwendung für Maßnahmen zum Schutz der Gewässer und des Wasserhaushaltes sowie für Maßnahmen der Wasserwirtschaft und des Natur- und Grundwasserschutzes. Der Beitrag wird vom Land festgelegt und muss von den Wasserversorgern, wie dem Wasserverband Wittlage, an das Land abgeführt werden.

Mit dem am 10. Dezember verabschiedeten Haushaltsbegleitgesetz wird dieser Beitrag schon ab 1. Januar verdoppelt, was bei den Wasserversorgern nachvollziehbar auf Kritik stößt. „Wir sehen die ökologischen Maßnahmen, die ja auch zur Qualitätssicherung in der Trinkwasserversorgung beitragen, durchaus positiv. Allerdings hätten wir uns gewünscht, dass die Ausgleichszahlungen nicht ausschließlich über das Wasserentnahmeentgelt (WEG) finanziert werden. Jetzt trägt der Verbraucher die Hauptlast“, sagt Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wittlage. Wie der Wasserverband mit Sitz in Rabber, der die Gemeinden des Altkreises Wittlage und die Gemeinde Belm mit Trinkwasser versorgt, kommen die meisten Wasserversorger nicht umhin, die ihnen auferlegte Gebühr zumindest teilweise in die Verbrauchsabrechnung einfließen zu lassen.

Hinzu kommt, dass in Niedersachsen zwar jeder, der Grundwasser aus dem Boden entnimmt, die WEG entrichten muss – dies aber in unterschiedlicher Höhe. So zahlen die Trinkwasserkunden seit jeher eine höhere WEG als beispielsweise Industrie und Landwirtschaft – und sind deshalb von der Erhöhung auch doppelt betroffen. „Gemeinsam mit unserem Dachverband haben wir uns für Gebührengerechtigkeit eingesetzt: Die Finanzierung der Ausgleichsleistungen für mehr Natur- und Artenschutz soll nicht größtenteils auf Kosten unserer Trinkwasserkunden gehen. Auch war unsere Forderung, andere Nutzergruppen stärker in die Verantwortung zu ziehen. Die Mehrkosten für Trinkwasser wurden jedoch durch die Landesregierung beschlossen und waren nicht mehr zu verhindern“, heißt es seitens des Wasserverbandes Wittlage.

„Für die Wasserversorgung in den Gemeinden Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln bedeutet die Verdopplung der WEG konkret einen Mehraufwand in Höhe von 240.000 Euro, der bei einem Wasserpreis von 92 Cent pro Kubikmeter nicht aus den laufenden Entgelten finanziert werden kann, bzw. zu einer erheblichen Unterdeckung führt“, führt Bühning aus. Die Gemeinden haben deshalb einer Erhöhung des Wasserpreises um 8 Cent auf 1 Euro pro Kubikmeter beschlossen. Dieser Betrag wird bereits bei der aktuellen Festsetzung der Vorauszahlung berücksichtigt. Die Tarife für die Schmutz- und Regenwasserbeseitigung bleiben von der neuen Gesetzgebung unberührt.

„Für die Wasserversorgung in der Gemeinde Belm hatten wir vor dem Hintergrund des Jahresabschlusses 2019 sowie des zu erwartenden Ergebnisses für 2020 eigentlich eine Wasserpreissenkung in Aussicht gestellt. Diese Senkung ist aufgrund der Erhöhung der WEG nun leider nicht möglich“, bedauert Bühning. Für die Belmer Haushalte bleibt es somit unverändert bei einem Wasserpreis von 1,45 Euro pro Kubikmeter. Die Tarife für die Schmutz- und Regenwasserbeseitigung bleiben von der neuen Gesetzgebung unberührt.

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Starkregen 2010 betraf auch den Wasserverband

Mitarbeiter kämpften gegen die Folgen von Tief „Cathleen“

An den 26. und 27. August 2010 können sich viele Einwohner in unserem Verbandsgebiet sehr gut erinnern. Denn das Tief „Cathleen“ sorgte für einen noch nie dagewesenen Starkregen, der das Fassungsvermögen von Gewässern und Abwasserrohren überreizte. Die Wassermassen drangen in Keller und Erdgeschosse und überfluteten Straßen. Das bedeutete für die Einwohner in den vom Hochwasser betroffenen Ortsteilen Stress und einen hohen materiellen Schaden. In Wehrendorf drohte zudem der Damm des Regenrückhaltebeckens zu brechen, weshalb die Anwohner vorsorglich evakuiert werden mussten.

Mitarbeiter des Wasserverbands Wittlage und des Unterhaltungsverbands Nr. 70 „Obere Hunte“ waren damals wegen des Hochwassers die ganze Nacht über im Einsatz. So holte der UHV Treibsel aus den Gewässern, die das Weiterfließen des Wassers etwa an Kulturstauanlagen verhinderten. Zudem gerieten Schutt und Schrott aus den Gewässern auf die Straßen und mussten weggeräumt werden. Auch in den Klärwerken arbeiteten die Mitarbeiter rund um die Uhr auf Hochtouren. Dort kam mehr Wasser an als die Pumpwerke aufnehmen konnten. Auch die Regenrückhaltenbecken konnten die großen Mengen an Niederschlag kaum noch aufnehmen.

Extreme Wetterereignisse nehmen in den letzten Jahren stetig zu. Während 2017 und in den Jahren davor vor allem Starkregenereignisse mit erheblichen Auswirkungen zu verzeichnen waren, folgten 2018, 2019 und auch 2020 Trockenjahre. Die Klimaforschung prognostiziert aufgrund der Klimaveränderung eine Zunahme solch extremer Wetterereignisse. Regionale klimatische Veränderungen werden somit wahrscheinlicher, darunter Hitzeextreme und lange Trockenheit sowie die Zunahme der Häufigkeit, Intensität und/oder Menge an Starkniederschlägen. Laut einer Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) erwartet die Mehrzahl der kommunalen Abwasserentsorger eine zunehmende Belastung bis potentielle Überforderung ihrer Entwässerungssysteme infolge der Klimaänderung.

Der UHV wirkt den Folgen von Starkregenereignissen entgegen, indem er Renaturierungsmaßnahmen an den Gewässern in seinem Verbandsgebiet realisiert und breitere Uferrandstreifen anlegt, die das Hochwasser zurückhalten. Das trägt gleichzeitig zum Naturschutz und zur Dümmersanierung bei.

 


Rekord: Vier neue Auszubildende

Das ist Rekord: Vier Auszubildende starten beim Wasserverband Wittlage und Unterhaltungsverband Nr. 70 „Obere Hunte“ (UHV) in ihr Berufsleben. So viele waren es noch nie. Neu ist zudem, dass auch der UHV zum Ausbilder wird.

Die vier jungen Herren unterstützen die Verbände künftig dabei, dass sowohl Wasser als auch Maschinen reibungslos laufen. Til Eickhorst strebt beim Wasserverband den Abschluss zur Fachkraft für Wasserversorgungstechnik an. Sein Arbeitsfeld sind Brunnen, Wasserwerke, Druckerhöhungsstationen, Grundwassermessstellen und Rohrleitungen, also die Anlagen, durch die qualitativ hochwertiges Trinkwasser in die Haushalte fließt.

Für die Säuberung des Wassers ist Lennart Fietz zuständig, der sich für die Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik entschieden hat. Damit gehört er zu den Mitarbeitern des Wasserverbands, die die Abläufe in den Entwässerungsanlagen überwachen, steuern und dokumentieren.

Der Auszubildende Niklas Prokott schließt als Tiefbaufacharbeiter mit dem Schwerpunkt Rohrleitungsbau beim WV Wittlage Trinkwasserleitungen an Haushalte an und sorgt bei Kanalbauarbeiten für dichte Abwasserrohre. Zudem erneuert er Fußwege und Straßen. Denn der Baubetriebshof übernimmt für die fünf Mitgliedsgemeinden Bad Essen, Bohmte, Ostercappeln, Belm und Bissendorf unter anderem die Erstellung, Unterhaltung und Erhaltung gemeindlicher Anlagen.

Erster Auszubildender beim UHV

Bendix Hörsemann ist der erste Auszubildende in der fast 60-jährigen Geschichte des UHV. Als Land- und Baumaschinenmechatroniker widmet er sich mit seinen Kollegen in der Werkstatt des Verbands in Rabber der Wartung, Reparatur und Pflege des gesamten Fuhrparks.

Die Auszubildenden freuen sich darauf, ihr Handwerk von der Pike auf zu lernen. So auch Niklas Prokott, für den die zweite Ausbildung beim Wasserverband beginnt. Begonnen hat er vor drei Jahren als Fachkraft für Wasserversorgungstechnik, dann aber gemerkt, dass „mir der Tiefbau besser liegt“.

Menschlichkeit zählt

Für eine Anstellung zähle, dass jemand menschlich und kollegial überzeuge, sagt Wilhelm Tiemeyer, der als Ausbilder sowohl für den angehenden Tiefbaufacharbeiter als auch für den zukünftigen Wasserversorgungstechniker zuständig ist. Und was erwarten die Ausbilder von ihren neuen Kollegen? „Dass sie sich gut integrieren, pünktlich sind und Interesse an ihrer Arbeit haben“, so Tiemeyer, der selbst seit 25 Jahren beim WV Wittlage arbeitet. Außerdem sei Sauberkeit wichtig. „Das ist gerade beim Wasser wichtig, unserem Lebensmittel Nummer 1“, betont Tiemeyer.

Weitere Ausbilder sind Thorsten Schreck (Fachkraft für Abwassertechnik) und Hermann Schröder (Land- und Baumaschinenmechatroniker). Bendix Hörsemanns Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Die anderen Lehrlinge machen in drei Jahren ihren Abschluss.

Interesse an einem Job, einer Ausbildung oder einem Praktikum bei uns? Mehr Infos gibt es unter dem Menüpunkt "Karriere".

 


Neuer Saug-Spülwagen für den Wasserverband

Fahrzeug reinigt Abwasserrohre

Neu im Fahrzeugpool des Wasserverbands Wittlage ist der Saug-Spülwagen MG 2542 L 6x2. Das Fahrzeug kommt dort zum Einsatz, wo Abwasserrohre gereinigt werden müssen. Das ist der Fall bei den Jahresspülungen in sämtlichen Ortschaften des Verbandsgebiets, die turnusgemäß stattfinden, damit die Schmutzwasserleitungen von Ablagerungen wie z. B. Sand, Fett und Schlamm befreit und durchgespült werden. Der Saug-Spülwagen reinigt zudem die Abwasserpumpstationen, die die Abwässer durch den Einsatz von Pumpen anheben und weiterbefördern. Des Weiteren findet der Saug-Spülwagen auf Kläranlagen sowie bei Verstopfungen der Kanalisation und den Hausanschlüssen (zwischen Kontrollschacht und Hauptkanal) Verwendung.

Zum Absaugen und Spülen sind am Fahrzeug ein Saugschlauch sowie zwei Spülschläuche in unterschiedlichen Größen angebracht. Der Behälter des Saug-Spülwagens hat ein Fassungsvermögen von rund 16.000 Liter. Die Größen der Wasser- und der Schlammkammer sind per Kolben verstellbar. So passen in die Wasserkammer je nach Kolbenposition 5.400, 7.500 oder 11.000 Liter, in die Schlammkammer, 5.000, 8.500 oder 10.600 Liter. Das zulässige Gesamtgewicht des Saug-Spülwagens, der etwa 3.90 Meter hoch ist, beträgt 28.000 Kilogramm.

 


600.000 Kubikmeter frisches Trinkwasser für den Wasserverband

Der Wasserverband Wittlage bezieht künftig Trinkwasser von den Stadtwerken Osnabrück. Von einer neu errichten Pumpstation an der Straße "Im Esch" in Rulle fließt pro Jahr 600.000 m3 frisches Nass ins Wasserwerk Engter-Niewedde, von wo es ins Versorgungsgebiet des WV Wittlage weitergeleitet wird. Die Verbindungsleitung stellt die Trinkwasserversorgung im Verbandsgebiet sicher.

Am Montag, 20. Juli, um 15 Uhr wurden die vom WV Wittlage gebaute Pumpstation und die neue Leitung in Betrieb genommen. Stündlich fließt 70 m3 Wasser ins Wasserwerk Engter-Niewedde in Ostercappeln. Dafür wurde zwischen August 2019 und März 2020 eine 8,1 Kilometer lange Polyethylen-Leitung mit einem Außendurchmesse von 250 mm und einem Innendurchmesser von 220 mm verlegt.

„Vernetzter denken“

„Die Pumpstation liegt an der am besten zu erreichenden Übergabestelle mit den Stadtwerken Osnabrück, die zudem über die nötige Leistungsfähigkeit verfügt“, sagt Jörg Klimasch, Bereichsleiter Wasserversorgung beim WV Wittlage. Durch die Wahl des Leitungsquerschnittes und der Auswahl der Druckerhöhungspumpe  mit der höchsten Energieeffizienzklasse ist es möglich, die Strecke und die örtliche Topographie mit nur umgerechnet 2,5 Cent / m³ zu überwinden.

Die Kooperation des WV Wittlage und den Stadtwerken Osnabrück stellt die Trinkwasserversorgung in Bad Essen, Bohmte, Ostercappeln und Belm sicher. „Die Versorgung darf nicht an den Grenzen des eigenen Versorgungsgebietes enden: Wir müssen im Sinne der Versorgungssicherheit vernetzter denken“, sagt Uwe Bühning, Geschäftsführer des WV Wittlage. Dem schließt sich auch Günter Harmeyer, Verbandsvorsteher des WV Wittlage, an: „Kommunale Grenzen dürfen keine Rolle spielen, wenn es um die Wasserversorgung geht." 

Lesen Sie hier nach, was die "Neue Osnabrücker Zeitung" über das Thema schreibt.


Senkt Ökoanbau die Nitratbelastung im Trinkwasser?

Hochschule Osnabrück forscht auf Feldern in Belm

Die Nitratwerte im Grundwasser sind vielerorts zu hoch. 2016 wurde Deutschland deswegen von der Europäischen Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt. Ursache für die Grenzwertüberschreitung ist die intensive Landwirtschaft, für die ein hoher Viehbesatz sowie der Einsatz von mineralischen, leicht löslichen Düngemitteln kennzeichnend ist. Während allerdings wissenschaftlich belegt ist, dass die geringere und strikt flächengebundene Tierzahl im Ökolandbau weniger Nitrat verursacht, ist der ackerbauliche Effekt auf die Sickerwasserqualität kaum untersucht. Die Erforschung ökologischer Landwirtschaft ist zudem nötig, weil nach einer Zielvorgabe der Bundesregierung bis 2030 20 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen ökologisch bearbeitet werden sollen.

Seit 2016 untersucht ein von Prof. Dr. Dieter Trautz geleitetes Team der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur an der Hochschule Osnabrück, wie sich die Nitratbelastung im Wasserschutzgebiet Belm-Nettetal durch eine angepasste Stickstoffdüngung reduzieren lässt. In der Projektphase von 2016 bis 2019 wurden im Rahmen der konventionellen Landwirtschaft unterschiedlich hohe Stickstoffgaben appliziert.

„Schutz des wichtigen Lebensmittels“

„Wir freuen uns, dass das niedersächsische Landwirtschaftsministerium und das niedersächsische Umweltministerium das Projekt verlängert haben und wir außerdem zahlreiche weitere Unterstützer, wie Bio-Verbände oder die Stadtwerke Osnabrück, gewinnen konnten“, erklärte Dieter Trautz bei einem Pressetermin auf den Versuchsfeldern. Die Gelegenheit war ideal, da der Landwirt, zu dessen Fläche die Versuchsfelder gehören, 2019 seine Flächen auf Ökolandbau umstellte. So haben die Forscher*innen Gelegenheit, eine praxisübliche Umstellung wissenschaftlich zu begleiten. In den fünf weiteren Jahren bis 2024 konzentrieren er und seine Mitarbeiter*innen sich nun auf den Ökolandbau. Sie untersuchen stickstoffeffizientes Fruchtfolgemanagement, um Strategien zur Reduzierung der Nitratbelastung im Wasserschutzgebiet zu finden.

Auch der Wasserverband Wittlage unterstützt das Projekt. „Wir fördern damit den Schutz des wichtigen Lebensmittels Wasser“, sagte Geschäftsführer Uwe Bühning. Denn für die Qualität des Trinkwassers ist es notwendig, dass möglichst wenig Nitrat ins Grundwasser gelangt. Im Trinkwassergebiet Nettetal etwa ist der Gehalt zu hoch, so dass das Wasser von dort mit dem Wasser aus anderen Gebieten gemischt werden muss.

Kleegras fixiert Stickstoff

Auch der Belmer Bürgermeister Viktor Hermeler, dessen Gemeinde seit 2018 Mitglied im WV Wittlage ist, hält das Projekt für wichtig. Gemeinsam mit Uwe Bühning rief er zum sparsamen Umgang mit Wasser auf.

Eine wichtige Rolle spielt dabei Kleegras, das wegen seiner hohen Stickstofffixierungsleistung ein zentraler Bestandteil ökologischer Fruchtfolgen ist. Auf dem Versuchsfeld in Belm wird es im jährlich rotierenden Wechsel mit Silomais, Wintergerste und Sommerhafer angebaut. In den vier Blöcken auf dem Feld wird jede Kultur in jedem Jahr angebaut.

Das Sickerwasser, das weiter in Richtung Grundwasser fließt, wird im Winterhalbjahr über eine keramische Saugkerzenanlage unterhalb der Durchwurzelungszone anteilig aufgefangen und unter anderem auf den Nitratgehalt hin analysiert.

Sickerwasserperiode verschiebt sich durch Klimawandel

Untersucht wird, welchen Einfluss der Umbruchtermin von Kleegras auf die Nitratauswaschung und die Ernteerträge der Folgekulturen hat. „Wir gehen davon aus, dass durch den Umbruch im Frühjahr wesentlich weniger Nitrat ins Sickerwasser gerät als beim Umbruch im Herbst“, erklärt Mareike Beiküfner, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projektteam von Prof. Trautz. Ein Vorteil sei der Umbruch im Frühjahr auch in Hinblick auf die bessere Stickstoffausnutzung der Folgekultur und die damit verbundenen höheren Ernteerträge und -qualitäten. Zudem geht das Forschungsteam davon aus, dass die Schnittnutzung des Kleegrases günstiger ist als die Mulchnutzung, also Kompostierung auf dem Feld. Denn das senkt zum einen den Nitratgehalt im Wasser und befördert andererseits die Stickstofffixierungsleistung des Kleegrasbestands.

Die Kleegrasernte wird zudem für eine Biogasanlage genutzt und als Gärrest auf die Versuchsfläche zurückgeführt, sodass der Stickstoffkreislauf geschlossen bleibt. Zudem wird die Auswirkung von mechanischer Beikrautregulierung auf den Nitratgehalt im Boden und die Ernteerträge untersucht.

Den Klimawandel und die daraus resultierende Trockenheit bekommt das wissenschaftliche Team auch in diesem Versuch zu spüren. Denn bisher dauerte die Sickerwasserperiode von Oktober bis April. „In 2018/2019 begann die Sickerwasserperiode allerdings erst Mitte Januar 2019 aufgrund der geringen Niederschläge im Sommer und Herbst“, erklärt die wissenschaftliche Projektmitarbeiterin Maria Vergara.

„Inzwischen dauert die Sickerwasserperiode aber nur noch von Dezember bis März, im Jahr 2018 sogar nur von Januar bis März“, sagt Belms Bürgermeister Viktor Hermeler. Die Gemeinde Belm ist seit 2018 Mitglied im Wasserverband Wittlage. „Das ist ein deutliches Indiz, dass jeder einzelne ganz dringend gefordert ist, mit unserem Lebensmittel Nummer eins, dem Wasser, sparsam umzugehen“, sagte Hermeler unisono mit Wasserverbandsgeschäftsführer Bühning. 

Lesen Sie hier nach, was die "Neue Osnabrücker Zeitung" über das Thema schreibt.


Die Verbände des Hauses gratulieren!

In einer kleinen Feierstunde gratulierten Verbandsvorsteher, Geschäftsführung und Personalrat der Verbände unseres Hauses den Jubilaren und Ruheständlern des Jahres 2019.


Historische Grundwasser-Tiefstände im Kreis

Wasserverbände verzeichnen Trinkwasser-Rekordabsätze!

Artikel aus dem Wittlager Kreisblatt vom 31.08.2019

 


Der Landkreis untersagt Rasensprengen

Verbot gilt zwischen 12 und 18 Uhr bis Ende Oktober!

Artikel aus dem Wittlager Kreisblatt vom 31.08.2019

 


Landkreis ruft erneut zum sparsamen Umgang mit Wasser auf

Der Landkreis Osnabrück sieht flächendeckend "Phase 2" der Maßnahmenstrategie zum Wassersparen erreicht!

Artikel aus dem Wittlager Kreisblatt vom 04.07.2019

 


Ausreichende Wasserversorgung ist gewährleistet

Verbandsgeschäftsführer Uwe Bühning ruft die heimische Bevölkerung zum Wassersparen auf!

Interview mit dem Wittlager Kreisblatt vom 28.06.2019

 


Wasserverband Wittlage investiert in die Sanierung Belmer Brunnen

Die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit frischem Wasser hat für den WV Wittlage oberste Priorität! Aufgrund andauernder Qualitätsprobleme sind in diesem Jahr zwei Brunnen aus den 70er Jahren am Wasserwerk Belm für rund 200.000 € aufwendig saniert worden. 

Mit den Bauarbeiten wurde im Mai dieses Jahres begonnen. Zur Überbohrung der Brunnen und zum vollständigen Abbau der Betonfüllung des Ringraumes war der Einsatz einer Felsbohranlage notwendig. Anschließend folgte der Einbau einer Sperrverrohrung. Der äußere Ringraum wurde mit Zement/Ton-Dämmer neu verfüllt, um evtl. Setzungsrisse zu verschließen. Zur langfristigen Sicherung hat man außerdem ein Edelstahlwickeldrahthochleistungsfilter eingebaut. Die verbleibende Brunnenverrohrung besteht aus dickwandigen PVC-Brunnenrohren.

Nach erfolgreicher Fertigstellung und Prüfung der Brunnen können somit in Kürze wieder jährlich ca. 150.000 m³ frisches Trinkwasser aufgrund der wasserrechtlichen Bewilligung für die Belmer Bürgerinnen und Bürger bereitgestellt werden.


WV Wittlage fördert Wasserspender für die Grundschule Belm

"Sprudelndes Wasser für die Schüler"

Wittlager Kreisblatt vom 01.10.2018 


Der Verband gratuliert zum 25. Dienstjubiläum!

Am 15. Juli 2018 konnte unser Mitarbeiter Ralf Hallmann auf eine 25-jährige Betriebszugehörigkeit zurückblicken. Die Geschäftsleitung des Verbandes und die Kollegen der Abteilung Abwasserbeseitigung gratulierten Herrn Hallmann in einer kleinen Feierstunde recht herzlich!


Trotz Trockenheit: Keine Wassernot im Wittlager Land!

Auf Rasensprengen verzichten!

Wittlager Kreisblatt vom 19.07.2018


Bereisung der Verbandsanlagen am 06.06.2018

Am 06. Juli 2018 fand im Zuge der Verbandsversammlung des Wasserverbandes Wittlage eine Bereisung der drei verbandlichen Kläranlagen in der Gemeinde Bissendorf statt. Man besichtigte die Standorte Natbergen, Schledehausen und Bissendorf. 

Der Bereichsleiter für die Abwasserentsorgung beim Wasserverband, Herr Dipl.-Ing. Timo Ognibeni, führte die interessierten Gremiumsmitglieder über die Kläranlagen und gab ausführliche Informationen über die ablaufenden Prozesse und die Anlagentechnik vor Ort.


Standorteinweihung von UHV Nr. 70 und WV Wittlage in Bad Essen-Rabber 

Wittlager Lösung ist "vorbildlich"

Wittlager Kreisblatt vom 08.05.2017

Festakt zur Standortvorstellung am 05.05.2017


Bau einer Lagerhalle am Wasserwerk Harpenfeld

Wasserwerk erhält neues Gebäude

Wittlager Kreisblatt vom 13.02.2016

Richtfest am 11.02.2016


Verbandsversammlung vom 18.01.2016

"Der Wasserverband will wachsen"


Bereisung der Verbandsanlagen 22.06.2015

Am 22.06.2015 fand im Zuge der gemeinsamen Vorstands- und Ausschusssitzung eine Bereisung der Verbandsanlagen in der Region Ostercappeln statt.


Bereisung der Verbandsanlagen am 01.07.2014

Am 01.07.2014 fand im Zuge der gemeinsamen Vorstands- und Ausschusssitzung des Wasserverbandes Wittlage eine Bereisung verschiedener Verbandsanlagen statt.

Besichtigt wurden unter anderem das sanierte Wasserwerk Bohmte sowie  das kürzlich errichtete Blockheizkraftwerk auf der Kläranlage in Wittlage.


Wasserwerk Bohmte wird saniert

Anlage zurzeit vom Netz genommen - Versorgung ist sichergestellt

Wittlager Kreisblatt vom 13.11.2013


Wasserwerk Hunteburg außer Betrieb

Wartungsarbeiten im Wasserwerk Hunteburg

Wittlager Kreisblatt vom 11.04.2013

 

"Stiftung Warentest zu Leitungswasser"

"Streng kontrolliert und gnadenlos preiswert"

Rahmenvertrag zwischen dem Land und der Kooperation Wittlage/Melle

"Priorität für Trinkwasserschutz"

Wittlager Kreisblatt vom 19.06.2012

Wichtige Mitteilung für Kunden im Versorgungsgebiet Büscherheide

Die Information betrifft alle Kunden im Versorgungsgebiet Büscherheide,

die über die Stadtwerke Preußisch Oldendorf versorgt werden.

Wichtig für das gesamte Wittlager Land

Neue Förderbrunnen im Trinkwassergewinnungsgebiet

Harpenfeld fertiggestellt

Verbandsvorsteher Helmut Wilker offiziell verabschiedet

Zum Erfolg maßgeblich beigetragen

Anschrift

Wasserverband Wittlage
Im Westerbruch 67
49152 Bad Essen


Geschäftsführer: Uwe Bühning

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