Aktuelle Pressemitteilungen

Kein Sand im Getriebe!

Wasserverband Wittlage saniert Filteranlage am Wasserwerk Dahlinghausen

Bad Essen. Anfang März beginnen wir mit der Sanierung unserer Filteranlage am Wasserwerk Dahlinghausen. Die beiden Filter haben ein Fassungsvermögen von je 10 Kubikmetern. Die Filtration erfolgt mittels Sand, der Auslass des filtrierten Wassers über Düsen. Im Rahmen der Sanierungsmaßnahme werden Filtersand und Düsen komplett ausgetauscht.

Zunächst wird hierzu im ersten der beiden Filter der Sand – es sind allein für diesen Bestandteil der Anlage ca. zwölf Tonnen – abgesaugt. Anschließend werden die hier verbauten 180 Düsen ausgebaut und durch neue ersetzt, bevor neuer Sand eingefüllt wird. Danach wird dasselbe Prozedere auf den zweiten Filter angewendet.

Insgesamt wird die Maßnahme vier bis sechs Wochen in Anspruch nehmen. Indem die beiden Filter nacheinander saniert werden, kommt das Vorhaben ganz ohne Wasserunterbrechung für unsere Kunden aus.

 


Auch Investitionen in den Bestand sind Investitionen in die Zukunft

Wasserverband Wittlage saniert seine Belmer Trinkwasserbehälter

Belm. In Belm beginnen dieser Tage die Arbeiten zur Sanierung der Trinkwasserbehälter an der Icker Landstraße. Die beiden erdüberdeckten Behälter dienen in der Gemeinde der Zwischenspeicherung des geförderten Trinkwassers. Jeder der beiden Behälter fasst ungefähr 800 Kubikmeter. Beide Speicher weisen gewisse Alterserscheinungen in Form von Armierungsschäden auf, die eine umfassende Sanierung erforderlich machen.

Begonnen wird mit dem älteren der beiden baugleichen Behälter, jenem aus dem Jahre 1965. Nachdem das Wasser abgelassen ist, werden im ersten Schritt sämtliche Einbauten aus dem zylinderförmigen Bau ausgebaut. Sodann entfernt die beauftragte Sanierungsfirma zunächst die Chlor-Kautschuk-Beschichtung und anschließend die teilweise mürbe Betondeckung. Ein aufwändiger Prozess, der sich über mehrere Wochen erstrecken dürfte, schließlich muss hier eine große Oberfläche rückstandslos sandgestrahlt werden.

Auf dem rohen Beton werden alsdann Abstandhalter und darauf Matten aus Edelstahl-Drahtgeflecht flächendeckend angebracht. Anschließend wird von dem Fachunternehmen für Behältersanierungen Beton eingespritzt, sodass die Oberfläche, aber auch die Matten, der Bereich dahinter sowie sämtliche Zwischenräume komplett mit Beton ausgefüllt sind. Dessen Trocknung muss langsam und kontrolliert erfolgen, weshalb er während des Aushärtungsprozesses immer wieder mit Wasser befeuchtet wird.

Auf die fertige Betonschicht wird eine mineralische Beschichtung aufgebracht. Sobald diese begehbar ist, können Armaturen und Leitern eingebaut und der Behälter gereinigt und desinfiziert werden. Befüllung und Inbetriebnahme des sanierten Behälters sind für das späte Frühjahr geplant. In der Zwischenzeit erfolgt die Trinkwasserversorgung über den zweiten Behälter; die Trinkwasserversorgung kann so jederzeit sichergestellt werden.

Die Sanierung des zweiten Behälters ist für das kommende Winterhalbjahr vorgesehen.

Bei der gesamten Baumaßnahme ist absolute Sorgfalt geboten, da sich die Behälter im Wasserschutzgebiet Belm-Nettetal und darüber hinaus in Schutzzone I und II der Brunnen Belm-Powe 1 und 4 befinden. Die Kosten inklusive Metallarbeiten belaufen sich auf ca. 350.000 Euro pro Behälter – Investitionen in den Bestand, die der Versorgungssicherheit dienen.


Gute Ausbildung und gute Rahmenbedingungen

Wasserverband Wittlage bei Berufsbildungs-Event in Rödinghausen

Bad Essen/Rödinghausen. Nicht lange schnacken: Bei „Start – Schule trifft Beruf“ ging es um den direkten Austausch zwischen „alten Hasen“ und künftigen Azubis. Bei der Veranstaltung in der Gesamtschule Rödinghausen stellten unsere ehemaligen Auszubildenden Margarita Keller und Lennart Fietz den Wasserverband Wittlage als Ausbildungsbetrieb vor.

Fachkraft für Abwassertechnik ist einer von sechs Berufen, in denen der Verband ausbildet. „Es handelt sich um einen sehr interessanten und abwechslungsreichen Beruf im Umweltbereich mit super Zukunftsperspektiven“, beschrieb Lennart Fietz seine Tätigkeit. Margarita Keller wies auf die weiteren Vorzüge einer Ausbildung beim Wasserverband hin: „Gutes Betriebsklima, gute Vergütung schon während der Ausbildung, flexible Arbeitszeiten, Bezuschussung Fitnesstraining.“

120 Schüler der 9. Klassen hatten so in einer Art Speed Dating Gelegenheit, in kleinen Gruppen den Wasserverband Wittlage als einen von 12 teilnehmenden Ausbildungsbetrieben kennenzulernen. Ob zum Thema Berufsschule, zu Praktika oder  zu den Übernahmechancen: Die Infos wurden kompakt vermittelt, damit noch Gelegenheit für Fragen blieb, denn nach etwa sieben Minuten wechselten die Schüler zur nächsten Station.

Fazit: Eine tolle Performance von Marga und Lennart, eine Begegnung Schüler – Beruf auf Augenhöhe, bei der erste Kontakte geknüpft wurden und auch Ausbildungsgänge, die vielleicht nicht so geläufig, aber deshalb nicht weniger interessant und vor allem sehr wichtig sind, die ihnen gebührende Aufmerksamkeit erfuhren.
Mehr zu den Ausbildungsmöglichkeiten beim Wasserverband Wittlage auf unserer Ausbildungsseite.


Wenn Starkregen auf Dauerregen trifft

Der Wasserverband Wittlage zur Hochwassersituation in seinem Versorgungsgebiet

Gebrochene Deiche, überflutete Straßen und Schienen, vollgelaufene Keller – weite Teile Nordwestdeutschlands wurden dieser Tage überschwemmt. Ganz so schlimm wie am Unterlauf der Hunte stellte sich die Lage an deren Oberlauf zwar nicht dar, aber auch hier kam es für Bewohner zu Beeinträchtigungen, vor allem in der Ortslage Bad Essen Schulallee und in den Ortschaften Wittlage, Rabber und Lintorf.

Hilfe kam vom THW

Nach den regenreichen Monaten Oktober, November und Dezember sorgte an Heiligabend noch dazu Starkregen für volle Kanäle. Die Pumpen der Pumpstation nahe des Klärwerks Wittlage kamen gegen die Wassermassen nicht mehr an, da die Pumpstation in der Ortslage Bad Essen-Schulallee zwischenzeitlich ausgefallen war. Das THW Bad Essen konnte dankenswerter Weise kurzfristig mit förderstarken Pumpen für Abhilfe sorgen und damit die Pegel in den Pumpwerken absenken und halten. Inzwischen sind wieder alle Pumpen des Wasserverbandes in Betrieb.

Vollgelaufene Keller und Rückstau im Schmutzwasserkanal in der Ortslage Lintorf brachten Anwohner wohl unmittelbar mit der Produktion der Firma Homann in Zusammenhang. Dort gingen Beschwerdeanrufe mit der Forderung ein, „das Werk abzustellen“, damit sich die Abwassersituation entspanne.

Tatsächlich habe aber die Firma Homann immer in enger Abstimmung mit dem Wasserverband Wittlage den vertraglich geregelten Abwassereintrag heruntergefahren und, um die Spitzenlast zu reduzieren, ihre Reinigungsarbeiten zeitlich angepasst, so Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wittlage.

So hatte die Firma Homann im Hinblick auf die Wetterlage ihre Abwassermengen vor Heiligabend bereits um ungefähr die Hälfte ihrer sonst zu dieser Zeit üblichen Menge reduziert und so herunter geregelt, dass über die Abwasservorbehandlungsanlage nur noch maximal acht Kubikmeter pro Stunde eingeleitet wurden. Auch am Silvesterwochenende gab es bei Homann einen geringeren Abwasseranfall als gewöhnlich, da das Werk in dieser Zeit lediglich mit 40 Prozent seiner üblichen Kapazität betrieben wurde und auch die Reinigung der Anlagen bereits am 28. Dezember durchgeführt worden war. Zusätzlich hat der Wasserverband Wittlage die Situation kontinuierlich überwacht, um gegebenenfalls die Produktion unterbinden lassen zu können.

Der Wasserverband hatte darüber hinaus über die Feiertage fünf LKW zur Abwasserabfuhr im Dauereinsatz, um so das Abwassernetz zu entlasten. Seit 4. Januar läuft die Produktion im Homann-Werk wieder, allerdings in reduziertem Umfang, um den Abwassereintrag noch gering zu halten.

Zusammenspiel mehrerer Faktoren

Alle Maßnahmen schaffen Abhilfe in einer extremen Situation, die insgesamt wohl dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren geschuldet ist, wie Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wittlage betont.

„Seit Oktober regnet es in der Region eigentlich ohne Unterlass. Natürlich freuen wir uns als Wasserversorger nach den zurückliegenden Dürrejahren, dass wieder eine beträchtliche Grundwasserneubildung zu erwarten ist. Andererseits sind unsere Böden aber inzwischen so gesättigt, dass die Niederschlagsmengen längst schon abflusswirksam sind, also vom Boden nicht mehr aufgenommen werden“, so Bühning. Und da sich Wasser bekanntlich seinen Weg sucht, überflutet das überschüssige Nass versiegelte Fläche und kann im Extremfall in Gebäude und Abwasserleitungen fließen.

Niederschlagswerte im Vergleich:

2023 lag die Niederschlagsmenge im Bereich Bad Essen bei 1.100 mm/m². Im Jahr 2022 lag sie bei 700 mm/m², im Hitzejahr 2018 sogar nur bei 500 mm/m². Im langjährigen Mittel liegt sie bei 750-800 mm/m².

Der Wasserverband Wittlage verzeichnet aktuell an seinen Grundwasser-Messstellen einen Anstieg des Pegels um 80 cm.

Zwar sind im überwiegenden Teil des Versorgungsgebietes des Wasserverbandes Wittlage Schmutz- und Regenwasserkanäle im Trennsystem verlegt, dennoch kann es bei diesen erheblichen Regenmengen zu Vermischungen durch diffuse Einträge kommen. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Überlauf über die Lüftung im Kanaldeckel, falsch angeschlossene Leitungen, Bruchstellen und Undichtigkeiten in den Rohrsystemen. Bei Neubauten muss der Bauherr von unabhängiger Stelle zwar die Dichtigkeit seiner Abwasseranschlüsse prüfen lassen, aber im Bestand mag das mitunter im Argen liegen. Die so eingeleiteten Abwassermengen lassen sich nicht exakt beziffern.

Es lässt sich allerdings feststellen, dass bei Starkregen bzw. langanhaltenden Regenfällen das bis zu Dreifache der üblichen Abwassermenge den Kläranlagen im Verbandsgebiet zuläuft, mithin der Anteil des Fremdwassers (Niederschlagswasser) erheblich sein muss.


Klimafolgenanpassung

Es muss also auch an die Anschlussnehmer appelliert werden, sowohl auf die sachgemäße Herstellung der Grundstückentwässerung zu achten, wie auch die hauseigenen Entwässerungsanlagen regelmäßig zu überprüfen und rückstausicher zu halten. Grundstücken mit Anschlüssen, die unter Kanalniveau liegen, ist angesichts der in jüngerer Vergangenheit häufiger zu verzeichnenden Starkregenereignisse der Einbau einer Hebeanlage durchaus zu empfehlen.

Tatsächlich werten Wissenschaftler stabile Wetterlagen – sei es langanhaltende Dürre oder Dauerregen über Wochen und Monate – als Auswirkungen des Klimawandels, die präventive Maßnahmen erforderlich machen. Der Wasserverband Wittlage kommt dem durch Ausbau seiner Infrastruktur nach. Er hat im Sinne der Klimafolgenanpassung für das Jahr 2024 den Bau einer neuen Abwasserleitung von Lintorf zur Kläranlage Wittlage ins Auge gefasst.

Sicherheit der Systeme

Der Ausfall von Pumpen bildet im laufenden Betrieb des Wasserverbandes Wittlage die absolute Ausnahme, denn sämtliche zentralen und Hauptpumpwerke sind mit einem Alarmierungssystem ausgestattet, das die Bereitschaft habenden Mitarbeiter im Falle einer Störung umgehend darüber informiert. Der Bereitschaftsdienst ist rund um die Uhr an allen Tagen des Jahres sichergestellt.

Zusätzlich zum genannten Alarmierungssystem werden die Pumpwerke in engmaschiger Routine, d. h. täglich bis max. wöchentlich inspiziert, um sich eventuell abzeichnenden Störungen vorzubeugen. Geplante Außerbetriebnahmen von Pumpwerken oder anderen Einrichtungen werden rechtzeitig bekanntgegeben – je nach räumlichem Umfang über Homepage, Soziale Medien, Tageszeitung oder auch durch Handzettel an unmittelbare Anlieger. Der Betrieb bei derlei Unterbrechungen wird entsprechend Ausfallkonzept entweder mittels Saug-/Spülwagen oder Ersatzpumpen aufrechterhalten.


Achtung Trickbetrüger!

Warnung vor falschen Wasserverbandsmitarbeitern

Offenbar sind dieser Tage im Raum Belm Trickbetrüger unterwegs, die sich als Mitarbeiter des Wasserverbandes Wittlage ausgeben. Sie geben vor, das Trinkwasser, die Wasserhärte oder den Zähler kontrollieren zu wollen und versuchen so, in die die Wohnung zu gelangen.

Wir möchten ausdrücklich davor warnen, diesen Personen Zugang zu gewähren bzw. dringend dazu raten, auf Vorlage des Dienstausweises zu bestehen.

Für Arbeiten am Leitungsnetz oder zur Kontrolle von Messwerten benötigen unsere Mitarbeiter in der Regel keinen Zugang zur Wohnung. Sollte tatsächlich der Einlass einmal erforderlich sein, so tragen unsere Kollegen Dienstmontur und können sich dienstlich ausweisen. Turnusmäßige Wechsel der Wasseruhren durch einen Subunternehmer werden unseren Kunden vorher schriftlich angekündigt.

Für Rückfragen steht der Wasserverband Wittlage unter 05472/9443-0 zur Verfügung.


Weit über 200 Jahre Dienst für Wasser und Gewässer

Wasserverband und UHV ehren Jubilare und verabschieden Ruheständler

Bad Essen. Am Ende eines Arbeitsjahres langjährigen Mitarbeitern für ihre Treue zum Unternehmen zu danken, ist wohl eine der schönsten Verpflichtungen eines Arbeitgebers. Beim Wasserverband Wittlage und beim Unterhaltungsverband Nr. 70 „Obere Hunte“ (UHV 70) waren es in diesem Jahr gleich acht Kolleginnen und Kollegen, denen in einer kleinen Feierstunde diese Würdigung zuteilwurde. Für Uwe Bühning, Geschäftsführer beider Verbände, war es zudem eine schöne Gelegenheit, die berufliche Vita der Geehrten kurz zu skizzieren und damit auch eine wenig Verbandsgeschichte Revue passieren zu lassen.

Bernd Majewski und Bernd Hallmann sind bereits seit 30 Jahren für den Wasserverband tätig.

Bernd Majewski hat sich als gelernter Elektroinstallateur längst in die komplexen Steuerungssysteme von Wasserwerken und Pumpstationen eingearbeitet in der Wasserversorgung eingearbeitet, zudem verstärkt er die Kollegen bei der Wasserinstallation und beim Zählerwechsel. Uwe Bühning anerkennend: „Bernd, du bist ein Praktiker. Du siehst immer, wo es etwas für die zu tun gibt. Solche Leute brauchen wir!“

Auch Ralf Hallmann habe diese lösungsorientierte Einstellung, lobte Uwe Bühning den zweiten „30er“. Der Verband sei sehr froh, dass ihm dieser Kollege mit seinen umfassenden Kenntnissen des Leitungsnetzes durch die Übernahme der Abwasserentsorgung von der Gemeinde Bad Essen im Jahre 1993 „zugewachsen“ sei. „Kommt ein Anruf, fährt man hin“, fasste Ralf Hallmann bescheiden seinen Pragmatismus zusammen.

Zwei Kolleginnen können auf 25 Jahre Tätigkeit in der Verwaltung des Wasserverbandes zurückblicken: Christine Henrichs und Sandra Tackenberg.

„Seitdem du als technische Zeichnerin bei uns angefangen hast, hat sich dein Tätigkeitsfeld erheblich erweitert“, sagte Uwe Bühning an Christine Henrichs gerichtet. Sie sei „tief drin“ in allen Fragen rund um Planung und Wasserschutz und mache einen „top Job“ für den Verband. „Was Christine im Kopf hat, wird man nicht alles digitalisieren können“, lobte der Verbandsgeschäftsführer das Wissen und den großen Erfahrungsschatz der stellv. Leiterin der Wasserversorgung.

Ebenso gewachsen in den zurückliegenden 25 Jahren sei das Aufgabengebiet von Sandra Tackenberg. „Als du als frisch geprüfte Bilanzbuchhalterin 1998 zum Wasserverband kamst, war dieser ein kleiner Verband mit Buchungsmaschine und Nadeldrucker. Heute arbeiten wir dank deiner Expertise ganz selbstverständlich mit moderner IT und du hast sowohl den Überblick über unsere Datensysteme wie auch über unsere Zahlenwerke“, würdigte Uwe Bühning die Leiterin Finanz- und Rechnungswesen.

Neben der Ehrung der Jubliare, hieß es jedoch auch, einigen Kollegen Lebewohl zu sagen. Vier langjährig Beschäftige gingen in diesem Jahr in den Ruhestand bzw. traten die Freistellungsphase ihrer Altersteilzeit an.

Einer von ihnen ist Jürgen Krampf, der seit mehr als 20 Jahren beim UHV 70 in der Gewässerunterhaltung tätig ist. Uwe Bühning: „Du kennst die Straßen und Gewässer wie kaum ein anderer und weißt, wann man sie wo und wie anfahren muss. Dein reicher Erfahrungsschatz, deine sehr guten Ortskenntnisse und dein selbständiges Arbeiten zeichnen die in besonderem Maße aus.“

Mit der Übernahme der Abwasserentsorgung für die Gemeinde Belm kam Martin Langkamp 2018 zum Wasserverband Wittlage. Bei der Gemeinde Belm war er bereits seit 1992 beschäftigt. Mit seinen zwei Berufen, Mechatroniker sowie Ver- und Entsorgungstechniker, sei Martin Langkamp seit jeher eine tragende Säule der Belmer Abwasserbetriebe, so Uwe Bühning, der dem frisch gebackenen Ruheständler daher auch gern den Dank der Gemeinde Belm aussprach.

Quasi als Gründer der UHV-Werkstatt sei Hermann Schröder zu bezeichnen. Mit dem Verband und seinen Aufgaben seien auch das Werkstatt-Team, der Fuhrpark und die Räumlichkeiten gewachsen. Heute verfüge man über eine Halle mit modernen Land- und Baumaschinen und Hightech-Prüffeld. Vor allem aber: Hermann Schröder habe sich immer mitentwickelt und dabei stets neue Impulse gesetzt. „Hermann, du hast immer alles hingekriegt“, so Uwe Bühning in seiner Laudatio auf den scheidenden Werkstattleiter.

Ein ebensolches Urgestein ist Heinz-Jürgen Quade, der bereits 1982 seinen Dienst in der „Kreiskolonne“ beim damaligen Kreisverein der Wasser- und Bodenverbände antrat. Indem der Verein 1985 im UHV aufging, kam der hilfsbereite Kollege zum Bauhof des Verbandes. Hier war er vor allem in der Schwarzdeckenunterhaltung beschäftigt, war aber eine sichere Bank in der Gewässerunterhaltung. Uwe Bühning: „Seinen Erfahrungsschatz sowohl beim Splitten als auch beim Schlegeln haben wir alle geschätzt.“

Insgesamt kommen bei den geehrten Kolleginnen und Kollegen weit mehr als 200 Dienstjahre für Wasser, Abwasser und Gewässer zusammen und die Glückwünsche und Präsente von Uwe Bühning, Wasserverbandsvorsteher Rainer Ellermann und Personalratsvorsitzendem Niki Macho sind mehr als verdient. Seine Glückwünsche ließ auch UHV-Vorsteher Hermann Steuwer übermitteln, der aus Termingründen leider nicht an der Feierstunde teilnehmen konnte.


Umfangreiche Investitionen in Versorgungssicherheit

Wasserverband Wittlage stellt für 2024 geplante Projekte vor

Bad Essen. Ende November kam die Verbandsversammlung des Wasserverbandes Wittlage zu ihrer letzten Sitzung des Jahres 2023 zusammen. Dabei stellte Geschäftsführer Uwe Bühning den anwesenden Vertretern der fünf Mitgliedsgemeinden die Projekte des kommenden Jahres vor. Im Vordergrund der planerischen, technischen und baulichen Maßnahmen des Wasserverbandes Wittlage steht immer die Gewährleistung der Versorgungssicherheit.

„Hierzu muss die vorhandene Infrastruktur, müssen Netze und Anlagen kontinuierlich instandgehalten und zukunftssicher ausgebaut werden – immer mit Blick auf sich verändernde Bedarfe, auf Erfordernisse im Zuge des Klimawandels und auf möglichst hohe Energie- und Kosteneffizienz“, beschrieb Verbandsvorsteher Rainer Ellermann die planerische Grundlage der Investitionen.

Wasserversorgung

Eine umfangreiche Instandhaltungsmaßnahme ist für das Wasserwerk in Belm geplant. Hier soll noch in diesem Winter die erste der beiden Behälterkammern saniert werden; die Sanierung von Numero zwei wird im darauffolgenden Winter erfolgen. Pro Behälter sind 380.000 Euro eingeplant.

Bei der Wasserversorgung schlagen darüber hinaus vor allem Erschließungsarbeiten im Zuge der Erweiterung des Gewerbegebietes Venne (300.000 Euro) sowie die Erneuerung von Aufbereitung, Steuerung und Reinwasserbehälter im Wasserwerk Lintorf (ges. 300.000 Euro) zu Buche. Zu den großen Posten zählen auch die Herstellung neuer Hausanschlüsse im gesamten Versorgungsgebiet (200.000 Euro), die Erneuerung der Steuerung im Wasserwerk Harpenfeld (100.000 Euro) und die Erneuerung der Wasserleitung an der Hunteburger Straße (140.000 Euro).

Abwasserentsorgung

Abwasserseitig dürfte die Druckrohrleitung vom Pumpwerk Vehrte zur Kläranlage in Schwagstorf die umfangreichste Maßnahme darstellen. Sie ist erforderlich, um die Kläranalage in Belm zu entlasten. Die Planung hierzu bezieht bereits vorhandene Infrastruktur mit ein, um die Kosten möglichst gering zu halten.

So wird die bestehende Abwasserleitung von Vehrte nach Belm gewissermaßen bis nach Schwagstorf verlängert, da die dortige Anlage über ausreichende Kapazitäten verfügt. Es besteht mithin die Möglichkeit, von Vehrte aus das Abwasser je nach anfallender Menge sowohl wie bisher nach Belm als auch nach Schwagstorf leiten zu können.

Durch eine geschickte Trassenführung, kommt das Projekt ohne größere Eingriffe in Verkehr und Landschaft aus. Zudem liegen weite Teile der geplanten Trasse auf verbandseigenem bzw. kommunalem Gebiet, sodass Grunderwerb nur in geringem Umfang erforderlich wird. Für die Gesamtmaßnahme sind 1.200.000 Euro budgetiert. Bei der Umsetzung der Maßnahme wird darauf geachtet, dass landwirtschaftliche Prozesse wie Aussaat und Ernte möglichst nicht tangiert werden.

Auch in der Gemeinde Bissendorf muss erheblich in die Abwasserentsorgung investiert werden. Hier sind Investitionen von rund 1.200.000 Euro erforderlich. Größte Posten dabei sind die Ertüchtigung der Kläranlage in Natbergen (350.000 Euro) sowie die Erneuerung und Erweiterung der Kanalnetze.

Neue Abwasseranschlüsse sowie kleinere Erweiterungen des Kanalnetzes in den Gemeinden Bad Essen und Ostercappeln lassen sich auf insgesamt 200.000 Euro beziffern.

 

 


50 Tonnen ausgetauscht

Sand ist das Mittel der Wahl bei der Filtration im Wasserwerk

Bad Essen-Harpenfeld. Sand im Wasser möchte keiner haben – und doch erfüllt Sand bei der Trinkwasseraufbereitung im Wasserwerk wichtige Funktionen: Zum einen filtert er die Schwebstoffe aus dem Rohwasser, zum anderen dient die Sandfiltration auch zur Entfernung von Eisen und Mangan, d. h. mit dem Filtersand wird das Eisen, nachdem es mit Sauerstoff angereichert wurde, abgefiltert. Damit das immer zuverlässig funktioniert, muss der Sand in größeren zeitlichen Abständen ausgetauscht werden. 

Dieser Tage war es so weit: In der Filtrationsanlage in unserem Wasserwerk in Harpenfeld haben wir 50 Tonnen Sand ausgetauscht. Dabei handelt es sich um einen biologisch und chemisch einwandfreien Quarzsand in einer Schüttung, die nur aus Körnern von 1,6 bis 2,5 Millimetern Größe besteht. Der Abstand der Schlitze in den 400 Düsen, durch die im Wasserwerk anschließend das Wasser fließt, ist so bemessen, dass der Sand hierdurch nicht entweichen kann. 

Indem der Sand im Wasserwerk permanent von biologisch reinem Wasser durchflossen und regelmäßig zurückgespült wird, kann er für zehn Jahre und mehr im Filter verbleiben. Getauscht werden muss er  nur, wenn seine Qualität nicht mehr zufriedenstellend ist - weil sich die Körner eben doch durch Eisenanlagerungen vergrößert haben oder weil sie verbacken und der Sand dadurch nicht mehr so durchlässig ist. Der gebrauchte Sand ist unbedenklich und kann weiterverarbeitet werden. Durch seine Eisenanhaftung eignet er sich beispielsweise zur Färbung von Engoben. Auch kann er, da er chemisch lediglich aus Quarz und Eisenoxid besteht, im Straßenbau oder zum Verfüllen verwendet werden. Allerding sollte man bedenken, dass er durch das Eisenoxid Materialien bei Kontakt rot einfärbt.

Nachdem der Sand im Behälter ausgetauscht ist, muss das Wasser aus diesem Behälter engmaschig beprobt werden, bevor es abgegeben wird. Diese Probenentnahmen sind vorgeschrieben und wichtig, um sicherzustellen, dass während des Sandaustauschs keine Keime in den  zu diesem Zweck zwischenzeitlich geöffneten Behälter eingedrungen sind.

Sand ist das Mittel der Wahl bei der Trinkwasserfiltration – nicht nur bei uns in Harpenfeld, sondern in verschiedenen Behältnissen und unterschiedlichen Körnungen nahezu in fast allen Wasserwerksarten auf der ganzen Welt.


Mit neuem Gremium zur Kompetenzregion für Wasser-Fragen der Zukunft

Wasserverband Wittlage Gründungsmitglied im Strategierat Wasser Weser-Ems

Osnabrück/Brake. Wasser wird zu einer der zentralen Herausforderungen für die zukünftige Entwicklung der Region Weser-Ems. Wachsende Wasserbedarfe in Wirtschaft und Bevölkerung, steigende Anforderungen beim Schutz von Wasser, aber auch beim Schutz vor Wasser: Um die drängenden Aufgaben der Wasserwirtschaft auf der regionalen Ebene abgestimmt und vorausschauend anzugehen, sind Innovationen und neue Kooperationen gefragt.

Hier setzt der Strategierat Wasser Weser-Ems an, der im September mit einer Gründungsversammlung in Osnabrück vom Stapel gelaufen ist. Das Gremium, das hochrangige Akteure aus Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft und Verwaltung zusammenführt, tritt an, den Nordwesten als Kompetenzzentrum für Zukunftsfragen rund ums Wasser zu etablieren.

Die naturräumlichen Besonderheiten der Region und das vor Ort bereits vorhandene „Wasser-Wissen“ bieten dafür beste Voraussetzungen: „Mit dieser besonderen regionalen Kompetenz im Themenfeld ,Wasser‘ wollen wir Weser-Ems auch überregional als Innovationsstandort positionieren und gemeinsam für die sichere Wasserversorgung der Zukunft eintreten“, erklärt Stephan Siefken, Landrat des Landkreises Wesermarsch und Vorsitzender des neuen Netzwerks. Die Geschäftsstelle wird beim Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) mit Sitz in Brake angesiedelt.

„Das Thema Wasser bietet viele Möglichkeiten, es bestehen aber auch dringende Notwendigkeiten“, fasste Siefken die aktuelle Situation bei der konstituierenden Versammlung zusammen. Denn: Ohne Wasser kommt kein Wirtschaftsbereich aus, es ist ein grundlegender Standortfaktor. Gerade in Gebieten mit wasserintensiven Branchen kann es angesichts ausgedehnter Trockenperioden zu Nutzungskonkurrenzen ums Wasser kommen, besonders wenn noch Bevölkerungszuwachs und Neuansiedlungen hinzutreten. Und es entstehen weiter neue Bedarfe, etwa für die Erzeugung von Wasserstoff, die an verschiedenen Standorten in Weser-Ems geplant ist.

Regionale Wasserversorger stoßen teilweise an die Grenzen ihrer Wasserrechte. Vielerorts in Weser-Ems werden zudem fallende Grundwasserstände registriert. Parallel zum Umgang mit steigenden Bedarfen und Hitzeperioden müssen für Starkregenereignisse, die zu großflächigen Überflutungen führen, neue Lösungen gefunden werden. Kanäle, Rückstau- und Rückhaltebecken sowie Kläranlagen geraten an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit.

„Diese sich verschärfenden Herausforderungen müssen stärker ins öffentliche und politische Bewusstsein gerückt werden und es braucht innovative und regional angepasste Lösungen zusätzlich zu den Konzepten auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene“, sagt Karsten Specht, Geschäftsführer des OOWV, der die Expertise des Wasserverbands ebenfalls in den Dienst dieser gemeinsamen Anstrengung stellen will.

Dabei kann der Strategierat anknüpfen an bereits bestehende Projekte. Einige davon nutzen für industrielle Zwecke alternative Wasserressourcen, wie aufbereitetes Brauchwasser oder Prozesswasser, anstelle von Trinkwasser. Weitere Projekte setzen auf den Wasserrückhalt in der Fläche, um den Grundwasserspiegel zu stabilisieren, oder ermöglichen eine angepasste Verkehrsführung bei Starkregen. Hinzu kommen Initiativen zu mehr Kooperation beim Hochwassermanagement oder zu einer klimaresilienten Agrarwirtschaft.

Auf all dies kann der Strategierat Wasser bauen, wenn er nun antritt, der Ressource Wasser in der Region und darüber hinaus eine Stimme zu verleihen. „Heute haben wir gemeinsam die ersten Schritte unternommen, um die wichtigsten Herausforderungen zu identifizieren und Prioritäten zu setzen“, betonte Vorsitzender Stephan Siefken nach der Gründungsversammlung am Donnerstag. Der Auftakt sei getragen gewesen von dem Gedanken, dass die großen gemeinsamen Aufgaben solidarisch angegangen werden sollten. In der Folge gelte es nun, diese öffentlich in den Fokus zu rücken, innovative Projekte anzustoßen und Strategien zu schmieden – gemeinsam für eine sichere Wasserversorgung der Zukunft in Weser-Ems.


Vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten

Wasserverband Wittlage beim Bewerberfachtag in Bad Essen

Bad Essen. Auch diesmal waren wir wieder beim Bewerberfachtag (BFT) der Oberschule Bad Essen mit von der Partie. Infos aus erster Hand – von Ausbildern und Auszubildenden – gab es sowohl für Schülerinnen und Schüler, die sich noch orientierten, wie auch für jene, die schon wissen, was sie wollen. So wie Marlon Klausjürgens, der sich für den Beruf des Land- und Baumaschinenmechatronikers interessiert. Mit ihm hat unsere Personalleiterin Melanie Kösterke besprochen, welche Unterlagen für eine erfolgreiche Bewerbung benötigt werden. Aber auch unsere anderen Ausbildungsmöglichkeiten stießen auf großes Interesse. In 2024 bilden wir in folgenden Berufen (m/w/d) aus:

  • Tiefbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Rohrleistungsbau,
  • Land- und Baumaschinenmechatroniker,
  • Elektroniker für Betriebstechnik mit Schwerpunkt Betriebsanlagen/Betriebsausrüstung,
  • Fachkraft für Abwassertechnik.

Mehr dazu auf unserer Ausbildungsseite.


Ein neuer Beruf ist auch dabei

Der Wasserverband Wittlage begrüßt seine neuen Auszubildenden

Bad Essen. Werkstatt und Lager, Brunnen und Speicher, Wasserwerk und Leitungsnetz - und natürlich auch die Verwaltung: Die Beschäftigungsfelder in der Wasserversorgung sind vielfältig. Davon profitieren auch die vier jungen Leute, die jetzt beim Wasserverband Wittlage ihre Ausbildung begonnen haben.

Am Dienstag, 1. August, konnte der Wasserverband Wittlage drei neue Kollegen und eine neue Kollegin begrüßen: Die neuen Auszubildenden hatten ihren ersten Arbeitstag. Alle vier stammen aus Bad Essen, alle vier kommen von der dortigen Oberschule – aber alle starten in unterschiedlichen Berufen. Leonie Helms macht eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement, Tom Colino Bergmann erlernt den Beruf des Tiefbaufacharbeiters mit dem Schwerpunkt Rohrleitungsbau, Dennis Lemmer den der Fachkraft für Wasserversorgungstechnik und Berkan Kapici macht eine Lehre als Elektroniker für Betriebstechnik. 

In diesem Beruf bildet der Wasserverband Wittlage erstmals aus. „Auf unseren technischen Anlagen geht heute nichts mehr ohne moderne Elektronik. Da braucht es Mitarbeiter, die die Systeme, Verbindungen und Steuerungseinheiten wie ihre Westentasche kennen“, sagt Ausbilder Timo Kleffmann. Zusammen mit Wassermeister Wilhelm Tiemeyer betreut er Berkan, Dennis und Tom während ihrer Ausbildung in den technischen Berufen in Wasserwerk und Versorgungsnetzen. In der Verwaltung hat Leonie Helms ihren Dienst angetreten. Bei ihr sprachen gleich mehrere Gründe für den Wasserverband Wittlage als Ausbildungsbetrieb: der regionale Bezug, die modernen Büros, die Zukunftssicherheit – „und weil Wasser einfach wichtig und unverzichtbar ist“. Eine gute Entscheidung!

Der Wasserverband Wittlage heißt seine Neuzugänge herzlich willkommen und wünscht ihnen viel Erfolg und Freude bei ihrer Ausbildung.

Mehr zu den Ausbildungsmöglichkeiten beim Wasserverband Wittlage unter https://www.wv-wittlage.de/karriere/ausbildung.
Und für Kurzentschlossene: Noch ist bei uns ein Ausbildungsplatz zur Fachkraft für Abwassertechnik (m/w/d) frei!


Synergien und Expertise

Wasserverband Wittlage übernimmt Kompensationsbetreuung für Gemeinden

Altkreis Wittlage/Belm/Bissendorf. Ein neues Baugebiet, die Ansiedlung von Gewerbe, die Erweiterung einer öffentlichen Einrichtung – Träger von Planungs- und Baumaßnahmen sind per Gesetz verpflichtet, durch sie verursachte Eingriffe in Natur und Landschaft zu kompensieren. In der Umsetzung bedeutet das: Es müssen Ausgleichs- und Ersatzflächen bereitgestellt und erhalten werden.

Damit die Ermittlung und Unterhaltung dieser Flächen jedoch tatsächlich ökologisch nachhaltig erfolgt, ist Fachwissen gefragt. Wie ist der aktuelle Zustand der Ausgleichsfläche? Wo bietet sich eine zukünftige ökologische Aufwertung an? Fragen, für deren Beantwortung häufig externe Beratungsbüros herangezogen werden müssen – oft mit erheblichem finanziellem Aufwand. Im Versorgungsgebiet des Wasserverbandes Wittlage setzen Kommunen hierbei auf Kompetenz aus den eigenen Reihen: Sie haben die Aufgabe der Kompensationsbetreuung an den Wasserverband Wittlage gegeben, dessen Verbandsmitglieder sie sind.

Hier ist Ingrid Vörckel seit Januar dieses Jahres Ansprechpartnerin für die Gemeinden in Sachen Kompensation. Die Ingenieurökologin hat zuvor mehr als acht Jahre beim Unterhaltungsverband Nr. 70 „Obere Hunte“ (UHV 70) die Gewässerentwicklung an der oberen Hunte und ihren Zuflüssen betreut. Insbesondere im Hinblick auf die Dümmersanierung konnten in dieser Zeit zahlreiche Renaturierungsmaßnahmen geplant und umgesetzt werden. Ingrid Vörckel verfügt mithin über weitreichende Erfahrung im Aufbau von Kompensationsflächenpools wie auch in der Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Osnabrück.

Auch in ihrer neuen Funktion beim Wasserverband Wittlage, die von den beteiligten Gemeinden getragen wird, wird sie sich um den Aufbau von Flächenpools für die Gemeinden kümmern. Anders als bei einer externen projektbezogenen Beratung steht Ingrid Vörckel den Kollegen in den Rathäusern kontinuierlich als Ansprechpartnerin in Sachen Kompensation zur Verfügung und bietet fachliche Unterstützung in allen Angelegenheiten rund um den Natur- und Artenschutz.

Natürlich wird sie sich dabei nicht nur auf die Gewässerökologie beziehen, sondern auch andere standortgerechte kompensatorische Maßnahmen wie beispielsweise Baumhecken, Streuobstwiesen, Magerrasen oder Aufforstungen entwickeln und dabei als Schnittstelle zwischen Gemeinden und Unterer Naturschutzbehörde fungieren.

Vor der Planung steht jedoch zunächst einmal die Bestandserhebung. Derzeit ist die Osnabrückerin noch dabei, Bebauungspläne und Kartierungen bei den Gemeinden zu sichten, um zu ermitteln, wo aktuell Handlungsbedarf besteht. Ihre Ansprechpartner in den Bauämtern freuen sich über die Unterstützung, verfügt Ingrid Vörckel doch über eine ökologische Expertise, die gerade von kleineren Kommunen allein selten aufgebracht werden kann. Im Zusammenschluss mit mehreren Gemeinden entstehen somit die erwünschten Synergien – beim Know-how und seiner Finanzierung, aber auch bei Flächen und Maßnahmen.

Den Bereich der Gewässerentwicklung und -unterhaltung beim UHV 70 betreut seit April Kai Holzgräfe, der als Biologe langjährige Erfahrung in der Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie mitbringt.


Anschrift

Wasserverband Wittlage
Im Westerbruch 67
49152 Bad Essen


Geschäftsführer: Uwe Bühning

Kontakt

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Fax +49 5472 9443-30
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Montag - Donnerstag 7:30 - 16:30 Uhr
Freitag 7:30 - 12:00 Uhr