Aktuelle Pressemitteilungen

Das Fass von Lintorf – Versorgungssicherheit in Spannbetonbauweise

Wasserverband Wittlage nimmt neuen Trinkwasserspeicher in Betrieb

Lintorf. „Wasser marsch!“ hieß es am Dienstag in Lintorf, als der Wasserverband Wittlage seinen neuen Trinkwasserspeicher offiziell in Betrieb nahm. Der Speicher wird die Wasserversorgung im Osten der Gemeinde Bad Essen sichern.

Es hat schon stattliche Dimensionen, das „Fass“ von Lintorf. Dennoch fügt es sich gut in die Umgebung ein. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Tanks etwa fünf Meter tief in der Erde versenkt wurden und das Gebäude dadurch nur noch viereinhalb Meter, also in üblicher Gebäudehöhe, herausragen. Tanks? Ja, denn der Speicher besteht aus zwei Behältern. Jeder davon fasst 1.000 Kubikmeter Wasser. Das Wasser kann dort aus verschiedenen Wasserwerken, unter anderem aus Dahlinghausen, Barkhausen, Lintorf und Harpenfeld, eingespeist werden.

2.000 Kubikmeter

„Mit ihren 2.000 Kubikmetern Fassungsvermögen ist die Anlage ausgelegt, Spitzen im Wasserversorgungsnetz, die z.B. in den vergangenen Sommern leider häufiger auftraten und auch zukünftig zu erwarten sind, zuverlässig auszugleichen. Solche Entnahmen haben die kleineren Wasserwerke immer häufiger an den Rand ihrer Kapazität geführt. Neben der Versorgung des örtlichen Gewerbes sichern die Speicherbehälter auch die Wasserversorgung im Osten der Gemeinde Bad Essen“, so Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wittlage.

Die Fa. Homann hatte mit dem Ausbau ihres Werkes am Standort Lintorf lediglich den letzten Anstoß für ein Projekt gegeben, das der Wasserverband Wittlage schon seit geraumer Zeit verfolgte, nämlich die Erweiterung der Speicherkapazitäten für die Ortschaften Lintorf und Dahlinghausen.

Zur offiziellen Inbetriebnahme waren Mitglieder der Verbandsversammlung, Bürgermeister, Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher, Mitarbeiter des Wasserverbandes sowie die unmittelbaren Nachbarn am Speicherstandort und gekommen. Bei Letzteren bedankte sich Verbandsvorsteher Rainer Ellermann ausdrücklich für deren Geduld während der Bauzeit.

Der symbolische erste Spatenstich hatte Ende April vergangenen Jahres stattgefunden, danach erfolgte der Erdaushub bevor Ende Juni die Bodenplatte gegossen wurde. Im November wurden die Behälter fertiggestellt – in Spannbetonbauweise, bei der die vorgefertigten Teile wie bei einem Fass zu einem Rund zusammengefügt wurden. In diesem Frühjahr dann wurden die äußere Hülle und das Dach des Gebäudes, in dem sich die Behälter befinden, fertiggestellt. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme liegen bei 1,8 Millionen Euro.

Modernste Technik

Bevor Rainer Ellermann den Speicher per Knopfdruck – die Anlage verfügt über modernste digitale Technik – in Betrieb nahm, dankte er allen, die an den Entscheidungsprozessen, an Planung und Ausführung beteiligt waren. „Es ist dies für uns eine besondere Maßnahme, nicht nur vom baulichen, sondern auch vom finanziellen Volumen her. 1,8 Millionen investiert man nicht einmal eben so, aber wir wissen, sie sind gut investiert, denn sie schaffen Versorgungssicherheit“, betonte der Verbandsvorsteher.

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Wie groß werden Pantoffeltierchen?

Christophorus-Schüler besuchten die Kläranlage in Bohmte

Bohmte. Schulausflüge und Vor-Ort-Termine zur Veranschaulichung des Erlernten waren wegen Corona zwei Jahre nicht möglich. Die aktuelle Lage lässt derlei aber wieder zu, sodass der Wasserverband Wittlage nach längerer Zeit wieder einmal eine Schulklasse in einer seiner Betriebsstätten begrüßen konnte. Den Anfang machte die dritte Klasse der Christophorus Schule Bohmte auf der Kläranlage am Maschweg.

Das Thema Abwasserentsorgung hatte die Klasse im Sachunterricht bei Lehrerin Renate Vallo bereits durchgenommen und so waren ihnen die Begriffe Ammonium, Nitrit, Nitrat, Phosphor, Phosphat geläufig. Nur die Pantoffeltierchen schienen ihnen entfallen zu sein. Aber die waren ja auch bei Arbeit im Belebungsbecken der Kläranlage.

Drei Stufen

Hier erfuhren die Schüler von Jens Böhning, Betriebsleiter der Anlage, und Elektro-Fachmann Mathias Haruppa, dass die Abwasserklärung in drei Stufen abläuft – mechanisch, biologisch und chemisch. In der Praxis bedeutet das: Zunächst einmal werden mit einem Rechen grobe Teile, wie Papierfetzen oder Speisereste, aus dem Abwasser maschinell herausgefischt. In dem Gebäude, in dem sich der Rechen befindet, riecht es vielleicht am strengsten auf der gesamten Kläranlage, aber wozu hat man seine Maske dabei?

Nächste Station sind Sandfang und Vorklärbecken, wo das Wasser weiter mechanisch gesäubert wird. Dann geht es an die biologische Aufbereitung. Im Belebungsbecken kommen die Bakterien, unter anderem besagte Pantoffeltierchen, so richtig in Fahrt. Das Abwasser wird hier ständig verwirbelt und damit belüftet. Und mithilfe des so zugeführten Sauerstoffs können die Bakterien ganze Arbeit beim Vertilgen des Schmutzes leisten. Wie groß Bakterien werden können, wollte ein Schüler wissen. Doch Jens Böhning konnte beruhigen: Auch bei den besten Lebensbedingungen – und die haben die Bakterien in der Kläranlage – bleiben sie doch Mikroorganismen.

Im Nachklärbecken wird das Wasser über Sedimentation weiter gereinigt. Diesen Prozess veranschaulichte Jens Böhning anhand von Probenbehältern. Nach der Nachklärung ist das Wasser auch wieder als solches erkennbar, die Mikroorganismen setzen sich als Klärschlamm ab. Dennoch enthält das Wasser jetzt noch Phosphat. Und da kommt die dritte Stufe, die chemische, ins Spiel. Durch Zugabe von Eisensalzen wird das Phosphat ausgefällt. Das gereinigte Wasser wird in die Hunte geleitet, der restliche Klärschlamm – er erinnert auf den ersten Blick ein wenig an Lava – wird in einer mobilen Zentrifuge entwässert. Zukünftig wird er in einem Kooperationsprojekt zahlreicher Abwasserentsorger verbrannt und so der reine Phosphor, ein wichtiges und rares chemisches Element, zurückgewonnen.

Positives Fazit

Fazit der Schüler: Weniger eklig, aber dafür ziemlich spannend ist, was auf einer Kläranlage passiert. Und so fragten einige Schüler nach dem Besuch, ob sie einmal wiederkommen dürften.
Fazit der Erwachsenen: Unterrichtsstoff gefestigt, Sensibilisierung für die Umwelt geglückt – und schon die ersten Bewerber für ein späteres Praktikum beim Wasserverband Wittlage. Ein voller Erfolg!

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Weltwassertag am 22. März: „Wollen wir so weitermachen?“

Düstere Prognose für die Grundwasservorräte der Zukunft

Bad Essen. Schon 2030 könnte es zu Einschränkungen kommen, 2050 ist die Trinkwasserversorgung im Wittlager Land, in Belm und Bissendorf nicht mehr gesichert. Das ist die düstere Prognose einer Studie, die die Kreisverwaltung für den gesamten Landkreis Osnabrück in Auftrag gegeben hatte. Doch es gibt auch Maßnahmen, um dem Negativtrend zu begegnen.
Vor kurzem veröffentlichte der Weltklimarat (IPCC) seinen aktuellen Sachstandsbericht. Seine Kernaussagen: Die Folgen des Klimawandels werden sich stärker und früher zeigen als bisher angenommen, unverzügliches und zielgerichtetes Handeln im Bereich des Klimaschutzes sowie der Klimawandelanpassung sind erforderlich, um Risiken auf einem Level zu halten, das wir noch beherrschen können.

Klimaveränderungen auch in unserer Region

Trotz der mahnenden Worte ist man vielleicht geneigt, Klimaschäden in entfernten Regionen und in ferner Zukunft zu verorten. Doch dem ist leider nicht so. Dass sich der Klimawandel auch in unserer Region und wahrscheinlich schon in absehbarer Zeit bemerkbar machen wird, zeigt das „Zukunftskonzept Wasserversorgung“, das der Landkreis Osnabrück in Auftrag gegeben hatte. Dabei wird das Kreisgebiet entsprechend seiner strukturellen und geologischen Unterschiede in verschiedene Betrachtungsräume unterteilt. Den Abschlussbericht der Studie – heruntergebrochen auf den Betrachtungsraum Belm-Bissendorf-Altkreis Wittlage bzw. das Versorgungsgebiet des Wasserverbandes Wittlage – stellte dessen Geschäftsführer Uwe Bühning dieser Tage der Verbandsversammlung vor.

Die Prognose geht von einem Anstieg der Jahresdurchschnittstemperatur bei gleichzeitiger Verringerung der Winterniederschläge und Verlängerung der Trockenperioden aus. Eine Verschiebung der jahreszeitlichen Niederschlagsereignisse hat darüber hinaus nicht nur Einfluss auf die Tier- und Pflanzenwelt im Allgemeinen, sondern auch auf die Saat- und Ernteplanung in der Landwirtschaft und auf die Vegetation im Besonderen. Damit ist eine vom Ackerbau geprägte Region wie die unsrige besonders betroffen. Denn während die Verbräuche in Haushalten, Gewerbe, Industrie und Tierhaltung hier nur moderat und damit beherrschbar steigen, lassen die Wassermengen, die auf den Feldern benötigt werden, aufmerken.

In Zahlen: Die im Raum Altkreis Wittlage-Belm-Bissendorf in der Landwirtschaft benötigte Wassermenge könnte von 1,25 Millionen Kubikmetern im Jahre 2018 auf bis zu 3,28 Millionen Kubikmeter im Jahre 2030 ansteigen. Wesentlicher Grund dafür wäre der im selben Zeitraum zunehmende Beregnungsbedarf, nämlich von 0,061 Millionen Kubikmetern auf 2,06 Millionen Kubikmeter – eine Steigerung um mehr als das Dreißigfache, so die Prognosen.

Fazit: Aufgrund geringer Niederschläge wird die Grundwasserneubildung reduziert, gleichzeitig steigt aber durch die Trockenheit der Entnahmebedarf für die Beregnung der Felder. Hochgerechnet wird dadurch das Grundwasserdargebot im Versorgungsgebiet spätestens in 2050 nicht mehr ausreichen.

Wasserverband hat Maßnahmen ergriffen

„Wollen wir so weitermachen?“, fragte Uwe Bühning in die Verbandsversammlung und zeigte die in der Landkreis-Studie aufgeführten Gegenmaßnahmen zur Sicherung von Qualität und Quantität des Grundwasserdargebots auf. Etliche dieser Maßnahmen kann der Wasserverband ergreifen und tut dies auch bereits, wie zum Beispiel im Zusammenschluss zu Wasserkooperationen mit anderen Versorgern sowie der Landwirtschaft, durch die Ertüchtigung von Speichern und Leitungsnetzen, und notfalls auch durch die missliebigen Nutzungseinschränkungen in Trockenphasen.

Der größte Handlungsspielraum, aber vielleicht auch der größte Handlungsbedarf dürfte indes bei den Kommunen, vor allem bei deren Bauleitplanung liegen. Hier geht es in erster Linie um die Entsiegelung von Flächen bzw. die Reduzierung deren Neuversiegelung, um den Rückhalt von Niederschlagswasser in der Fläche zur Förderung der Grundwasserneubildung, und um den Schutz bestehender Ressourcen. Maßnahmen, die nicht nur in der Studie des Landkreises empfohlen sind, sondern auch vom Weltklimarat gefordert werden

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Trotz starker Regenfälle im Februar:

Keine wirkliche Erholung bei den Grundwasserpegeln

Bad Essen. Grau in grau war der zurückliegende Winter. Strahlende Sonnentage bei klirrender Kälte? Fehlanzeige. Genauso mäßig wie das Wetter waren die Niederschlagsmengen in der Region.

Zwar gab es keine ausgesprochene Trockenheit, doch feuchte Luft und Nieselregen, die unser Wetter den ganzen Dezember und Januar über bestimmten, tragen eben nicht zur Grundwasserneubildung bei. Dazu braucht es tagelang ordentlich Regen, der auch einmal über längere Zeit in großen Pfützen auf den Feldern steht.

Was den Landwirt begreiflicherweise in dem Moment ärgert, zahlt sich aber für seine und unser aller Zukunft aus: Dauerregen im Februar trägt maßgeblich zur Grundwasserneubildung bei. Und die ist enorm wichtig nach der fortgeschrittenen Grundwasserzehrung der vergangenen trockenen Jahre. Insofern hat der viele Regen, der mit den Stürmen Mitte Februar einherging, der Natur gutgetan.

Für Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wittlage, hätte es aber durchaus noch ein wenig mehr davon sein dürfen: „Wir haben eine Niederschlagsmenge von insgesamt 140 Litern pro Quadratmeter in den Monaten Januar und Februar gemessen. Das ist zwar nicht wenig, aber angesichts der niedrigen Grundwasserstände wären 250 bis 300 Liter durchaus wünschenswert gewesen.“

Bühning betont, dass die Wintermonate für die Grundwasserneubildung entscheidend seien, da im Sommerhalbjahr die Niederschläge aufgrund der hohen Temperaturen verdunsteten bzw. von der Vegetation verbraucht würden. Für das Grundwasser sei es mithin ungünstig, wenn das Winterhalbjahr eher trocken ausfalle. Fazit: Der nasse Februar hat nicht vollends aufholen können, was die niederschlagsärmeren Vormonate versäumten – und der März hat uns bislang mit Sonne, aber nicht mit Regen verwöhnt.

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Zum Wohle der Verbraucher: Wasserverband Wittlage ändert Abrechnungsgrundlage

Vom Preis zur Gebühr – und es wird teilweise sogar günstiger

Bad Essen-Rabber. Dieser Tage gehen den Kunden des Wasserverbandes Wittlage die Abrechnungen für das Jahr 2021 zu. Darin sind die Beträge wie in den Vorjahren als Preise angegeben. Ab dem Rechnungsjahr 2022 werden sie als Gebühren ausgewiesen. Grund dafür ist eine Gesetzesänderung. Teurer wird es aber dadurch nicht, im Gegenteil: Mit der Änderung soll eine Kostensteigerung vermieden werden. Außerdem: Bürger der Gemeinden Belm und Bissendorf dürfen sich in diesem Jahr sogar über eine Gebührensenkung freuen.

Bislang war die Abwasserentsorgung, die als hoheitliche Aufgabe und damit nicht privatwirtschaftlich erbracht wird, umsatzsteuerbefreit. Mit einer Anpassung an EU-Recht wurde der zugrunde liegende § 2b UStG dahingehend geändert, dass juristische Personen des öffentlichen Rechtes, wie der Wasserverband Wittlage, für bestimmte Leistungen dennoch Umsatzsteuer abführen müssen.

„Diese Änderung beruht auf der Auffassung, dass auch diese juristischen Personen unternehmerisch handeln, sofern sie privatrechtliche Entgelte abrechnen. Dies gilt selbst für jene Körperschaften, deren Leistungen dem Anschluss- und Benutzungszwang unterliegen, wie es bei der Abwasserbeseitigung als kommunaler Aufgabe der Fall ist“, erklärt Wasserverbandgeschäftsführer Uwe Bühning.

Wichtig: Keine Mehrkosten für Wasserverbandskunden

Um aber aus der Umsatzsteuerpflicht resultierende Mehrkosten für die Kunden zu vermeiden, hat die Verbandsversammlung des Wasserverbandes Wittlage beschlossen, die Abrechnungsgrundlage von Preisblatt bzw. Preisregelung auf Gebührenordnung zu ändern. „Dies vor allem, weil die Erhebung der Mehrwertsteuer für den Verbraucher eine Kostensteigerung ohne Vorteil bedeuten würde“, betont auch Rainer Ellermann, der neue Vorsteher des Wasserverbandes Wittlage.

Grundsätzlich betrifft die neue Regelung nur die Abwasserbeseitigung; die Abrechnung der Trinkwasserversorgung ist von der neuen Gesetzgebung nicht betroffen. Um aber den Kunden verschiedene Abrechnungsarten zu ersparen – es müsste eine Rechnung für Trinkwasser und ein zusätzlicher Gebührenbescheid für Abwasser erstellt werden – wird vom Wasserverband Wittlage ab 2022 auch der Trinkwasserbezug auf Basis einer Gebührenordnung berechnet.

Die Verbandsversammlung hat die entsprechenden Satzungen beschlossen, die ab 1. Januar 2022 die Grundlage für Abrechnung von Abwasserentsorgung und Trinkwasserversorgung bilden. „Dadurch wird Einheitlichkeit und größtmögliche Transparenz für die Kunden bei der Abrechnung erzielt“, erläutert Ellermann. Die Rechnung für das abgelaufene Jahr 2021 ist noch auf der bisherigen Berechnungsgrundlage erstellt. Die erste Jahresrechnung nach dem neuen Modell ergeht zum 01.01.2023. Schluss- oder Zwischenrechnungen (etwa bei Umzug) im laufenden Jahr erfolgen ebenfalls bereits auf Basis des neuen Modells. Bühning: „Für unsere Kunden ist es wichtig zu wissen, dass für sie mit der Änderung keinerlei Erhöhung ihrer Kosten verbunden ist.“

Gebührensenkungen in Belm und Bissendorf

„Umso mehr freuen wir uns, dass wir aufgrund günstiger Kostenentwicklungen in zwei Abteilungen sogar die Gebühren senken konnten“, teilt Bühning weiter mit. Im Einzelnen betrifft das die Wasserversorgung in der Gemeinde Belm, wo die Gebühr von 1,45 Euro auf 1,26 Euro pro Kubikmeter gesenkt wurde, sowie die Schmutzwasserentsorgung in der Gemeinde Bissendorf. Dort reduziert sich die Gebühr pro Kubikmeter von 2,28 Euro auf 2,14 Euro. In den beiden Gemeinden wurden die Beträge für die dezentrale Schmutzwasserbeseitigung an die der anderen Gemeinden im Wasserverband angeglichen. Sie beträgt nunmehr 53,93 Euro pro Kubikmeter.

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Uwe Bühning zum Vizepräsidenten des Wasserverbandstages gewählt

Vertreter zweier Verbände

Bad-Essen/Hannover. Bei den jüngsten Wahlen des Präsidiums wurde Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wittlage und des Unterhaltungsverbandes Nr. 70 „Obere Hunte“ (UHV70), zum Vizepräsidenten des Wasserverbandstages Bremen/Niedersachsen/Sachsen-Anhalt gewählt.

Der Wasserverbandstag ist der Interessenverband der Wasser-, Boden- und Zweckverbände der ihm angeschlossenen Bundesländer. Er wurde 1949 gegründet und vertritt heute die Interessen seiner rund 1.000 Mitglieder bei der Umsetzung ihrer Aufgaben rund um Gewässerunterhaltung, Gewässerentwicklung und Landschaftspflege, Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung, Hochwasser-, Küsten- und Grundwasserschutz. Er steht dabei in engem Austausch mit den Landesregierungen und den mit wasserwirtschaftlichen und umweltpolitischen Themen befassten Institutionen.

Als Geschäftsführer eines Wasserverbandes und eines Unterhaltungsverbandes kennt Bühning die Belange sowohl der Siedlungswasserwirtschaft wie auch der Gewässerunterhaltung. Eine Besonderheit, die ihn – neben seiner langjährigen Berufserfahrung und ausgeprägten Sachkenntnis – zum geschätzten Ansprechpartner auch und gerade im Hinblick auf veränderte klimatische Bedingungen und die daraus resultierenden Präventionsmaßnahmen und Klimafolgenanpassungen macht.

Uwe Bühning versteht sich dabei als Moderator scheinbar unterschiedlicher Interessen, die aber letztendlich doch ein gemeinsames Ziel haben, nämlich den Schutz unserer Ressourcen zum Erhalt unserer Lebensgrundlage und unseres Wohlstandes.

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Mit viel Lob und etwas Wehmut: Wasserverband Wittlage verabschiedet Günter Harmeyer

Rainer Ellermann zum neuen Verbandsvorsteher gewählt

Ostercappeln-Schwagstorf. Staffelübergabe beim Wasserverband Wittlage: Zum neuen Verbandsvorsteher hat die Verbandsversammlung einstimmig in ihrer jüngsten Sitzung im Veranstaltungszentrum Schwagstorf Rainer Ellermann gewählt. Er tritt die Nachfolge von Günter Harmeyer an, der während seiner zehnjährigen Amtszeit die erfolgreiche Entwicklung des Verbandes maßgeblich geprägt hat.

Nachdem die konstituierende Sitzung der Verbandsversammlung im vergangenen November pandemiebedingt in den Januar verschoben werden musste, beginnt das Geschäftsjahr für den Wasserverband Wittlage nunmehr fast zeitgleich mit einem neu gebildeten Gremium. Ostercappelns „Alt-Bürgermeister“ Rainer Ellermann folgt dabei im Amt des Vorstehers auf Günter Harmeyer, unter dessen Ägide sich der Verband zu einem modernen Unternehmen der Daseinsvorsorge entwickelt hat.

Seit Harmeyers Amtsantritt im Jahre 2011 wurden nicht nur umfangreiche Erweiterungen der Infrastruktur von Wasserver- und Abwasserentsorgung, u. a. in Kooperation mit den Stadtwerken Osnabrück, vorgenommen, es wurden auch neue Wege beschritten, die dem weiteren Zusammenhang von Klima- und Ressourcenschonung Rechnung tragen. So hält der Wasserverband Wittlage Beteiligungen am Windpark Brockhausen und an der Klärschlammkooperation Ostwestfalen-Lippe. Bewährt ist auch die enge Zusammenarbeit mit dem Unterhaltungsverband Nr. 70 „Obere Hunte“, in dessen modernem Neubau in Rabber der Wasserverband 2016 die Geschäfts- und Werkstatträume bezog. Vor allem aber traten in der Ära Harmeyer auch die Gemeinden Belm und Bissendorf dem Verband bei, dessen Versorgungsgebiet sich damit auf eine Fläche von 460 Quadratkilometern erstreckt, auf der rund 67.000 Einwohner leben.

 

Viel Lob und ein wenig Wehmut lagen denn auch in den Abschiedsworten der Wegbegleiter. Hermann Steuwer vom Unterhaltungsverband unterstrich die Vorzüge der kooperativen Struktur beider Verbände und die Verlässlichkeit seines Amtskollegen. Eine Würdigung, der sich Wasserverbandsgeschäftsführer Uwe Bühning gerne anschloss und vor allem Harmeyers Gespür und dessen Umsicht als Ratgeber bei unternehmerischen Entscheidungen hervorhob: „Du warst immer der richtige Mann.“ – Wer würde sich ein solches Fazit nicht am Ende seines beruflichen oder ehrenamtlichen Wirkens wünschen?

Und der so Gewürdigte bekannte, dass seine Beziehung zum Wasserverband gar bis in seine Kindheit zurückreiche. Schon im zarten Alter von neun Jahren habe er mit Interesse die Verlegung der ersten Wasserleitung von Hüsede nach Bad Essen verfolgt. Ein Interesse, das ihn offensichtlich begleitet hat und in seinen Verdiensten rund um Wasser- und Energieinfrastruktur mündete.

Dass auch „der Neue“ an der Spitze der Verbandsversammlung wie schon sein Vorgänger zuvor als Bürgermeister einer öffentlichen Verwaltung vorstand, dürfte sich einmal mehr als nützlich für die Geschicke des Wasserverbandes erweisen. Auch Rainer Ellermann kennt die politischen und bürokratischen Entscheidungsprozesse – und auch er kennt die Region und ihre Bürger. Während seiner mehr als 20 Jahre währenden Amtszeit gehörte er selbst viele Jahre der Verbandsversammlung an, bringt also sowohl Erfahrung in kommunaler Verwaltung wie auch das Wissen um die Belange des Wasserverbandes Wittlage mit. Zu Ellermanns Stellvertreter wurde – ebenfalls einstimmig – Bad Essens Bürgermeister Timo Natemeyer gewählt.

Mit der Neukonstituierung der Verbandsversammlung analog zur Legislaturperiode der Gemeindeparlamente geht auch die Begrüßung neuer und die Verabschiedung scheidender Mitglieder einher. Dies übernahm Rainer Ellermann, der dabei vor allem den langjährigen Mitgliedern Christian Gartmann, Klaus Goedejohann, Eckhard Halbrügge, Johannes Klecker, Norbert Kroboth, Karl-Heinz Rohrmann und Berthold Uphoff für die geleistete ehrenamtliche Arbeit dankte.

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Anschrift

Wasserverband Wittlage
Im Westerbruch 67
49152 Bad Essen


Geschäftsführer: Uwe Bühning

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Fax +49 5472 9443-30
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