Aktuelle Pressemitteilungen

Wasserverband Wittlage ist Zukunftsmacher

Preis für vorbildliche Ausbildung im Wittlager Land

Bad Essen. Die drei Wittlager Gemeinden haben den Wasserverband Wittlage mit dem Preis

„Zukunftsmacher. Der Ausbildungsbetrieb 2022 im Wittlager Land“

ausgezeichnet. In der Auszeichnung enthalten: Der Dreh eines professionellen Imagefilms. Das Projekt „Zukunftsmacher“ wird vom ILE-Regionalmanagement Wittlager Land umgesetzt.

Die gemeinsame Initiative der Gemeinden Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln würdigt damit das überdurchschnittliche Engagement des Wasserverbandes Wittlage für Qualifizierung und damit auch für den Standort Wittlager Land. Dies hob Bad Essens Bürgermeister Timo Natemeyer stellvertretend auch für die Vertreter der Gemeinden Bohmte und Ostercappeln in seiner Laudatio deutlich hervor. Die Auszeichnung des Wasserverbandes Wittlage mache gewissermaßen doppelt stolz – schließlich seien die drei Wittlager Gemeinden nicht nur Preisstifter, sondern auch Gründungsmitglieder des Verbandes.

Verbandsvorsteher Rainer Ellermann und Verbandsgeschäftsführer Uwe Bühning unterstrichen die Bedeutung des qualifizierten Nachwuchses besonders auch in Sachen Daseinsvorsorge. Die Wasserver- und Entsorgung sei längst „HighTech“ und stelle sich den Herausforderungen, die u. a. der Klimawandel für die Infrastruktur darstelle.

Berufliche Qualifikation, die Entwicklung der Persönlichkeit und sozialer Kompetenzen – all das trägt zu einer gelungenen Ausbildung bei, wie sie der Wasserverband Wittlage jungen Menschen ermöglicht.

Familiäres Betriebsklima

Mit rund 70 Mitarbeitern lässt seine Unternehmensgröße bei aller Professionalität ein familiäres Betriebsklima zu. Die Auszubildenden sind dabei stets in engem Kontakt mit Ausbildern und Kollegen. Dadurch entsteht ein motivierendes Miteinander, in dem der Einzelne durch die Arbeit am gemeinsamen Projekt gefordert und gefördert wird. Gerade in der Altersgruppe der Schulabgänger erweist sich dies im Übergang in den Beruf als äußerst hilfreich und stützend.

Darüber hinaus ist der Wasserverband Wittlage im wahrsten Wortsinne ein „Zukunftsmacher“: Klimafolgenanpassung und Versorgungssicherheit sind Themen der Zukunft, mit denen sich auch gerade junge Menschen auseinandersetzen. Beim Wasserverband Wittlage können sie diesen Herausforderungen ganz praktisch begegnen.

Herausfordernd war auch der Dreh des Imagefilms. Am heißesten Tag des Jahres wurden die Auszubildenden in ihrem beruflichen Alltag mit der Kamera begleitet – in der Verwaltung, in Werkstatt und Maschinenhalle, auf der Baustelle, in Wasserwerk und Klärwerk. Alle Stationen zeigen: Eine Ausbildung beim Wasserverband Wittlage ist abwechslungsreich und bildet ein solides Fundament für die berufliche Zukunft. Zudem bestehen bei erfolgreich absolvierter Ausbildung sehr gute Chancen auf Übernahme in ein Beschäftigungsverhältnis mit allen Vorteilen des öffentlichen Dienstes.

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Steigende Energiepreise wirken sich auf Trinkwassergebühr aus

Wasserverband Wittlage passt seine Kalkulation an

Bad Essen. Die enorme Verteuerung der Energiekosten bleibt auch für die Wasserversorgung nicht ohne Folgen, denn die Steigerung der Bezugspreise für Strom wirkt sich auf energieintensive Abläufe wie die Trinkwasserförderung und -verteilung besonders aus. So kommt auch der Wasserverband Wittlage nicht umhin, zum kommenden Jahr seine Trinkwassergebühren in den Wittlager Gemeinden anzuheben. Dies ergab die Kalkulation, die Geschäftsführer Uwe Bühning in der jüngsten Verbandsversammlung im Bürgerhaus Bissendorf vorstellte.

Das Licht ausschalten, beim Herd die Restwärme nutzen – im privaten Haushalt wird angesichts der explodierenden Strompreise gespart, wo immer es möglich ist. Bei der Trinkwasserversorgung kann nicht einfach abgeschaltet werden. Pumpen und andere technische Anlagen müssen zuverlässig laufen, schließlich sind Menge und Qualität des Trinkwassers jederzeit sicherzustellen. Das kostet viel Energie, weshalb der Wasserverband Wittlage zum Nutzen seiner Kunden schon lange auf Energieeffizienz setzt.

Für seine Anlagen, Werkstätten und Bürogebäude nutzt der Wasserverband Wittlage schon heute überwiegend erneuerbare Energien. Er betreibt eine Windkraftanlage und unterhält mehrere Photovoltaikanlagenauf den Dächern seiner Betriebsgebäude. Hinzu kommen eine Hackschnitzelheizungam Verwaltungssitz in Bad Essen-Rabber sowie ein Blockheizkraftwerkauf der Kläranlage in Bad Essen-Wittlage.

„Dennoch müssen auch wir Strom zukaufen – und das, was wir hinzukaufen, unterliegt dem Markt. Dort aber ist aktuell der Nettobezugspreis für Strom um das Sechsfache gestiegen“, beschreibt Verbandsgeschäftsführer Uwe Bühning die Situation. Eine Situation, in der sich der Wasserverband gezwungen sieht, seine Gebühren anzupassen. Dazu ist er nach dem Niedersächsischen Kommunalabgabengesetz (NKAG) sogar verpflichtet.

Welche Gebühren im kommenden Jahr damit auf die Kunden des Wasserverbandes zukommen, wird sich am Ende des Geschäftsjahres genau sagen lassen; der Wasserverband wird die Verbraucher zeitnah informieren. Zum jetzigen Zeitpunkt ist für einen Vier-Personen-Haushalt in den Gemeinden Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln beim Trinkwasserbezug von monatlichen Mehrkosten von etwa 3,24 Euro auszugehen.

Die gute Nachricht: Sowohl in Ostercappeln und Bad Essen wie auch in der Gemeinde Belm dürften sich die Abwassergebühren sogar verringern – denn ebenso wie der Gesetzgeber eine Gebührenerhöhung bei einer Kostenunterdeckung vorsieht, ist nach dem NKAG eine Gebührensenkung bei Kostenüberdeckung vorzunehmen.

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Bauarbeiten zum neuen Wasserlehrpfad in Ostercappeln gestartet

Wasserverband Wittlage schafft Erlebnisraum

Ostercappeln. Schweres Gerät, schwere Steine: Was tut sich da wohl auf der Wiese neben unserem Parkplatz? Das dürften sich die Ostercappelner Kinder gefragt haben, als sie nach den Sommerferien zurück an ihre Grundschule kamen. Die Antwort: Hier entsteht der neue Wasserlehrpfad des Wasserverbandes Wittlage – ein Erlebnisraum rund ums Thema Wasser.

Der trockene Sommer hat es erneut deutlich gemacht: Wasser ist unser Lebenselixier. Unsere Natur, unsere Industrie und Landwirtschaft, unser Alltag – nichts geht ohne Wasser. Der Wasserverband Wittlage versorgt seine Kunden zuverlässig und rund um die Uhr mit frischem, sauberem Trinkwasser, das er aus dem Grundwasser fördert. Außerdem reinigt er unser Schmutzwasser und steuert die Rückhaltung und Ableitung von Regenwasser, egal wie stark die Niederschläge sein sollten. Wie das alles funktioniert, wo das Wasser herkommt und wofür wir es brauchen – all das und noch mehr wird man beim Besuch des neuen Wasserlehrpfades erfahren.

Interaktive Stationen und Infos aufs Handy

Schautafeln werden dabei einen kurzen Überblick zum jeweiligen Thema geben, per QR-Code und Handy kann man weitere Informationen abrufen. Darüber hinaus wird aber Wasser in dem entstehenden kleinen Parkgelände an interaktiven Stationen auch erfahrbar sein. Dabei soll die Anlage möglichst naturnah gestaltet werden – als ökologischer Lernstandort in unmittelbarer Nähe zur Grundschule und unweit von Wanderparkplatz und diversen Wanderwegen. 

„Bei der neuen Anlage handelt es sich quasi um die Fortführung des ‚alten‘ Lehrpfades in Harpenfeld, allerdings in zeitgemäßerer Form und an zugänglicherer Stelle“, erklärt Verbandsgeschäftsführer Uwe Bühning. Der Pachtvertrag für die Fläche des seinerzeit im Rahmen der Landesgartenschau errichteten Lehrpfades war ausgelaufen und konnte nicht verlängert werden. Zudem war der bisherige Standort kaum noch im Bewusstsein der Bürger. Daher fiel die Wahl auf das Gelände in Ostercappeln mit seinen genannten Vorzügen.

Und wann heißt es „Wasser marsch!“ auf dem neuen Wasserlehrpfad? „Sobald die Tiefbauarbeiten abgeschlossen sind, werden die Gehölze gepflanzt, sodass die Anlage nach dem Winter als Erlebnisraum Wasser zugänglich sein soll“, so der Wasserverband Wittlage.

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Klimawandel und Energiekrise

Wasserverband Wittlage: Versorgungssicherheit durch moderne Infrastruktur

Bad Essen. Alles scheint derzeit teurer zu werden – vor allem die Preise für Energie. Aber wie sieht es mit den Kosten für Wasser und Abwasser aus? Und: Ist unsere Wasserversorgung angesichts der langanhaltenden Trockenperioden sicher? Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wittlage, gibt Auskunft.

Wie ist die aktuelle Versorgungslage?

Trotz des heißen und trockenen Sommers sind wir im Versorgungsgebiet des Wasserverbandes Wittlage recht gut aufgestellt. Die jährliche Abgabemenge an unsere Kunden liegt bei ca. vier Millionen Kubikmeter.

Diese Menge können wir gewährleisten, indem wir einerseits über die entsprechenden Wasserrechte verfügen und andererseits beizeiten vernetzt geplant haben. Konkret bedeutet das:

Wir halten die Wasserrechte für eine jährliche Fördermenge von 5,05 Millionen Kubikmetern. Über unsere eigenen Anlagen fördern wir jährlich 4 Millionen Kubikmeter. Hinzu kommen jährlich weitere 600.000 Kubikmeter, die wir von den Stadtwerken Osnabrück (SWO) beziehen. Vor zwei Jahren haben wir dazu in Wallenhorst-Rulle eine Übergabestation errichtet, die über eine eigens dafür gelegte Versorgungleitung das Wasser in unser Wasserwerk in Engter-Niewedde befördert. Stündlich fließen 68 Kubikmeter Wasser durch diese Leitung, für die wir eine knappe Million Euro in die Hand genommen haben.

Wie sind die Verbräuche?

Normalerweise liegt die durchschnittliche tägliche Abgabe im Versorgungsgebiet des Wasserverbandes Wittlage bei 10.700 Kubikmetern, an heißen Tagen steigt sie auf bis zu 16.000 Kubikmeter. Allein diese Zahlen zeigen, dass Verbraucher aufgefordert sind, sorgsam mit Wasser umzugehen, schließlich ist und bleibt Trinkwasser unser Lebensmittel Nr. 1.

Und was tut der Wasserverband?

Um Entnahmespitzen abfedern zu können, haben wir knapp zwei Millionen Euro investiert und in Lintorf unseren großen Trinkwasserspeicher mit einem Fassungsvermögen von 2.000 Kubikmetern gebaut. Hier können wir Trinkwasser aus verschiedenen Wasserwerken einspeisen. Gerade für den Osten unseres Verbandsgebietes bedeutet dies weitreichende Versorgungssicherheit.

Ist auch die Qualität des Trinkwassers gesichert?

Nach wie vor müssen wir in unserem Versorgungsgebiet vor allem zwei Beeinträchtigungen der Trinkwasserqualität entgegenwirken: Zum einen der Nitratbelastung, wie sie vor allem bei den Brunnen innerhalb der Gemeinde Belm gegeben ist, zum anderen der Chloridbelastung, wie wir sie besonders im Hauptgewinnungsgebiet des Altkreises Wittlage, nämlich im Bereich Harpenfeld, vorfinden. Wir befinden uns dort im Urstromtal der Weser. Dieses ist zwar sehr wasserreich, weist aber mancherorts eine gewisse Aussalzung auf. Um die zulässigen Gehalte im Trinkwasser nicht zu überschreiten, muss im Wasserwerk salz- bzw. nitratärmeres Wasser beigemischt werden.

Sind also weitere Brunnen geplant?

Ja, aber in erster Linie als Ersatzbrunnen aus dem vorgenannten Grund.

Wie wirken sich Investitionen aber auch steigende Energiekosten auf den Wasserpreis aus?

Der Wasserverband Wittlage tätigt bereits seit Jahren umfassende Investitionen in die Versorgungs-sicherheit. Die intakte Infrastruktur der kommunalen Wasserwirtschaft ist eine unverzichtbare Grundlage für eine gute Entwicklung unserer Mitgliedsgemeinden. Es gilt nach wie vor, den „Schatz unter der Straße“, unser Kanal- und Leitungsnetz, für die Anforderungen der Zukunft fit zu machen, wie es beispielsweise aktuell an der Bad Essener Lindenstraße geschieht.

Entsprechend kontinuierlich führen wir auf allen technischen Anlagen, darunter 29 Brunnen, acht Wasserwerke und acht Kläranlagen, Betriebsoptimierungen durch und halten die Versorgungsnetze instand. Die dafür notwendigen Investitionen werden bereits seit Jahren in der Gebührenkalkulation kontinuierlich berücksichtigt, sodass daraus keine exorbitanten Steigerungen zu erwarten sind.

Besorgniserregend ist allerdings aktuell die Entwicklung der Energiepreise. Sowohl die Wasserversorgung als auch die Abwasserbeseitigung gelten als energieintensive Betriebe mit erheblichem Strombedarf. Die sich aktuell abzeichnenden Energiebezugskosten werden in einigen Bereichen des Verbandes unweigerlich zu einer Gebührenerhöhung führen.

Der WV Wittlage ist zwar im Vergleich zu anderen Ver- und Entsorgern über Wind- und Sonnenergie sowie ein Blockheizkraftwerk schon recht gut im Bereich der regenerativen Energieerzeugung aufgestellt, aber die Energieerzeugung bzw. die Erträge daraus werden die notwenigen Mehraufwendungen für die Strombeschaffung nicht decken.

Wie sieht die Wasserversorgung der Zukunft angesichts des Klimawandels aus?

Insbesondere auch unter Beachtung des im vergangenen Jahr veröffentlichten „Zukunftskonzeptes Wasserversorgung des Landkreises Osnabrück“ ergeben sich für unser Verbandsgebiet Handlungsfelder wie bspw. die Analyse der prognostizierten Grundwasserneubildungsentwicklung mit dem Fokus auf die Zehrungsgebiete im Norden und Osten des Verbandsgebietes, Umsetzung von Maßnahmen zur Verbrauchsminderung bzw. Möglichkeiten zur Substitution des Grundwasserbedarfs sowie ggf. Anpassung der Speicherkapazitäten, um resilienter gegenüber trockenwetterbedingten Spitzenbedarfen aufgestellt zu sein.

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Bei Kammerflimmern und Herzstillstand schnell zur Stelle

Mobiler Defibrillator in der Geschäftsstelle von Wasserverband Wittlage und UHV 70

Rabber. Wenn das Herz aus dem Takt kommt, zählt jede Sekunde. Für die Erste Hilfe kann dann ein Defibrillator lebensrettend sein. Im Eingangsbereich der gemeinsamen Geschäftsstelle von Wasserverband Wittlage und Unterhaltungsverband Nr. 70 „Obere Hunte“ in Rabber befindet sich seit kurzem ein solches Gerät, das auch mobil zum Einsatz kommen kann.

Ein Defibrillator ist ein Gerät, das einen kontrollierten Stromstoß abgibt und damit zur Wiederbelebung eingesetzt werden kann. Moderne Geräte, wie jenes, das der Wasserverband Wittlage jetzt angeschafft hat, sind dabei so ausgestattet, dass auch Laien damit problemlos umgehen können. Wird das Gerät aktiviert, so werden dem Anwender im Display sowie über Sprachausgabe die jeweiligen Schritte angezeigt. Über Elektroden misst der Defibrillator die Herzfrequenz und löst im Bedarfsfall selbständig den Stromstoß zur Reanimation aus. Die Anschaffung des „Defi“, wie das Gerät kurz genannt wird, war dem Wasserverband Wittlage insofern eine wirkliche Herzensangelegenheit – nicht zuletzt, weil Verbandvorsteher Rainer Ellermann auch das Amt des Präsidenten des DRK Kreisverbandes Wittlage bekleidet.

Leicht zu bedienendes Profigerät

„Bei dem hier installierten Defi handelt es sich um ein Profigerät, das absolut kompatibel mit den Geräten im Rettungswagen ist. Die Elektroden können dadurch für weitere Messungen und Anwendungen während des Transports am Patienten verbleiben“, erklärt Fabian Fietz. Er ist Werkstattleiter beim Wasserverband Wittlage und ausgebildeter mobiler Retter, der, sobald er von der Rettungsleitstelle alarmiert wird, den mobilen Defibrillator schnell zum jeweiligen Einsatzort bringen und dort nutzen kann.

Der mobile Einsatz zum Wohle der Region war denn auch ein Beweggrund für den Wasserverband Wittlage, den Defi anzuschaffen. „Gerade in der Fläche ist es wichtig, lebensrettende Maßnahmen auf kurzem Wege zur ermöglichen“, sagt Verbandsgeschäftsführer Uwe Bühning. Und Rainer Ellermann ergänzt: „Zwar sind die Rettungssanitäter durch die neue Rettungswache in Ostercappeln schneller ,auf der Straße‘, aber ihr Einzugsgebiet ist auch sehr groß.“ Tatsächlich umfasst das Versorgungsgebiet der Wache die Gemeinden Bad Essen, Belm, Bissendorf, Bohmte und Ostercappeln – und mitunter geht es auch ins angrenzende Westfalen.

37 Mitarbeiter zählt der Ostercappelner Rettungsstab. Einer davon ist DRK-Kreisbereitschaftsleiter Kai Kuckert, der eigens nach Rabber kam, um sich beim Wasserverband Wittlage für die Bereitstellung des Defis zu bedanken und die Gelegenheit für einen Appell zu nutzen: „Der allererste Schritt, wenn man eine bewusstlose Person vorfindet, ist immer: Die Rettung über 112 benachrichtigen!“ Denn auch wenn der Patient mit dem Defibrillator wiederbelebt werden kann, so sei doch eine weitere professionelle Kontrolle und Behandlung erforderlich, so Kuckert.

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Vielseitig einsetzbar: Wasserverband Wittlage verfügt jetzt über ein Trinkwasser-Mobil

Bad Essen. Wasser „on the road“ – die neuen mobilen Wassertanks des Wasserverbandes Wittlage können ganz flexibel zum Einsatz kommen. Sie sind immer rasch zur Stelle, falls die Wasserversorgung etwa wegen Rohrbruchs einmal unvorhergesehen unterbrochen sein sollte oder bei Bauarbeiten kurzfristig überbrückt werden muss.

Bedarfsgerecht

Der Wasserverband Wittlage hat drei Edelstahltanks in zwei verschiedenen Größen konzipiert und anfertigen lassen. Mit einem Fassungsvermögen von 1.200 Litern bzw. 2.400 Litern können die Behälter je nach Bedarf eingesetzt bzw. kombiniert werden.

Zukunftssicher

Ein weiterer Anlass für den Einsatz der mobilen Tanks, den man sich nicht ausmalen mag, der aber angesichts des Klimawandels von niemandem für die Zukunft nicht vollends ausgeschlossen werden kann: Sollte es einmal zu einem Wassernotstand kommen, können sich die Bürger am Tankwagen mit Wasser fürs Nötigste versorgen.

Die Anschaffung von Tanks, Ausstattung, Gehäuse und Anhänger erfolgte mit Unterstützung aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung für Maßnahmen im Bereich der Wassersicherstellung über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

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Wir gratulieren!

Wir gratulieren unserer ehemaligen Auszubildenden Margarita Keller zum erfolgreichen Abschluss!

Die frisch gebackene Kauffrau für Büromanagement hat bei uns ihre Ausbildung absolviert. Drei Jahre, die wie im Flug vergingen und nun von super Zeugnissen gekrönt werden.
Die Tür von Wasserverband Wittlage, Unterhaltungsverband Nr. 70 „Obere Hunte“ und Hunte Dienstleistungs GmbH steht ihr auf jeden Fall offen!

Übrigens: Wir bilden aus in den Berufen:

  • Fachkraft für Wasserversorgungstechnik (m/w/d)
  • Fachkraft für Abwassertechnik (m/w/d)
  • Kauffrau/-mann für Büromanagement (m/w/d)
  • Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik (m/w/d)
  • Tiefbaufacharbeiter, Schwerpunkt Rohrleitungsbau (m/w/d)

Wir bieten eine abwechslungsreiche und umfassende Ausbildung in einem modernen Unternehmen der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung – mit den Vorteilen und Perspektiven einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst.

Mehr unter www.wv-wittlage.de/karriere/ausbildung


Reduzierter Trinkwassergebrauch bei Trockenheit und Hitze

Wasserversorger warnen vor Stresstest für die Trinkwasserversorgung

Bad Essen. Regionale Wasserversorger, darunter der Wasserverband Bersenbrück, der Wasserverband Wittlage, die Stadtwerke Osnabrück und das Wasserwerk der Stadt Melle, warnen angesichts der anhaltenden Trockenheit und der kommenden Hitze vor unnötigem Wasserverbrauch. Problematisch sei der stark ansteigende Verbrauch privater Haushalte. „Die Gartenbewässerung und die Befüllung von größeren Pools mit Trinkwasser kann im Sommer zu einem Problem werden“, so die Kooperation regionaler Trinkwasserversorger.  Rasensprenger verteilten in einer Stunde bis zu 800 Liter Trinkwasser. Das kann die Infrastruktur der Versorgung an ihre Grenzen bringen. Zurzeit zeigt sich eine dauerhafte Trockenphase mit geringen Niederschlägen und extreme Hitzetage sind prognostiziert. Deshalb wird es für alle zunehmend wichtig, während dieser Perioden in allen Lebensbereichen sorgsam mit dem Trinkwasser umzugehen und jeden unnötigen Verbrauch zum Schutz auch der Grundwasserressourcen einzuschränken.

Als Warnung dienen die oberflächennahen Messstellen, die im Osnabrücker Land sehr niedrige Wasserstände aufzeigen. Es fehlt Regen, damit der Wasserhaushalt ausgeglichen wird. Mit warmem Wetter steigt zudem auch die Verdunstung. Der geringe Niederschlag kommt in tieferen Bodenschichten nicht an. 

Trinkwassernutzung anpassen

Trinkwasser ist nicht alleine das wichtigste Lebensmittel, sondern dient auch dem Wohlbefinden. Das ist grundsätzlich gut. Doch durch die Errichtung von Pools und durch die Gartenbewässerung erhöht sich die Trinkwasserabgabe an die Haushalte, insbesondere während der Sommermonate und in Phasen anhaltender Trockenheit. „Wir können nicht immer nur Wasser entnehmen. Der Grundwasserkörper kann sich nur durch Niederschläge wieder erholen. Das müssen wir in unserem Nutzungsverhalten berücksichtigen“, so die Kooperation regionaler Trinkwasserversorger.

Regenwasser nutzen

Die zunehmende Versiegelung der Böden erschwert es, Wasser zu sammeln. Läuft Regenwasser vermehrt in die Kanalisation kann es nicht vom Boden und Grünflächen aufgenommen und gespeichert werden.

Deshalb muss Regenwasser grundsätzlich auf dem Grundstück gehalten werden. Zisternen, Regentonnen und Pflasterflächen, die wasserdurchlässig gestaltet sind, helfen Niederschläge zu sammeln oder vor Ort versickern zu lassen. „Wir müssen den Schutz der Grundwasserressourcen und einen sorgsamen Umgang mit Trinkwasser immer im Blick haben. Hitze und Trockenheit werden auch in deutschen Sommern zunehmend Normalität“, verdeutlichen die Versorger. 

Weitergehende Einschränkungen der Wassernutzung wollen die Wasserversorger nicht ausschließen, aber um diese möglichst zu vermeiden, sei es umso wichtiger, beizeiten sparsam und umsichtig mit Wasser umzugehen. Die geltenden Allgemeinverfügungen von Stadt und Landkreis Osnabrück zu Wasserentnahmen und Beregnung bestehen weiterhin.

 


Oberschule Bad Essen besucht Kläranlage in Wittlage

Wittlage. Wieder Besuch auf dem Klärwerk: Vor den Sommerferien besuchten zwei sechste Klassen der Oberschule Bad Essen mit ihrem Lehrer Tobias Ippisch die Anlage in Wittlage. Dort erfuhren sie von Thorsten Schreck, dem stellvertretenden Leiter der Abwasserbeseitigung beim Wasserverband Wittlage, alles über die Abwasseraufbereitung – von dem Weg des Schmutzwassers durch die Kanalisation bis zur Klärschlammverwertung.

Und so weckte die komplexe Technik nach einem ersten Naserümpfen doch das Interesse der Jugendlichen. Schließlich ist die Wittlager Anlage mit einer Reinigungsmenge bei Trockenwetter von ca. 3.000 Kubikmetern täglich die größte der acht Kläranlagen, die der Wasserverband Wittlage in Bohmte, Hunteburg, Ostercappeln, Natbergen, Schledehausen, Bissendorf, Belm und eben Wittlage betreibt. Sie ist auf 25.000 Einwohner ausgelegt und arbeitet dabei nach dem dreistufigen Verfahren. Nach einer mechanischen Vorreinigung erfolgt die Abwasserbehandlung mittels Bakterien, also biologisch, bevor das Abwasser in der dritten Reinigungsstufe durch Zugabe von Eisensalzen weiter chemisch aufbereitet wird.

Die Behandlung des anfallenden Primärschlamms erfolgt im Faulturm, der Klärschlamm wird anschließend entwässert und in der Verbrennung entsorgt. Das anfallende Faulgas wird in einem angeschlossenen Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt.

 


Das Fass von Lintorf – Versorgungssicherheit in Spannbetonbauweise

Wasserverband Wittlage nimmt neuen Trinkwasserspeicher in Betrieb

Lintorf. „Wasser marsch!“ hieß es am Dienstag in Lintorf, als der Wasserverband Wittlage seinen neuen Trinkwasserspeicher offiziell in Betrieb nahm. Der Speicher wird die Wasserversorgung im Osten der Gemeinde Bad Essen sichern.

Es hat schon stattliche Dimensionen, das „Fass“ von Lintorf. Dennoch fügt es sich gut in die Umgebung ein. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Tanks etwa fünf Meter tief in der Erde versenkt wurden und das Gebäude dadurch nur noch viereinhalb Meter, also in üblicher Gebäudehöhe, herausragen. Tanks? Ja, denn der Speicher besteht aus zwei Behältern. Jeder davon fasst 1.000 Kubikmeter Wasser. Das Wasser kann dort aus verschiedenen Wasserwerken, unter anderem aus Dahlinghausen, Barkhausen, Lintorf und Harpenfeld, eingespeist werden.

2.000 Kubikmeter

„Mit ihren 2.000 Kubikmetern Fassungsvermögen ist die Anlage ausgelegt, Spitzen im Wasserversorgungsnetz, die z.B. in den vergangenen Sommern leider häufiger auftraten und auch zukünftig zu erwarten sind, zuverlässig auszugleichen. Solche Entnahmen haben die kleineren Wasserwerke immer häufiger an den Rand ihrer Kapazität geführt. Neben der Versorgung des örtlichen Gewerbes sichern die Speicherbehälter auch die Wasserversorgung im Osten der Gemeinde Bad Essen“, so Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wittlage.

Die Fa. Homann hatte mit dem Ausbau ihres Werkes am Standort Lintorf lediglich den letzten Anstoß für ein Projekt gegeben, das der Wasserverband Wittlage schon seit geraumer Zeit verfolgte, nämlich die Erweiterung der Speicherkapazitäten für die Ortschaften Lintorf und Dahlinghausen.

Zur offiziellen Inbetriebnahme waren Mitglieder der Verbandsversammlung, Bürgermeister, Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher, Mitarbeiter des Wasserverbandes sowie die unmittelbaren Nachbarn am Speicherstandort und gekommen. Bei Letzteren bedankte sich Verbandsvorsteher Rainer Ellermann ausdrücklich für deren Geduld während der Bauzeit.

Der symbolische erste Spatenstich hatte Ende April vergangenen Jahres stattgefunden, danach erfolgte der Erdaushub bevor Ende Juni die Bodenplatte gegossen wurde. Im November wurden die Behälter fertiggestellt – in Spannbetonbauweise, bei der die vorgefertigten Teile wie bei einem Fass zu einem Rund zusammengefügt wurden. In diesem Frühjahr dann wurden die äußere Hülle und das Dach des Gebäudes, in dem sich die Behälter befinden, fertiggestellt. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme liegen bei 1,8 Millionen Euro.

Modernste Technik

Bevor Rainer Ellermann den Speicher per Knopfdruck – die Anlage verfügt über modernste digitale Technik – in Betrieb nahm, dankte er allen, die an den Entscheidungsprozessen, an Planung und Ausführung beteiligt waren. „Es ist dies für uns eine besondere Maßnahme, nicht nur vom baulichen, sondern auch vom finanziellen Volumen her. 1,8 Millionen investiert man nicht einmal eben so, aber wir wissen, sie sind gut investiert, denn sie schaffen Versorgungssicherheit“, betonte der Verbandsvorsteher.

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Wie groß werden Pantoffeltierchen?

Christophorus-Schüler besuchten die Kläranlage in Bohmte

Bohmte. Schulausflüge und Vor-Ort-Termine zur Veranschaulichung des Erlernten waren wegen Corona zwei Jahre nicht möglich. Die aktuelle Lage lässt derlei aber wieder zu, sodass der Wasserverband Wittlage nach längerer Zeit wieder einmal eine Schulklasse in einer seiner Betriebsstätten begrüßen konnte. Den Anfang machte die dritte Klasse der Christophorus Schule Bohmte auf der Kläranlage am Maschweg.

Das Thema Abwasserentsorgung hatte die Klasse im Sachunterricht bei Lehrerin Renate Vallo bereits durchgenommen und so waren ihnen die Begriffe Ammonium, Nitrit, Nitrat, Phosphor, Phosphat geläufig. Nur die Pantoffeltierchen schienen ihnen entfallen zu sein. Aber die waren ja auch bei Arbeit im Belebungsbecken der Kläranlage.

Drei Stufen

Hier erfuhren die Schüler von Jens Böhning, Betriebsleiter der Anlage, und Elektro-Fachmann Mathias Haruppa, dass die Abwasserklärung in drei Stufen abläuft – mechanisch, biologisch und chemisch. In der Praxis bedeutet das: Zunächst einmal werden mit einem Rechen grobe Teile, wie Papierfetzen oder Speisereste, aus dem Abwasser maschinell herausgefischt. In dem Gebäude, in dem sich der Rechen befindet, riecht es vielleicht am strengsten auf der gesamten Kläranlage, aber wozu hat man seine Maske dabei?

Nächste Station sind Sandfang und Vorklärbecken, wo das Wasser weiter mechanisch gesäubert wird. Dann geht es an die biologische Aufbereitung. Im Belebungsbecken kommen die Bakterien, unter anderem besagte Pantoffeltierchen, so richtig in Fahrt. Das Abwasser wird hier ständig verwirbelt und damit belüftet. Und mithilfe des so zugeführten Sauerstoffs können die Bakterien ganze Arbeit beim Vertilgen des Schmutzes leisten. Wie groß Bakterien werden können, wollte ein Schüler wissen. Doch Jens Böhning konnte beruhigen: Auch bei den besten Lebensbedingungen – und die haben die Bakterien in der Kläranlage – bleiben sie doch Mikroorganismen.

Im Nachklärbecken wird das Wasser über Sedimentation weiter gereinigt. Diesen Prozess veranschaulichte Jens Böhning anhand von Probenbehältern. Nach der Nachklärung ist das Wasser auch wieder als solches erkennbar, die Mikroorganismen setzen sich als Klärschlamm ab. Dennoch enthält das Wasser jetzt noch Phosphat. Und da kommt die dritte Stufe, die chemische, ins Spiel. Durch Zugabe von Eisensalzen wird das Phosphat ausgefällt. Das gereinigte Wasser wird in die Hunte geleitet, der restliche Klärschlamm – er erinnert auf den ersten Blick ein wenig an Lava – wird in einer mobilen Zentrifuge entwässert. Zukünftig wird er in einem Kooperationsprojekt zahlreicher Abwasserentsorger verbrannt und so der reine Phosphor, ein wichtiges und rares chemisches Element, zurückgewonnen.

Positives Fazit

Fazit der Schüler: Weniger eklig, aber dafür ziemlich spannend ist, was auf einer Kläranlage passiert. Und so fragten einige Schüler nach dem Besuch, ob sie einmal wiederkommen dürften.
Fazit der Erwachsenen: Unterrichtsstoff gefestigt, Sensibilisierung für die Umwelt geglückt – und schon die ersten Bewerber für ein späteres Praktikum beim Wasserverband Wittlage. Ein voller Erfolg!

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Weltwassertag am 22. März: „Wollen wir so weitermachen?“

Düstere Prognose für die Grundwasservorräte der Zukunft

Bad Essen. Schon 2030 könnte es zu Einschränkungen kommen, 2050 ist die Trinkwasserversorgung im Wittlager Land, in Belm und Bissendorf nicht mehr gesichert. Das ist die düstere Prognose einer Studie, die die Kreisverwaltung für den gesamten Landkreis Osnabrück in Auftrag gegeben hatte. Doch es gibt auch Maßnahmen, um dem Negativtrend zu begegnen.
Vor kurzem veröffentlichte der Weltklimarat (IPCC) seinen aktuellen Sachstandsbericht. Seine Kernaussagen: Die Folgen des Klimawandels werden sich stärker und früher zeigen als bisher angenommen, unverzügliches und zielgerichtetes Handeln im Bereich des Klimaschutzes sowie der Klimawandelanpassung sind erforderlich, um Risiken auf einem Level zu halten, das wir noch beherrschen können.

Klimaveränderungen auch in unserer Region

Trotz der mahnenden Worte ist man vielleicht geneigt, Klimaschäden in entfernten Regionen und in ferner Zukunft zu verorten. Doch dem ist leider nicht so. Dass sich der Klimawandel auch in unserer Region und wahrscheinlich schon in absehbarer Zeit bemerkbar machen wird, zeigt das „Zukunftskonzept Wasserversorgung“, das der Landkreis Osnabrück in Auftrag gegeben hatte. Dabei wird das Kreisgebiet entsprechend seiner strukturellen und geologischen Unterschiede in verschiedene Betrachtungsräume unterteilt. Den Abschlussbericht der Studie – heruntergebrochen auf den Betrachtungsraum Belm-Bissendorf-Altkreis Wittlage bzw. das Versorgungsgebiet des Wasserverbandes Wittlage – stellte dessen Geschäftsführer Uwe Bühning dieser Tage der Verbandsversammlung vor.

Die Prognose geht von einem Anstieg der Jahresdurchschnittstemperatur bei gleichzeitiger Verringerung der Winterniederschläge und Verlängerung der Trockenperioden aus. Eine Verschiebung der jahreszeitlichen Niederschlagsereignisse hat darüber hinaus nicht nur Einfluss auf die Tier- und Pflanzenwelt im Allgemeinen, sondern auch auf die Saat- und Ernteplanung in der Landwirtschaft und auf die Vegetation im Besonderen. Damit ist eine vom Ackerbau geprägte Region wie die unsrige besonders betroffen. Denn während die Verbräuche in Haushalten, Gewerbe, Industrie und Tierhaltung hier nur moderat und damit beherrschbar steigen, lassen die Wassermengen, die auf den Feldern benötigt werden, aufmerken.

In Zahlen: Die im Raum Altkreis Wittlage-Belm-Bissendorf in der Landwirtschaft benötigte Wassermenge könnte von 1,25 Millionen Kubikmetern im Jahre 2018 auf bis zu 3,28 Millionen Kubikmeter im Jahre 2030 ansteigen. Wesentlicher Grund dafür wäre der im selben Zeitraum zunehmende Beregnungsbedarf, nämlich von 0,061 Millionen Kubikmetern auf 2,06 Millionen Kubikmeter – eine Steigerung um mehr als das Dreißigfache, so die Prognosen.

Fazit: Aufgrund geringer Niederschläge wird die Grundwasserneubildung reduziert, gleichzeitig steigt aber durch die Trockenheit der Entnahmebedarf für die Beregnung der Felder. Hochgerechnet wird dadurch das Grundwasserdargebot im Versorgungsgebiet spätestens in 2050 nicht mehr ausreichen.

Wasserverband hat Maßnahmen ergriffen

„Wollen wir so weitermachen?“, fragte Uwe Bühning in die Verbandsversammlung und zeigte die in der Landkreis-Studie aufgeführten Gegenmaßnahmen zur Sicherung von Qualität und Quantität des Grundwasserdargebots auf. Etliche dieser Maßnahmen kann der Wasserverband ergreifen und tut dies auch bereits, wie zum Beispiel im Zusammenschluss zu Wasserkooperationen mit anderen Versorgern sowie der Landwirtschaft, durch die Ertüchtigung von Speichern und Leitungsnetzen, und notfalls auch durch die missliebigen Nutzungseinschränkungen in Trockenphasen.

Der größte Handlungsspielraum, aber vielleicht auch der größte Handlungsbedarf dürfte indes bei den Kommunen, vor allem bei deren Bauleitplanung liegen. Hier geht es in erster Linie um die Entsiegelung von Flächen bzw. die Reduzierung deren Neuversiegelung, um den Rückhalt von Niederschlagswasser in der Fläche zur Förderung der Grundwasserneubildung, und um den Schutz bestehender Ressourcen. Maßnahmen, die nicht nur in der Studie des Landkreises empfohlen sind, sondern auch vom Weltklimarat gefordert werden

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Trotz starker Regenfälle im Februar:

Keine wirkliche Erholung bei den Grundwasserpegeln

Bad Essen. Grau in grau war der zurückliegende Winter. Strahlende Sonnentage bei klirrender Kälte? Fehlanzeige. Genauso mäßig wie das Wetter waren die Niederschlagsmengen in der Region.

Zwar gab es keine ausgesprochene Trockenheit, doch feuchte Luft und Nieselregen, die unser Wetter den ganzen Dezember und Januar über bestimmten, tragen eben nicht zur Grundwasserneubildung bei. Dazu braucht es tagelang ordentlich Regen, der auch einmal über längere Zeit in großen Pfützen auf den Feldern steht.

Was den Landwirt begreiflicherweise in dem Moment ärgert, zahlt sich aber für seine und unser aller Zukunft aus: Dauerregen im Februar trägt maßgeblich zur Grundwasserneubildung bei. Und die ist enorm wichtig nach der fortgeschrittenen Grundwasserzehrung der vergangenen trockenen Jahre. Insofern hat der viele Regen, der mit den Stürmen Mitte Februar einherging, der Natur gutgetan.

Für Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wittlage, hätte es aber durchaus noch ein wenig mehr davon sein dürfen: „Wir haben eine Niederschlagsmenge von insgesamt 140 Litern pro Quadratmeter in den Monaten Januar und Februar gemessen. Das ist zwar nicht wenig, aber angesichts der niedrigen Grundwasserstände wären 250 bis 300 Liter durchaus wünschenswert gewesen.“

Bühning betont, dass die Wintermonate für die Grundwasserneubildung entscheidend seien, da im Sommerhalbjahr die Niederschläge aufgrund der hohen Temperaturen verdunsteten bzw. von der Vegetation verbraucht würden. Für das Grundwasser sei es mithin ungünstig, wenn das Winterhalbjahr eher trocken ausfalle. Fazit: Der nasse Februar hat nicht vollends aufholen können, was die niederschlagsärmeren Vormonate versäumten – und der März hat uns bislang mit Sonne, aber nicht mit Regen verwöhnt.

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Zum Wohle der Verbraucher: Wasserverband Wittlage ändert Abrechnungsgrundlage

Vom Preis zur Gebühr – und es wird teilweise sogar günstiger

Bad Essen-Rabber. Dieser Tage gehen den Kunden des Wasserverbandes Wittlage die Abrechnungen für das Jahr 2021 zu. Darin sind die Beträge wie in den Vorjahren als Preise angegeben. Ab dem Rechnungsjahr 2022 werden sie als Gebühren ausgewiesen. Grund dafür ist eine Gesetzesänderung. Teurer wird es aber dadurch nicht, im Gegenteil: Mit der Änderung soll eine Kostensteigerung vermieden werden. Außerdem: Bürger der Gemeinden Belm und Bissendorf dürfen sich in diesem Jahr sogar über eine Gebührensenkung freuen.

Bislang war die Abwasserentsorgung, die als hoheitliche Aufgabe und damit nicht privatwirtschaftlich erbracht wird, umsatzsteuerbefreit. Mit einer Anpassung an EU-Recht wurde der zugrunde liegende § 2b UStG dahingehend geändert, dass juristische Personen des öffentlichen Rechtes, wie der Wasserverband Wittlage, für bestimmte Leistungen dennoch Umsatzsteuer abführen müssen.

„Diese Änderung beruht auf der Auffassung, dass auch diese juristischen Personen unternehmerisch handeln, sofern sie privatrechtliche Entgelte abrechnen. Dies gilt selbst für jene Körperschaften, deren Leistungen dem Anschluss- und Benutzungszwang unterliegen, wie es bei der Abwasserbeseitigung als kommunaler Aufgabe der Fall ist“, erklärt Wasserverbandgeschäftsführer Uwe Bühning.

Wichtig: Keine Mehrkosten für Wasserverbandskunden

Um aber aus der Umsatzsteuerpflicht resultierende Mehrkosten für die Kunden zu vermeiden, hat die Verbandsversammlung des Wasserverbandes Wittlage beschlossen, die Abrechnungsgrundlage von Preisblatt bzw. Preisregelung auf Gebührenordnung zu ändern. „Dies vor allem, weil die Erhebung der Mehrwertsteuer für den Verbraucher eine Kostensteigerung ohne Vorteil bedeuten würde“, betont auch Rainer Ellermann, der neue Vorsteher des Wasserverbandes Wittlage.

Grundsätzlich betrifft die neue Regelung nur die Abwasserbeseitigung; die Abrechnung der Trinkwasserversorgung ist von der neuen Gesetzgebung nicht betroffen. Um aber den Kunden verschiedene Abrechnungsarten zu ersparen – es müsste eine Rechnung für Trinkwasser und ein zusätzlicher Gebührenbescheid für Abwasser erstellt werden – wird vom Wasserverband Wittlage ab 2022 auch der Trinkwasserbezug auf Basis einer Gebührenordnung berechnet.

Die Verbandsversammlung hat die entsprechenden Satzungen beschlossen, die ab 1. Januar 2022 die Grundlage für Abrechnung von Abwasserentsorgung und Trinkwasserversorgung bilden. „Dadurch wird Einheitlichkeit und größtmögliche Transparenz für die Kunden bei der Abrechnung erzielt“, erläutert Ellermann. Die Rechnung für das abgelaufene Jahr 2021 ist noch auf der bisherigen Berechnungsgrundlage erstellt. Die erste Jahresrechnung nach dem neuen Modell ergeht zum 01.01.2023. Schluss- oder Zwischenrechnungen (etwa bei Umzug) im laufenden Jahr erfolgen ebenfalls bereits auf Basis des neuen Modells. Bühning: „Für unsere Kunden ist es wichtig zu wissen, dass für sie mit der Änderung keinerlei Erhöhung ihrer Kosten verbunden ist.“

Gebührensenkungen in Belm und Bissendorf

„Umso mehr freuen wir uns, dass wir aufgrund günstiger Kostenentwicklungen in zwei Abteilungen sogar die Gebühren senken konnten“, teilt Bühning weiter mit. Im Einzelnen betrifft das die Wasserversorgung in der Gemeinde Belm, wo die Gebühr von 1,45 Euro auf 1,26 Euro pro Kubikmeter gesenkt wurde, sowie die Schmutzwasserentsorgung in der Gemeinde Bissendorf. Dort reduziert sich die Gebühr pro Kubikmeter von 2,28 Euro auf 2,14 Euro. In den beiden Gemeinden wurden die Beträge für die dezentrale Schmutzwasserbeseitigung an die der anderen Gemeinden im Wasserverband angeglichen. Sie beträgt nunmehr 53,93 Euro pro Kubikmeter.

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Uwe Bühning zum Vizepräsidenten des Wasserverbandstages gewählt

Vertreter zweier Verbände

Bad-Essen/Hannover. Bei den jüngsten Wahlen des Präsidiums wurde Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wittlage und des Unterhaltungsverbandes Nr. 70 „Obere Hunte“ (UHV70), zum Vizepräsidenten des Wasserverbandstages Bremen/Niedersachsen/Sachsen-Anhalt gewählt.

Der Wasserverbandstag ist der Interessenverband der Wasser-, Boden- und Zweckverbände der ihm angeschlossenen Bundesländer. Er wurde 1949 gegründet und vertritt heute die Interessen seiner rund 1.000 Mitglieder bei der Umsetzung ihrer Aufgaben rund um Gewässerunterhaltung, Gewässerentwicklung und Landschaftspflege, Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung, Hochwasser-, Küsten- und Grundwasserschutz. Er steht dabei in engem Austausch mit den Landesregierungen und den mit wasserwirtschaftlichen und umweltpolitischen Themen befassten Institutionen.

Als Geschäftsführer eines Wasserverbandes und eines Unterhaltungsverbandes kennt Bühning die Belange sowohl der Siedlungswasserwirtschaft wie auch der Gewässerunterhaltung. Eine Besonderheit, die ihn – neben seiner langjährigen Berufserfahrung und ausgeprägten Sachkenntnis – zum geschätzten Ansprechpartner auch und gerade im Hinblick auf veränderte klimatische Bedingungen und die daraus resultierenden Präventionsmaßnahmen und Klimafolgenanpassungen macht.

Uwe Bühning versteht sich dabei als Moderator scheinbar unterschiedlicher Interessen, die aber letztendlich doch ein gemeinsames Ziel haben, nämlich den Schutz unserer Ressourcen zum Erhalt unserer Lebensgrundlage und unseres Wohlstandes.

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Mit viel Lob und etwas Wehmut: Wasserverband Wittlage verabschiedet Günter Harmeyer

Rainer Ellermann zum neuen Verbandsvorsteher gewählt

Ostercappeln-Schwagstorf. Staffelübergabe beim Wasserverband Wittlage: Zum neuen Verbandsvorsteher hat die Verbandsversammlung einstimmig in ihrer jüngsten Sitzung im Veranstaltungszentrum Schwagstorf Rainer Ellermann gewählt. Er tritt die Nachfolge von Günter Harmeyer an, der während seiner zehnjährigen Amtszeit die erfolgreiche Entwicklung des Verbandes maßgeblich geprägt hat.

Nachdem die konstituierende Sitzung der Verbandsversammlung im vergangenen November pandemiebedingt in den Januar verschoben werden musste, beginnt das Geschäftsjahr für den Wasserverband Wittlage nunmehr fast zeitgleich mit einem neu gebildeten Gremium. Ostercappelns „Alt-Bürgermeister“ Rainer Ellermann folgt dabei im Amt des Vorstehers auf Günter Harmeyer, unter dessen Ägide sich der Verband zu einem modernen Unternehmen der Daseinsvorsorge entwickelt hat.

Seit Harmeyers Amtsantritt im Jahre 2011 wurden nicht nur umfangreiche Erweiterungen der Infrastruktur von Wasserver- und Abwasserentsorgung, u. a. in Kooperation mit den Stadtwerken Osnabrück, vorgenommen, es wurden auch neue Wege beschritten, die dem weiteren Zusammenhang von Klima- und Ressourcenschonung Rechnung tragen. So hält der Wasserverband Wittlage Beteiligungen am Windpark Brockhausen und an der Klärschlammkooperation Ostwestfalen-Lippe. Bewährt ist auch die enge Zusammenarbeit mit dem Unterhaltungsverband Nr. 70 „Obere Hunte“, in dessen modernem Neubau in Rabber der Wasserverband 2016 die Geschäfts- und Werkstatträume bezog. Vor allem aber traten in der Ära Harmeyer auch die Gemeinden Belm und Bissendorf dem Verband bei, dessen Versorgungsgebiet sich damit auf eine Fläche von 460 Quadratkilometern erstreckt, auf der rund 67.000 Einwohner leben.

 

Viel Lob und ein wenig Wehmut lagen denn auch in den Abschiedsworten der Wegbegleiter. Hermann Steuwer vom Unterhaltungsverband unterstrich die Vorzüge der kooperativen Struktur beider Verbände und die Verlässlichkeit seines Amtskollegen. Eine Würdigung, der sich Wasserverbandsgeschäftsführer Uwe Bühning gerne anschloss und vor allem Harmeyers Gespür und dessen Umsicht als Ratgeber bei unternehmerischen Entscheidungen hervorhob: „Du warst immer der richtige Mann.“ – Wer würde sich ein solches Fazit nicht am Ende seines beruflichen oder ehrenamtlichen Wirkens wünschen?

Und der so Gewürdigte bekannte, dass seine Beziehung zum Wasserverband gar bis in seine Kindheit zurückreiche. Schon im zarten Alter von neun Jahren habe er mit Interesse die Verlegung der ersten Wasserleitung von Hüsede nach Bad Essen verfolgt. Ein Interesse, das ihn offensichtlich begleitet hat und in seinen Verdiensten rund um Wasser- und Energieinfrastruktur mündete.

Dass auch „der Neue“ an der Spitze der Verbandsversammlung wie schon sein Vorgänger zuvor als Bürgermeister einer öffentlichen Verwaltung vorstand, dürfte sich einmal mehr als nützlich für die Geschicke des Wasserverbandes erweisen. Auch Rainer Ellermann kennt die politischen und bürokratischen Entscheidungsprozesse – und auch er kennt die Region und ihre Bürger. Während seiner mehr als 20 Jahre währenden Amtszeit gehörte er selbst viele Jahre der Verbandsversammlung an, bringt also sowohl Erfahrung in kommunaler Verwaltung wie auch das Wissen um die Belange des Wasserverbandes Wittlage mit. Zu Ellermanns Stellvertreter wurde – ebenfalls einstimmig – Bad Essens Bürgermeister Timo Natemeyer gewählt.

Mit der Neukonstituierung der Verbandsversammlung analog zur Legislaturperiode der Gemeindeparlamente geht auch die Begrüßung neuer und die Verabschiedung scheidender Mitglieder einher. Dies übernahm Rainer Ellermann, der dabei vor allem den langjährigen Mitgliedern Christian Gartmann, Klaus Goedejohann, Eckhard Halbrügge, Johannes Klecker, Norbert Kroboth, Karl-Heinz Rohrmann und Berthold Uphoff für die geleistete ehrenamtliche Arbeit dankte.

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