Bad Essen. Auf der Kläranlage Wittlage wird ein neues Belüftungssystem im Belebungsbecken eingebaut. Um das Abwasser biologisch zu reinigen (Kohlenstoff- und Stickstoffelimination) bedarf es großer Mengen Sauerstoff. Dieser wurde bisher durch Oberflächenbelüfter eingebracht. Das Prinzip: Die jeweils siebeneinhalb Meter langen Walzen mit einem Durchmesser von einem Meter rotierten an der Wasseroberfläche und brachten so den Sauerstoff in das Belebungsbecken ein.
Da diese Maschinentechnik bereits aus den 1980er Jahren stammt, wird sie aktuell gegen eine effizientere Druckbelüftung ausgetauscht. Dafür wurden zwei Gebläse außerhalb des Beckens aufgestellt und über eine DN 300 Edelstahlleitung mit dem Belebungsbecken verbunden. Von dort ausgehen wurde eine DN 200 Edelstahlleitung in beide Richtungen gleich weit auf der kreisrunden Beckenkrone montiert. In dieser Leitung befinden sich in gleichen Abständen Auslässe, an die PE-Schläuche angeschlossen werden. Hier werden nun insgesamt zwölf Einhängerahmen mit jeweils sechs Belüfterplatten à zweimal einen Meter auf dem Beckengrund verbaut. So erhält jede Belüfterplatte mittels PE-Schlauch eine eigene Verbindung zu der verbauten DN 200 Sammelleitung auf der Beckenkrone. Die gesamte Montage findet im laufenden Betrieb statt. Hierfür werden Taucher und ein Kran benötigt.
Vorteile der neuen Technik sind der höhere Wirkungsgrad und damit verbunden die bessere Energiebilanz, die gezielte Steuerung sowie die Wartungsfreundlichkeit, da auch spätere Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten keiner Entleerung des Belebungsbeckens bedürfen.







