Bad Essen. Die kommunale Wasserwirtschaft steht bundesweit vor erheblichen Investitions- und Transformationsaufgaben. Vor diesem Hintergrund verfolgt das Projekt „Investitionsstrategie Wasser/Abwasser“ das Ziel, auf Basis belastbarer und repräsentativer Daten eine fundierte Grundlage zu schaffen, um den tatsächlichen Investitionsbedarf der kommunalen Trinkwasser- und Abwasserinfrastruktur sachlich, nachvollziehbar und anschlussfähig darzustellen. Das Projekt, das über zwei Jahre lief und an dem sich insgesamt 75 Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsunternehmen innerhalb von BDEW und Wasserverbandstag beteiligten, machte den Handlungsbedarf deutlich:
Große Teile der Infrastruktur, die zumeist in den 1960er bis 1980er Jahren errichtet wurden, erreichen das Ende ihrer technischen Nutzungsdauer. Die derzeitigen Erneuerungsraten reichen nicht aus, um die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten. Defekte Kanal- und Leitungsnetze führen zwangsläufig zu Ausfällen und damit zu erhöhten Kosten. Daher muss ein kontinuierlicher und planbarer Substanzerhalt angestrebt werden. Gleichwohl ist auch eine Steigerung der Erneuerungsrate mit Mehrkosten verbunden, die sich nicht allein über Gebühren abbilden lassen. Hier müssen von der Politik Rahmenbedingungen, Förderprogramme sowie regulatorische Spielräume geschaffen werden, die nachhaltige Investitionen ermöglichen und absichern, lautete der Tenor der Abschlussveranstaltung des Projektes “Investitionsstrategie Wasser/Abwasser”.





